Bild Information: Ein starkes Team, auch im Hintergrund (Foto: DGV/stebl)

Riesiger Sprung

Team-WM Herren 2018
 

Deutschland hat am zweiten Tag der Team-WM in Irland eine grandiose Reaktion gezeigt und einen riesigen Sprung im Klassement gemacht.

Maynooth/Irland – Was für ein Tag auf Carton House! Die Herren um Bundestrainer Ulli Eckhardt haben nach dem eher schleppenden Start am ersten Tag bei der Team-WM in Irland am zweiten Tag eine formidable Leistung abgeliefert. Zwölf Schläge unter Par ist das zweitbeste Ergebnis des Tages. Es haben zwar fünf Nationen mit -13 noch einen Zähler weniger gebraucht, aber die Teamleistung des Bundesadlers reicht, um von Rang 30 satte 19 Plätze nach oben zu klettern und schon ein bisschen bei der Top Ten anzuklopfen.

Früh in gute Richtung

Allen John und Marc Hammer schafften es, den O´Meara Course ohne jedes Bogey zu gehen. Dazu knallte der Routinier aus St. Leon-Rot sechs Birdies auf den Platz, während der Youngster sich und dem Betreuerteam mit vier Birdies und einem frühen Eagle einen wundervollen Tag bereitete.


Die Birdieflut ging schon auf den ersten Bahnen los. Allen John eröffnete den Tag mit nicht weniger als vier Birdies in Serie! Schon auf Bahn 6 gesellte sich die fünfte rote Zahl auf die Scorekarte.
Zu dem Zeitpunkt hatte Marc Hammer, der als erster der drei Deutschen gestartet war, schon seinen Eagle auf dem vierten Grün gelocht. Nach zwei soliden Schlägen lag der Ball acht Meter neben der Fahne und der Putt lief wie am Schnürchen gezogen in die Dose.

Auch Backnine ganz stark

Während sich Allen John auf der Backnine mit einem Birdie auf Bahn 11 begnügte, obwohl er weiterhin grandiose Schläge zeigte und sich dadurch etliche reelle Birdiechancen erarbeitete, drehte Marc Hammer hinten heraus noch einmal richtig auf. Auf zwei der drei Bahnen, die vom Fluss Rye dominiert werden, lochte der Mannheimer jeweils ganz souverän zum Birdie und drückte seinen Score so auf „sechs unter“. Auf den beiden Abschlussbahnen hielt der 19-Jährige seinen Score, indem er nervenstark auch längere Putts sicher einlochte.


Athletik-Coach Chris Marysko, der fast die ganze Zeit an der Seite von Marc Hammer war, war von der Leistung des Athleten sichtlich beeindruckt. Und Hammer wiederum war dankbar, dass der Coach bei ihm war: „Mir hat sehr geholfen, dass Chris bei mir mitgelaufen ist. Sehr gut war auch, wie Marc Hohmann mich durch seine Behandlungen körperlich wieder hinbekommen hat.“ Golf ist eben doch auch eine echte Teamsportart, bei der viele Zahnrädchen ineinander greifen müssen, wenn es richtig gut werden soll. Und richtig gut war es zweifellos, was Schwarz-Rot-Gold am zweiten Wettkampftag ablieferte.
„Ich habe eine fehlerfreie Runde gespielt. Das Lange Spiel war viel besser als gestern und vor allem die Schläge zum Grün waren oft richtig gut. Ich hatte mir vor der Runde Gedanken gemacht, auf welchen Bahnen ich die besten Chancen haben werde. Dadurch habe ich den Platz gut eingeteilt und die Chancen auch fast alle genutzt. Insgesamt habe ich dadurch gut und letztlich auch bogeyfrei gespielt“, resümierte Marc Hammer am Abend seine erst zweite Runde ohne Bogey überhaupt. Einen viel besseren Zeitpunkt, um diese Leistung abzuliefern, hätte sich der Viernheimer nicht aussuchen können.

