Bild Information: Sieg für Deutschland (Foto: DGV/stebl)

Sieg gegen Schweden

Team-EM Herren
 

„Das fühlt sich soviel besser an als gestern!“ Wolfgang Glawe, der Debütant im Team von Bundestrainer Ulli Eckhardt, strahlt über das ganze Gesicht und fasst damit das Geschehen perfekt zusammen. Deutschland siegt in der Neuauflage des Finales von 2020 glatt mit 3,5:1,5 gegen Schweden und trifft am Finaltag im Spiel um Platz 5 auf Österreich.

Girona/Spanien – Der Youngster selbst hat in einem grandiosen Match gegen David Nyfjäll sehr frühzeitig den Deckel drauf gemacht und auf dem 13. Grün mit einem starken Birdie einen 7&5-Sieg gefeiert.
Der Schwede ist dabei keineswegs ein leichter Gegner, denn immerhin war er schon bis auf Rang 31 im World Amateur Golf Ranking (WAGR) geklettert. Wolfgang Glawe hat dort mit Rang 528 aktuell seine beste Platzierung erreicht.
Der 18-Jährige, der in St. Leon-Rot wohnt, aber für den GC Mannheim-Viernheim in der Bundesliga spielt, hatte auf der Backnine eine schier unglaubliche Serie von Top-Schlägen gemacht und damit Birdies auf den Bahnen 10 und 11, dazu noch einen Eagle auf Bahn 12 vorgelegt. Das abschließende Birdie auf der 13 war Krönung eines Matches, wie es besser für Wolfgang Glawe nicht hätte laufen können.


Seine Leistung kommentierte der einzige Spieler des Teams, der nicht kurz nach dieser Team-EM ins Profilager wechseln wird, entsprechend euphorisiert: „Heute hat auf meiner Runde wirklich alles gepasst! Ich habe sehr geil geputtet und keinen Fehler gemacht.“ Durch diesen überaus klaren Sieg war der erste Punkt für das deutsche Team schon früh sicher.

Vierer gut

Vorneweg war der Vierer gestartet. Nick Bachem und Marc Hammer hatten hier viel Spaß gegen Pontus Nyholm und Ludvig Aberg. Aberg ist aktuell die Nummer drei im WAGR und hat eine überragende Saison im US-College-Golf gespielt. Auch Nyholm hat mehrere Turniere in den USA gewonnen und sich damit auch schon in die Top 50 der Welt gespielt. Trotz der geballten Qualität auf der anderen Seite lieferte das Duo vom Marienburger GC und GC Mannheim-Viernheim eine starke Leistung und geriet nicht in Rückstand. Sukzessive nutzen Bachem und Hammer die wenigen Chancen, die ihnen die beiden Schweden ließen aus und bauten die frühe Führung immer weiter aus. Am Ende hieß es 3&2 für Deutschland, der zweite von drei nötigen Punkten für den Sieg war eingefahren.


Nick Bachem und Marc Hammer waren sich nach ihrem Match einige: „Wir hatten eine sehr entspannte Runde und die beiden Schweden waren sehr nett. Wir haben nicht viele Fehler gemacht und am Ende hat es gereicht.“

Dritter Punkt durch Vahlenkamp

Als erstes Einzel waren Timo Vahlenkamp und Gustav Andersson gestartet. Der Schwede hat sich 2019 die Bronzemedaille bei der German Boys & Girls Open in St. Leon-Rot gesichert und war im WAGR auch schon bis auf Platz 140 geklettert, hatte in dieser Woche auf dem Stadium-Course von PGA Catalunya aber einige Probleme.
Gegen den Sportsoldaten vom Berliner GC Stolper Heide ließ Andersson aber immer wieder seine Qualitäten aufblitzen und kämpfte sich in das Match hinein, so dass es kein Selbstläufer für den Bundesadler wurde. Timo Vahlenkamp zeigte selbst auch einen großen Siegeswillen und ließ sich auch durch die wenigen Lochgewinne des Drei-Kronen-Spielers nicht aus der Ruhe bringen. Auf Bahn 16 erhöhte der Deutsche auf 2auf und machte auf dem 17. Grün den Matchgewinn und damit auch den Sieg für das Team mit 3&1 klar.
Der vom GC Teutoburger Wald stammende Athlet kommentierte seinen Sieg gewohnt zurückhaltend: „Mein Match war sehr komisch, weil mein Gegner vom Tee viel gestreut hat. Man hatte das Gefühl, dass er kaum Kontrolle über seine Schläge hatte. Aber er hat es mir mit immer wieder guten Schlägen zwischendurch nicht leicht gemacht. Am Ende konnte ich es dann aber für mich entscheiden, weil ich konsequent weiter gespielt habe.“

