Bild Information: Sieg im Halbfinale: die deutschen Damen sichern ein 2:1 gegen Dänemark. (Foto: DGV/ Tiess)

Finale!

Team-EM Damen
 

Die deutschen Damen erspielen sich im Halbfinale der Mannschaft-Europameisterschaften einen souveränen 2:1 Sieg gegen Dänemark und ziehen in das Finale der EMM ein.

Uppsala/Schweden - Ein weiteres Ausrufezeichen der deutschen Damen: auch in der zweiten Matchplay-Runde der EMM gehen die Bundesadler siegreich vom Platz. Im Halbfinale gegen das starke dänische Team erzielen sie zwei klare Punktsiege und gewinnen 2:1. Damit zieht die Mannschaft um Trainer Stephan Morales in das Finale der Europameisterschaften ein. Dort trifft sie auf die hochmotivierten Schweden, die ihrerseits deutlich gegen die Damen aus der Schweiz gewonnen haben. 

Never change a winning team

Für das Halbfinale beließen Morales und Co-Trainerin Nicole Gögele die Aufstellung ganz so, wie sie auch schon für das erfolgreiche Viertelfinale gewählt wurde: Helen Kreuzer und Alexandra Försterling spielen den Vierer. Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude) und Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot) spielen die Einzel. Letztere traf auf die starke Amalie Leth-Nissen. Die konnte im Viertelfinale gegen Spanien ein deutliches 7&5 für sich verbuchen. Und auch heute sollte die Dänin erfolgreich sein. 

Denn Schulz-Hanßen machte in der frühen Phase der Begegnung einige Fehler, die von Leth-Nissen schonungslos in Lochgewinne umgemünzt wurden. Nach nur sechs gespielten Bahnen lag Schulz-Hanßen bereits 5down. Der frühe Feierabend war in diesem Duell also beinahe unvermeidlich und so kam es dann auch, dass die Süddeutsche plötzlich neben dem vor ihr spielenden deutschen Vierer stand, als dieser gerade einmal am 14. Grün angelangt war. Der Endstand für Schulz-Hanßen: Niederlage mit 8&6. Zugegeben ein Ergebnis, das das Kräfteverhältnis zwischen der Dänin und der auf Platz 16 der Amateur-Weltrangliste stehenden Deutschen nicht korrekt wiedergibt.

Der Vierer trumpft auf

So oder so, das Ergebnis aus dem Einzel war eine Hypothek für die Deutschen - nun durfte nichts mehr schief gehen. Gut, dass der Vierer mit Alexandra Försterling (G&LC Berlin-Wannsee) und Helen Kreuzer (Frankfurter GC) so gut funktioniert. Die beiden Damen haben erstmals überhaupt im gestrigen Viertelfinale als Viererpartner zusammengespielt und harmonierten dabei großartig. 

In ihrer heutigen Begegnung hatten die beiden Deutschen das Spiel erneut von Beginn an unter Kontrolle. Während die Dänen um die Pars kämpften, waren Kreuzer und Försterling stets solide auf dem Grün und erarbeiteten sich Birdie-Chancen. Zwar fielen die entsprechenden Putts zunächst noch nicht. Aber an den Bahnen fünf und sechs war es dann soweit: Das Duo entschied beide Löcher für sich - und ließ diese Führung auch bis zum Schluss nicht mehr los. 

Zwischenzeitig lagen Kreuzer und Försterling sogar 4up, mussten dann allerdings an den Bahnen 14 und 15 zwei Lochverluste einstecken. Nachdem der dänische Abschlag an Bahn 16 jedoch rechts im Wald landete und die Dänen quer zur Spielbahn retten mussten, ließen sich die beiden deutschen Damen das Heft nicht mehr aus der Hand reißen und spielten die Bahn kontrolliert zum Lochgewinn und damit zum 3&2 Endstand. Und wie schon im Viertelfinale, war es Bahn 16, die die Entscheidung bringen sollte. 

