Bild Information: Yannick Malik (GC St. Leon-Rot) sicherte im Viertelfinale gleich zwei Punkte für sein Team. (Foto: Boesenfoto.dk)

Furios ins Halbfinale

Team-EM Jungen
 

Das Junior Team Germany überzeugt auch im Matchplay-Modus und holt einen 6:1 Viertelfinal-Sieg gegen die Niederlande.

Der wilde Ritt des deutschen Jungen-Teams geht weiter. Im Viertelfinale der Mannschafts-Europameisterschaften überzeugen die sechs Youngster mit einem 6:1 gegen die Niederlande. Doch ganz ohne Herzklopfen ging selbst dieser Kantersieg nicht über die Bühne. Denn in den am Vormittag ausgetragenen Vierern lief es keineswegs nach Plan. Tim Wiedemeyer (Münchener GC) und Finn Kölle (GC St. Leon-Rot) mussten eine deutliche 5&4 Niederlage gegen Jack Ingham und Thijmen Batens einstecken.

Im zweiten Vierer konnten sich Tiger Christensen (Hamburger GC) und Yannick Malik (GC St. Leon-Rot) dann bis auf das 18. Grün kämpfen und dort ein Sieg mit 1auf einfahren. Vielleicht war genau dieser Sieg der wichtigste deutsche Punkt des ganzen Tages. Denn zum einen nivellierte er den Rückstand vollständig. Und zum anderen sollte es die Richtung für die am Nachmittag anstehenden fünf Einzel-Matches vorgeben. Dort zeigten die Deutschen schnell ihre individuelle Klasse und konnten in allen Partien frühe Führungen herausspielen.

Überzeugende Einzel

So traf Tom Haberer (GC Hannover) gegen den am Vormittag so siegreichen Jack Ingham und siegte mit 3&1. In der Spielgruppe hinter ihm hatte Tim Wiedemeyer ein Wiedersehen mit Thijmen Batens, der ihm im Vierer das Leben schwer gemacht hatte. Wiedemeyer revanchierte sich für den Vormittag mit einem 3&2 Sieg. Im dritten Einzel spielte Carl Siemens (Berliner GC Stolper Heide). Der dominierte das Match gegen Kayden Chang und holte einen frühen und deutlichen 6&5 Sieg.

Siemens zieht ein positives und reflektiertes Fazit: „Grundsätzlich war ich sehr zufrieden mit meinem Spiel. ich habe mich im Vergleich zu den Vortagen deutlich gesteigert. Das heutige Ergebnis von 6&5 war zwar klar, allerdings habe ich mit meinem Gegenspieler auch etwas Glück gehabt. Er hatte wohl keinen so guten Tag. Eine solche Chance zu nutzen, ist natürlich meine Aufgabe.“

Auch die weiteren Einzel wurden von den deutschen Spielern haushoch gewonnen. Yannick Malik siegte gegen Loran Appel mit 5&4. Und Tiger Christensen erspielte sich ein 6&5 gegen Marijn Hoogeveen. Bemerkenswert ist bei all den Ergebnissen: alle sieben Matches wurden tatsächlich zu Ende gespielt - es wurde kein einziger Punkt geschenkt.

Team Captain Christian Marysko zieht ein entsprechendes Zwischenfazit: „Ich bin unheimlich zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Der Druck hier ist groß und fast alle unsere Jungs haben unter solchen Bedingungen noch nicht spielen müssen. Dennoch sind sie sehr gelassen und performen auf höchstem Niveau. Das ist von außen wundervoll zu beobachten. Die Mannschaft ist eine harmonische Einheit, die auf einen sehr guten Betreuerstab zurückgreifen kann.“

Wertvoller Punktverlust

Eines wurde heute klar: das Team um Coach Christoph Herrmann ist hier im dänischen Furesø Golfklub endgültig im Modus der Team-EM angelangt. Und Marysko fügt hinzu: „Dass wir den ersten Vierer so deutlich verloren haben - gerade nach der gewonnenen Zählspiel-Qualifikation - empfand ich als deutlichen und sehr wertvollen Weckruf, damit die Jungs wissen, dass dies hier kein Selbstläufer ist. Letztendlich sind alle hier Top-Golfer, die wissen, was sie tun.“

Auch Co-Trainer Marco Schmuck ist mit der bisherigen Leistung des Teams sehr zufrieden: „Die Jungs haben hier bislang sehr gute Leistungen von sich abgerufen. Für morgen werden viele Dinge wichtig sein. Der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Der bedingungslose Wille, das Turnier zu gewinnen. Und vor allen Dingen die bestimmte Körpersprache, die wir gerade heute Nachmittag gezeigt haben und die sich sehr vom Vormittag unterschied. Es ist extrem wichtig, dass wir jeden Tag neu bewerten und stets im jeweiligen Moment sind. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen, im Finale zu spielen.“

Finn Kölle ist im Halbfinale für ein Einzel gesetzt. Dafür hat er klare Vorsätze: „Ich habe mir vorgenommen, entspannter in das Halbfinal-Match zu gehen und einfach mein Ding durchzuziehen. Um ins Finale zu kommen, müssen wir einfach unsere Leistung abrufen und als Team zusammen stehen. Wenn wir das schaffen, haben wir sehr gute Chancen, das Ding zu holen.“

Halbfinale gegen Schweden

Und Nationaltrainer Christoph Herrmann resümiert glücklich: „Wir haben sehr deutlich mit 6:1 gegen die Holländer gewonnen. Allerdings haben wir uns am Vormittag in den Vierern doch schwer getan. Mit dem Wissen, dass wir am Nachmittag wirklich alles aufbieten müssen, konnten wir die Einzeln dann stärker in unserem Sinne gestalten. Wir waren früh auf und hatten schnell ein Momentum, das wir nutzen konnten. Letztlich lagen wir dann in allen Matches so weit vorne, dass wir das gut zu Ende spielen konnten.

Über unsere Nachmittags-Leistung bin ich wirklich begeistert und wir waren tatsächlich auch ziemlich früh fertig. Jetzt sind wir richtig drin in den Matchplays und wissen, dass wir am letzten Tag auf jeden Fall um eine Medaille kämpfen werden. Wir wollen natürlich alles dafür tun, dass es um die goldene Medaille geht. Die heute gewonnene Zeit nutzen wir, um zu regenerieren, denn es ist ein sehr langes Turnier und wir wollen unsere Körner bewahren.“

Im nun anstehenden Halbfinale trifft das Junior Team Germany auf Schweden. Die Skandinavier setzten sich mit einem 4:3 gegen Frankreich durch. Zu diesem Gegner sagt Herrmann: „Die Schweden sind seit vielen vielen Jahren eine sehr starke Mannschaft. Aber im Halbfinale sind ohnehin ausschließlich sehr starke Teams.“ Außerdem siegte Tschechien gegen Gastgeber Dänemark mit 4:3. Und Italien setzt sich mit einem starken Comeback 4:3 gegen Spanien durch.

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