De Bruyn auf gutem Weg

Nachdem klar war, dass Deutschland gewonnen hatte, wurde das Match zwischen Jannik de Bruyn und Hugo Townsend als geteilt gewertet. Der Spieler des GC Hösel war zu dem Zeitpunkt drauf und dran, auch auf die Siegerstraße einzubiegen. Die frühe Führung des Schweden hatte de Bruyn mit einem sauberen Birdie auf Bahn 13 ausgeglichen.
„Es war heute für mich ein sehr mühsames Match, aber ich habe auf den zweiten Neun immer besser reingefunden. Die Mannschaft hat Moral bewiesen und morgen wollen wir diese Team-EM gegen Österreich erfolgreich abschließen“, gab der Aktivensprecher des DGV schon die Marschrichtung für den Finaltag vor.

Matthias Schmid hatte gegen Adam Wallin vor allem auf der Backnine Lochverluste hinnehmen müssen und das Match mit 4&3 verloren. „Ich habe heute nicht sehr gut gespielt und die entscheidenden Putts vorbei gemacht. Mein Gegner hat ordentlich gespielt, lag nach 15 Bahnen fünf unter Par und somit habe ich verloren. Er war heute einfach besser“, zollte der Doppel-Europameister seinem schwedischen Konkurrenten fair Respekt.


Bundestrainer zufrieden

Bundestrainer Ulli Eckhardt hatte im Vergleich zum Vortag eine deutliche Leistungssteigerung seiner Schützlinge gesehen: „Für mich war heute der Schlüssel zum Sieg, dass wir das Match ernster genommen haben als die Schweden. Wir waren von Anfang an da, was uns im gestrigen Match etwas gefehlt hatte. Gestern haben wir den Start verschlafen und sind erst sehr, sehr spät ins Match gekommen. Heute haben wir von Anfang an Druck gemacht und  waren nie im Hintertreffen. Das ist gegen die Schweden keine Selbstverständlichkeit. Ich bin sehr froh, dass wir dieses Match gewonnen haben, weil Schweden eine toughe Mannschaft mit sehr guten Spielern hat und vor dem Turnier für mich einer der Favoriten war. Wolfgang Glawe muss man heute herausheben. Er hat grandios gespielt und lag nach 13 Bahnen sieben unter Par. Er hat seinen Gegner wirklich zerstört. Auch die anderen haben heute auf sehr hohem Niveau gespielt.“

Finale

Im Finale stehen sich Frankreich und Dänemark gegenüber. Die Dänen setzten sich mit 4:3 gegen Belgien durch, wobei die Entscheidung im letzten Einzel auf dem 18. Grün der regulären Runde fiel.
Ungleich dramatischer verlief das andere Halbfinale. Gastgeber Spanien hatte beide Vierer verloren und musste daher in den Einzeln liefern. Fast wäre dies gelungen, aber zwei Matches gingen in die Verlängerung. Auf dem dritten Extraloch unterlag David Puig gegen Clement Charmasson.
Im letzten Einzel lieferten sich Julien Sale und Luis Masaveu eine epische Battle. Erst auf dem fünften Extraloch gewann der Franzose und machte damit den Finaleinzug klar.

 

Ergebnis So lief es an Tag 3 Livescoring Finaltag

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