Allen John on fire

Eine echte Show lieferte Allen John ab. Der 31-Jährige, der bei der Porsche European Open in diesem Jahr mit einem zweiten Platz fast alle gestandenen Tour-Pros düpiert hatte, spielte mit seinen langen Schlägen eine Runde, die einfach nur beeindruckend war. Immer wieder knallte John voller Dynamik die Bälle lang auf die Bahn und kreierte sich damit viele Chancen, zumal auch das Kurze Spiel gut lief. So war am Ende auch noch einiges an Luft nach oben und der Score hätte noch tiefer ausfallen können, wenn der Putter richtig heiß gelaufen wäre.
Der Spieler des GC St. Leon-Rot war mit seinem Tag natürlich hochzufrieden. „Heute habe ich einen grandiosen Start erwischt. Fünf unter Par nach sechs Bahnen war schon sehr cool. Die restlichen zwölf Bahnen waren vom Ergebnis her nicht mehr so toll, aber ich habe weiterhin sehr solide gespielt und mir weitere Chancen erarbeitet. Es freut mich sehr, dass wir heute im Team ordentlich gescored haben und näher an der Top drei sind“, verliert der Spieler, der schon einige Runden ohne Bogey absolviert hat, sein großes Ziel nicht aus den Augen.

Hurly Long nicht zufrieden

Auch Hurly Long war mit einem Birdie gestartet, hatte im weiteren Verlauf aber immer wieder um sein Par zu kämpfen. Insgesamt brachte Long drei Birdies unter. Auf Bahn 15 geriet der Schlag ins Grün etwas zu kurz und landete im Rye. Nach dem Drop wurde der Schlag zu lang und so hatte der Mannheimer noch immer eine schwere Aufgabe vor sich. Das Triple-Bogey kann Long aber gut wegstecken, denn das Team hatte ja an diesem Tag zwei ganz tiefe Scores in der Wertung und wird an den beiden noch ausstehenden Tagen auch wieder einen tiefen Score von Hurly Long sehen.
„Im Moment kriege ich es einfach nicht hin, gut zu scoren. Auch heute habe ich über lange Strecken ordentlich gespielt, habe ein paar Fehler gemacht, die sofort bestraft wurden und dann bin ich für einen Fehler richtig hart bestraft worden. Aber das ist heute nicht schlimm, weil die beiden anderen ja toll gespielt haben. Jetzt geht es darum, weiter zu machen. Zum Glück ist das hier ja ein Team-Event und deswegen bin ich optimistisch für die nächsten beiden Tage“, so der Spieler, der auf Pebble Beach den Platzrekord hält.

Zweimal 67

Mit zwei 67er Scores in der Wertung konnte Bundestrainer Ulli Eckhardt mehr als entspannt über den Tag kommen und strahlte mit der Abendsonne von Irland um die Wette.
„Das war eine sehr gute Reaktion. Wir haben gestern noch gut gearbeitet und die Jungs haben heute ganz stark gespielt. Morgen geht es weiter und dann nehmen wir den nächsten Schritt“, freute sich der Bundestrainer über die famose Leistung seines Teams, war sich aber völlig im Klaren, dass noch zwei Runden zu gehen sind und da noch einiges für den Bundesadler zu holen ist.

England und Österreich

Am dritten Wettkampftag wird das deutsche Team gemeinsam mit England und Österreich auf die Runde gehen. Um 12.26 Uhr wird Hurly Long der erste Deutsche sein, der auf Tee 11 von The Monty abschlägt. Um 12.37 Uhr folgt Marc Hammer, ehe um 12.38 Uhr wieder Allen John als letzter Spieler mit dem Bundesadler auf dem Shirt starten wird.

Kiwis in Front

In Führung liegt mit gesamt -20 das Team von Neuseeland. Die Kiwis haben The Monty noch allen Regeln der Kunst auseinander genommen und mit je einer 65 und einer 66 den Teamscore auf -13 für den Tag gestellt.
Exakt die gleichen Scores hat auch Thailand in die Wertung gebracht, aber da die Asiaten am ersten Tag einen Schlag mehr gebraucht hatten, steht Neuseeland alleine an der Spitze.
Mit -19 teilt sich Thailand den zweiten Platz noch mit Gastgeber Irland und Dänemark.

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