Bild Information: Stark präsentierte sich Alexandra Försterling in ihren Matches, auch ihre französische Gegnerin besiegte sie mit 6&5 mehr als souverän. Doch das allein reichte nicht, um die deutschen Damen ins Finale des Pool B zu bringen. Foto: Christopher Tiess

Frankreich zu stark für die deutschen Damen

Team-EM Damen
 

Rang 11 hatten die Spielerinnen des Deutschen Golf Verbands nach der Vorrunde der European Ladies‘ Team Championship 2021 im nordirischen Newcastle belegt, und um den 11. Gesamtrang dieser Mannschafts-Europameisterschaft der Damen spielt das Team von Bundestrainer Stephan Morales nun auch am Samstag, am Finaltag des Turniers.

Im Halbfinale des Pool B unterlag das Team Germany am Freitag auf dem Platz des Royal County Down Golf Club den Spielerinnen aus Frankreich mit 2:3. Die Gegnerinnen für das letzte Match kommen aus Island, denn die Damen aus dem hohen Norden hatten in ihrem Pool-B-Halbfinale gegen die Schweiz mit 1:4 das Nachsehen.

Am Ende war es dann ein 2:3, das die Damen des Deutschen Golf Verbands im Halbfinale des B-Pools hinnehmen mussten, nachdem sie gegen das Team aus Frankreich zum Kräftemessen angetreten waren. Wie schon am Vortag gegen die Niederlande schickte Bundestrainer Stephan Morales Polly Mack und Helen Kreuzer in den Vierer, hatten beide doch gegen Oranje absolut überzeugt und mit 3&2 auch souverän die Oberhand behalten. Doch schon in der Team-Disziplin, die den Auftakt des Matchplay-Spieltags bildet und bei der es die beiden DGVlerinnen mit Justine Fournand und Chloe Salort zu tun bekamen, deutete sich an, dass die Französinnen an diesem Tag ein deutlich härterer Brocken sein würden als die Holländerinnen in der Runde zuvor. Zunächst legte das deutsche Duo vor, doch die Französinnen holten auf dem Weg zurück zum Clubhaus auf und kamen immer besser ins Spiel, während Mack/Kreuzer plötzlich den Faden verloren.

Mit 3&2 setzte sich der Vierer der Èquipe Tricolore gegen das Team Germany durch und sorgte für eine frühe Führung Frankreichs. "Das haben wir völlig unnötig selbst aus der Hand gegeben", ärgerte sich Stephan Morales. "Wir waren auf einem sehr guten Weg und haben Frankreich durch unnötige eigene Fehler wieder zurück ins Spiel gebracht."

Weil auch Aline Krauter ihr Einzel gegen Pauline Roussin-Bouchard verlor (3&1) und Sophie Witt von Agathe Laisne mit 5&4 ziemlich vorzeitig zurück ins Clubhaus geschickt wurde, musste letztlich Chiara Horder, zu diesem Zeitpunkt in Führung gegen Lois Lau, ihre Partie gar nicht mehr zu Ende spielen – Deutschland hatte bereits verloren. Das klare 6&5, mit dem sich Alexandra Försterling früh gegen Charlotte Liautier durchgesetzt hatte, reichte nicht für den Einzug ins Finale des B-Pools und war am Ende nicht mehr als Ergebnis-Kosmetik.

"Wenn wir den Vierer für uns entscheiden, haben wir eine sehr gute Chance, die Partie gegen Frankreich zu gewinnen", so Morales in seiner Analyse. Dass sein Team jetzt nur um Platz 11 spielen kann, ärgert den Coach, zugleich aber stellt er klar: "Ich sehe uns im internationalen Vergleich dennoch nicht außerhalb der Top 10, sondern immer noch irgendwo auf den Plätzen 3, 4 oder 5. Wir gehören, ebenso wie übrigens Frankreich, natürlich in den Pool A bei einem solchen Wettbewerb." Dass das in Nordirland so gar nicht geklappt hat, hänge auch mit dem Golfplatz zusammen: "Natürlich ist es für alle Spielerinnen derselbe Platz. Aber da muss man ganz klar sagen: Royal County Down war in dieser Woche für unser Team zu schwer."

Gegen Island um Platz 11

Im Spiel um Platz 11 dieser Team-EM treffen die deutschen Spielerinnen nun am Samstag ab 10:16 Uhr auf Island, das der Schweiz im zweiten Halbfinale mit 1:4 unterlegen war. Während damit die Eidgenössinnen gegen Frankreich das B-Finale um den 9. Gesamtrang spielen, geht es für Deutschland und Island um Platz 11. Jenen Platz, den das Team auch nach der Vorrunde belegt hatte.

Das Finale des Pool A dieser Team-EM 2021 bestreiten im Kampf um Gold die Spielerinnen aus England und Schweden, um Bronze spielen Schottland und Italien. Den internen britischen Vergleich hatte England mit einem knappen 4:3 gegen Schottland für sich entschieden, Italien kam beim 2:5 gegen Schweden schwer unter die Räder.

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