Bild Information: 14 Schläger und ein Bernhadiner: In the Bag Rory McIlroy 2018 (Photo by Warren Little/Getty Images)

Ein Blick in die Tasche von Rory McIlroy

In the Bag
 

14 Schläger und ein Bernhadiner, so sieht das Setup des Nordiren aus.


"Wenn ich etwas aus der Vergangenheit gelernt habe, dann, dass ich eine gewisse Vorstellungen von meinem Schwung und Spiel habe. Wenn ein Golfschläger oder der Ball damit nicht zusammenpassen, ist das nicht mein Problem. Das Produkt passt dann einfach nicht zu mir", erklärt Rory McIlroy das Grundpinzip der Auswahl seines Tascheninhalts im Interview mit Michael Jacobs von Golf World.

Das habe er vor allem von seinem langwierigen Wechsel von Titleist zu Nike Anfang 2013 gelernt. "Damals habe ich versucht, mein Spiel den Schlägern anzupassen. Es hat mich etwa sechs bis neun Monate gekostet, bis alle Räder ineinander griffen. Jetzt weiß ich, dass es genau anders herum sein muss. Das war das Wichtigste, was ich von dem Wechsel mitnehmen konnte."

2017 Wechsel zu TaylorMade

Vier Jahre später, nach dem Rückzug von Nike aus der Schlägerproduktion, sollte sich diese Erfahrung auszahlen. McIlroy verbrachte den Dezember 2016 sowie einen Großteil des ersten Halbjahres 2017 damit, das perfekte Setup für sein Spiel zu finden. Am Ende nahm er dann doch eine Abkürzung und unterschrieb bei einem der Big Player im Business. "Die Zukunft liegt in meinen Händen - deshalb habe ich mich für TaylorMade entschieden", sagte der Nordire im Vorfeld der Players Championship im TPC Sawgrass.

Vor allem der Ball (TaylorMade TP5x) habe es ihm angetan: "Die Wahl des richtigen Balls ist sehr persönlich. In meinem Fall, zusammen mit den Eisen, bekam ich die besten Ergebnisse in puncto Genauigkeit, Länge und Spin mit dem TP5x." Gerade bei windigen Bedingungen habe er einen großen Unterschied gesehen. "Danach ging es nur darum, dass er rund um die Grüns genügend Spin erzeugt, damit ich nicht meine Philosophie ändern musste."

Seit seiner Hochzeit mit Erica Stoll am 22. April 2017 trägt auch sein Ball die Nummer 22. Allerdings gab es noch einen weiteren Grund. "Wir haben die Bedeutung der Zahl 22 nachgeschlagen und sie steht für kraftvoll und eine hohe Risikobereitschaft in Verbindung mit großer Belohnung. Das beschreibt ziemlich genau, wie ich Golf spiele. Deshalb fand ich es passend."

Weitere Informationen zum TaylorMade TP5x Ball, mit dem McIlroy, Johnson und Co. auf Titeljagd gehen, finden Sie hier.

McIlroys Eisen setzen sich bei Kollegen auf Anhieb durch

"Ich habe schon immer mit Muscle-Back-Eisen gespielt", weshalb auch bei der Entscheidung für seinen neuen Satz die Entscheidung schnell gefallen war. Die P730 "Rors Proto" mussten nur leicht verkürzt und aus einem weicheren Material (1025er Edelstahl) geschmiedet werden und schon wanderten sie in die Tasche des Nordiren. "Danach habe ich zusammen mit [Dustin Johnson] Bälle geschlagen und er hat sofort zum Telefon gegriffen und nach einem gleichen Satz verlangt."

"Etwas, das ich zuvor nie gemacht habe, fiel mir bei TaylorMade sehr leicht." Erstmals entschied er sich für einen gemischten Satz aus P730 Rors Proto (5 bis 9) und langen Eisen (3 und 4) des P750-Satzes. "Die Zahlen [vom TrackMan] sind einfach unglaublich. Die Bälle fliegen extrem hoch und ich schlage mein Eisen 3 230 Meter carry, mit genug Spin, um sie auf dem Grün zum Halten zu bekommen. Damit sind sie perfekt geeignet für die Par-5-Bahnen."

Weitere Informationen zu den puristischen P730-Eisen (sowie den P790) von TaylorMade finden Sie hier.

