Bild Information: Vorfreude pur: das deutsche Team (Foto: DGV/stebl)

Viele fröhliche Gesichter  

Team-EM Mädchen
 

Corona verlangt jedem Geduld ab, auch den Athleten im Golfsport. Daher ist es nur zu verständlich, dass man bei der Team-EM der Mädchen in viele sehr fröhliche Gesichter schaut, schon bevor der erste Schlag im Wettspiel überhaupt gemacht ist. Die Vorfreude, doch noch diese Team-EM spielen zu können, ist bei Athleten, Coaches und Offiziellen riesig.

Hrubá Borša/Slowakei – Das Programm wurde zwar gestrafft, aber wichtig ist, dass die Nachwuchsgolferinnen überhaupt einen Wettkampf auf diesem internationalen Niveau spielen können.
Aufgrund der Corona-Einschränkungen ist der Turniermodus angepasst und die Anzahl der Athleten pro Team im Vergleich zum sonst üblichen Format reduziert. Auch die Anzahl der Mannschaften, die gemeldet haben, ist deutlich geringer als in normalen Zeiten üblich.
Am Mittwoch, dem ersten Wettkampftag findet die Zählspielqualifikation statt. Von den nur vier Scores, die erspielt werden, kommen die besten drei in die Wertung.
Anstatt der sonst üblichen zweiten Runde Zählspiel, findet am zweiten Tag dann schon die erste Runde Matchplay statt. Ein Vierer und zwei Einzel-Matches werden ausgetragen. Die besten acht Teams der Zählspielqualifikation spielen in Flight A die Plätze eins bis acht aus.
Am Samstag steigt das Finale.

Gastgeber

Der Borsa GC liegt im Green Resort von Hruba Borsa, vor den Toren von Bratislava. Die Hauptstadt der Slowakei hat rund 440.000 Einwohner und ist die kleine Nachbarin zum großen Wien, kurz hinter der Grenze zu Österreich.


Das Resort bietet 27 Bahnen an. Neben dem 18-Loch-Championship-Course auch noch einen öffentlichen 9-Loch-Platz.
Das Design stammt von Martin Munka, der in der Slowakei und Tschechien für einige Plätze verantwortlich zeichnet.
Der Championship Course, auf dem die Mädchen aus 16 Nationen in diesem Jahr diese Team-EM ausspielen, wurde am 10. August 2014 eröffnet.
Der größte Teil des Platzes ist auf einem topfebenen Plateau angelegt, das typisch für die Landschaft in der Südslowakei ist. Auf der Hälfte der Bahnen kommt Wasser ins Spiel. Sieben Löcher sind in die Reste eines früheren Auenwalds integriert.

Frühere Sieger

Titelverteidiger ist Dänemark. Die meisten Titel haben die Mädchen aus Schweden (8) und Spanien (7) eingeheimst. Diese beiden Nationen waren auch am häufigsten im Finale. Schweden insgesamt 15 mal, Spanien elf mal. Italien stand sieben mal im Finale und gewann davon zwei.
Die deutsche Mannschaft hat dreimal das Finale erreicht und zweimal davon auch gewonnen. 1999 gelang in Finnland der erste Triumph. Im Finale wurde Italien mit 4:1 geschlagen. Für Deutschland waren damals unter anderem Bettina Hauert und Denise Simon am Start.
2006 waren es im dänischen Esbjerg Caroline Masson, Pia Halbig, Nicola Rössler und Valerie Sternebeck, die gegen Spanien mit 3:2 triumphierten.
Seit 1991 wurde der Titel des Team-Europameisters 25 mal ausgespielt.

Startzeiten

Am Mittwoch gilt es, Flight A zu erreichen. Um 8.20 Uhr wird Paula Schulz-Hanssen vom GC St. Leon-Rot die erste Deutsche am Tee 1 sein. Sophie Witt vom GC Hubbelrath folgt um 9.00 Uhr. Charlotte Back (SLR) hat um 11.00 Uhr ihre Startzeit und als letzte Deutsche wird Chiara Horder vom GC München Valley um 11.40 Uhr in ihre erste Team-EM starten.

Erwartungen

Die Erwartungen an das Team machen sich weniger an Zahlen und Platzierungen fest, wie Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl, der in Hruba Borsa durch Athletik-Bundestrainer Chris Marysko und Mental-Coach Justin Walsh unterstützt wird, betont. Wichtiger sei, dass die Athletinnen das umsetzen, was vorher besprochen wurde.
Chiara Horder freut sich riesig auf ihr Debüt: „Ich denke, wir sind alle super vorbereitet. Es ist eines der Highlights der Saison, dass diese Team-EM jetzt trotz Corona stattfindet.“
Charlotte Back, die jüngst erst 16 Jahre jung geworden ist und mit dem frischen Selbstvertrauen der Deutschen Meisterin AK 16 anreiste, hat schon bei der European Young Masters in diesem Jahr einen Erfolg mit einer deutschen Mannschaft gefeiert. „Ich möchte dazu beitragen, dass Deutschland noch eine Goldmedaille holt. Wir sind gut vorbereitet und haben zusammen alle Spaß“, geht Charly Back zuversichtlich in diese Titelkämpfe.
Auch Clubkameradin Paula Schulz-Hanssen, die vor zwei Wochen schon mit den Damen in Schweden die Silbermedaille gewinnen konnte, geht voller Optimismus in ihre insgesamt dritte Team-EM: „Ich erwarte einfach, dass wir alle unser Bestes geben und zusammen eine lustige Woche haben. Wenn wir das schaffen, bin ich mir sicher, dass eine gute Platzierung rauskommen wird.“
Sophie Witt, die zum zweiten mal im Team den Bundesadler vertritt und als frisch gekürte Deutsche Jugendmeisterin AK 18 in die Slowakei gereist ist, ist wie immer hoch motiviert: „Wir sind alle heiß auf diese EM, haben Bock und sind dazu noch gut drauf. Wir verstehen uns untereinander super. Ich bin mir sicher, dass wir auf jeden Fall eine unvergessliche Wochen haben werden.“

Bilder des Tages folgen in Kürze an dieser Stelle.

 

Licescoring Zählspiel

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