Erfolgsrezept des deutschen Vierers

Das deutsche Duo passt einfach. Helen Kreuzer verrät warum: „Unsere Spiel-Stile sind sehr ähnlich. Wir sind beide ziemlich lang vom Tee und spielen um das Grün herum auch sehr solide. Wir haben beide dieselbe Taktik im Kopf und wir machen auch jeweils nur solche Schläge, mit denen wir beide einverstanden sind. Das hilft uns zusammenzuhalten. Und es ist motivierend. Am Ende wissen wir, dass wir in diesem Team jeden schlagen können.“

Auch Bundestrainer Stephan Morales hat zu seinem bisherigen Erfolgsgespann eine Meinung: „Dieser Vierer ist spektakulär. Vor allem spielt er auch spektakulär. Wo die beiden ihre Pars noch zusammenkratzen, wenn der gegnerische Vierer schon meint, er kann sich den Punkt an diesem Loch schon einstecken. Und dazu kommt: der Platz passt einfach gut zu den beiden. 

Alex und Helen laufen von Anfang bis Ende mit einer starken Motivation über die Bahnen - kommunizieren super miteinander. Und wenn man denen zusieht, hat man immer das Gefühl, die beiden haben das Ding im Griff. Mit den beiden als Front-Läufer vorneweg, das ist so ein schönes Team-Erlebnis.“

Krauter siegt souverän

Es stand nun also 1:1 zwischen Deutschland und Dänemark. Und gerade als Helen Kreuzer und Alexandra Försterling ihren Score unterschrieben und an den beistehenden Referee Stefan Ståhl abgaben, kam auch schon Aline Krauter über die Hügelkuppe des 16. Fairway. Und sie hatte einen gewonnenen Punkt mit im Gepäck: 4&3 lautete ihr Ergebnis. Ihren Vorsprung hat sie sich schon früh herausarbeiten können, und hat diesen dann mit aller Ruhe und Sicherheit nach Hause gespielt. 

Im Runden-Rückblick sagt Aline Krauter: „Cecilie (gemeint ist Cecilie Finne-Ipsen, Anm. d. Red.) hat gut gespielt. Aber ich lag relativ früh auf. Und ich habe ihr auch nie wirklich die Chance gegeben, um zurückzukommen. Ich hatte das Momentum die ganze Zeit auf meiner Seite und das blieb auch bis Bahn 15 so. Ich habe viele gute Bälle auf das Fairway geschlagen und viele gute Annäherungen zeigen können. Und dann sind eben auch ein paar Putts gefallen.“ Der Sieg der deutschen Damen war also perfekt.

Und dennoch: in der Nachbetrachtung erscheint das Ergebnis des Halbfinales vielleicht klarer, als das Spiel wirklich war. Denn die Dänen sind alles andere als Papiertiger. So zollt auch Aline Krauter ihren Respekt: „Die Dänen sind immer ein starkes Team. Die geben nie auf - sind nach hinten raus richtig gut. Und das war schon immer so. Da muss man präsent bleiben und aufpassen, dass man in der Schlussphase nicht doch noch überrollt wird.“

In Schweden gegen Schweden

Nun geht es im Finale der Mannschafts-Europameisterschaften gegen die Gastgeber und Titelverteidiger. Schweden hat in seinem Halbfinale drei deutliche Punkte gegen die Schweiz geholt. 3&1, 3&2 sowie 4&3 lauteten die Ergebnisse. Stephan Morales freut sich auf das anstehende Match: „Ich bin sehr glücklich, denn im Finale steht man nicht jedes Jahr. Es ist zudem ein Traum, hier in Schweden gegen den Titelverteidiger Schweden spielen zu können. Das ist die schönstmögliche Konstellation.“

Und Aline Krauter, die Siegerin des 117. Womens Amateur Championship, gibt sich zuversichtlich: „Die Schweden sind immer ein starkes Team, aber ich glaube, es kann alles passieren. Wir haben eine richtig starke Mannschaft und verstehen uns untereinander so gut. Die Stimmung ist klasse und ich denke, dass wir die Schweden morgen besiegen können.“

Hier geht es zu den Ergebnissen

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