Feinjustierung am perfekten Driver-Setup

Nach einigen Wochen zu Beginn des Jahres, das McIlroy mit dem Driver M3 460 begann, in denen die erwünschten Ergebnisse aber ausblieben, musste etwas verändert werden. Zusammen mit Beratern von TaylorMade verstellte McIlroy kurz vor dem Arnold Palmer Invitational die Gewichte im Y-Track-System, sodass er etwas fehlerverzeihender wurde. Dafür bauten sie einen schwereren Kopf in Kombination mit einem Counter-Balance-Schaft ein, um das Schwunggewicht beizubehalten und eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit zu ermöglichen. Das Ergebnis: McIlroy gewann in Bay Hill und beendete seine 540 Tage lang andauernde Durststrecke auf der PGA Tour.

Das Thema "Driver und Schaft" scheint aber noch nicht ganz vom Tisch zu sein und wird auch in den kommenden Wochen und Monaten einem ewigen Wandel unterliegen. Was sich allerdings nicht ändern wird, ist die Schlägerhaube des stolzen Nordiren. Der Driver wurde schon immer und wird auch künftig vom Bernhardiner beschützt; dem Lieblingshund McIlroys. Auch beim Outfit zeichnet sich in näherer Zukunft kein Wechsel vom Hersteller mit dem Swoosh ab. "Ich werde noch eine ganze Weile mit Nike zusammenarbeiten", bestätigte McIlroy.

Weitere Informationen zum TaylorMade M3 Driver mit Twist-Face-Technologie (inklusive Einschätzung) finden Sie hier.

Einen ähnlichen Prozess wie mit dem Driver, durchläuft McIlroy auch mit dem Putter. Zum Arnold Palmer Invitational schien er allerdings etwas gefunden zu haben, das endlich funktionierte. Der Prototyp seines TP Collection Soto-Putters mit Kupfer-Finish hat ihn in Bay Hill zum besten Spieler - laut der Statistik Strokes Gained: Putting - auf dem Grün gemacht und ließ ihn am Finaltag die entscheidenden Schläge auf dem Weg zum Titelgewinn gut machen.

Der Weg dorthin soll aber recht mühsam gewesen sein, glaubt man der Insider-Story von Andrew Tursky (GolfWRX). Diese berichtet von mehr als einer Handvoll Putter, die TaylorMade Tour-Direcotr Chris Trott am Montag zu McIlroy ins Hotel schicken ließ. Am nächsten Morgen sei er aber ohne ein einziges davon erschienen, verliebte sich aber auf Anhieb auf ein Modell, das Trott extra im Headquater angefordert hatte. Nach einigen Feinjustierungen wanderte der Prototyp des TaylorMade TP Collection Soto mit rotem Insert, dunklem Kupfer-Finish und Golf-Pride-Griff in die Tasche des Nordiren.

Ein Blick in die Tasche von Rory McIlroy (2018)

  • Driver: TaylorMade M3 460 (8,5 Grad; Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei)
  • Holz 3: TaylorMade M3 (15 Grad; Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei)
  • Holz 5: TaylorMade M3 (19 Grad; Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei)
  • Eisen (4): TaylorMade P750 Tour Proto (Schaft: True Temper Project X)
  • Eisen (5 bis 9): TaylorMade P730 Rors Proto (Schaft: True Temper Project X)
  • Wedges: TaylorMade Milled Grind (48, 52 sowie 58 Grad; Schaft: True Temper Project X)
  • Lob Wedge: TaylorMade Hi-Toe (60 Grad; Schaft: True Temper Project X)
  • Putter: TaylorMade TP Collection Soto Prototyp
  • Ball: TaylorMade TP5x (#22)

(Stand: 19. März 2018)

Anm. d. Red.: Rory McIlroy entscheidet von Turnier zu Turnier, ob er mit einem Holz 5 (TaylorMade M3 2018) oder dem Eisen 2 (TaylorMade P790) antritt. Auch sonst hält sich McIlroy viele Möglichkeiten offen: So integriert er entweder ein Eisen 3 (TaylorMade P750 Tour Proto) oder ein zusätzliches Wedge (TaylorMade Milled Grind 58 Grad) in sein Setup. Die Entscheidung fällt er je nach Layout des Platzes sowie Länge der Par-4- und Par-5-Bahnen.

Alternativen:

  • Utitlity-Eisen (2): TaylorMade P790 (Schaft: True Temper Project X)
  • Eisen (3): TaylorMade P750 Tour Proto (Schaft: True Temper Project X)
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