Bild Information: Zwei unter Par: Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude) spielt in der Qualifikation das stärkste deutsche Ergebnis. (Foto: DGV/ Tiess)

Deutschland qualifiziert sich für Flight A

Team-EM Damen
 

In einer regenreichen und anstrengenden Zählspiel-Qualifikation schafft es das deutsche Team in die Spielgruppe der besten acht Mannschaften. Beste deutsche Spielerin war dabei Aline Krauter. Die Matchplay-Phase mit dem Kampf um die Europameisterschaft kann nun kommen. Nächster Gegner: Frankreich.

Uppsala/Schweden - Regenverhangen zeigte sich der Upsala Golfklubb zum Auftakt der Mannschafts-Europameisterschaften der Damen. Und regenverhangen sollte das Wetter auch bleiben, während die Spielerinnen die Zählspiel-Qualifikation absolvierten. Die äußeren Bedingungen verlangten den Mannschaften gleich zu Beginn der EMM einiges ab. So kam es denn auch zumindest zu einigen kleinen Überraschungen. 

Deutschland auf Rang sieben

Denn als Sieger der Zählspiel-Qualifikation gingen weder die amtierenden Europameister und Gastgeber aus Schweden noch die Favoriten aus Frankreich und Italien vom Platz. Vielmehr sind es die Damen aus der Schweiz, die mit ihren 213 Schlägen (-3) eine eindrucksvolle Visitenkarte abgegeben haben. Sie führen das Feld noch vor den Französinnen (215; -1) an. 

Die wiederum haben ihr Abschneiden einer stark spielenden Pauline Roussin Bouchard zu verdanken - die einzige Spielerin der Équipe Tricolore, der an diesem Tag ein Unter-Par-Ergebnis gelang. Aber was für eines: nur 68 Schläge benötigte Bouchard und steht damit an der Spitze der Individualwertung.

Auf Platz drei der Team-Wertung schneidet die Mannschaft aus Dänemark ab (216; Even Par). Dank eines besseren Streich-Ergebnisses stehen die Däninnen vor den schlaggleichen Italienerinnen. Auf dem fünften Rang finden sich die spielstarken Damen aus Schweden ein. Sie haben für ihre Qualifikation 218 Schläge (+2) benötigt. Ihnen folgt das schlaggleiche spanische Team auf Platz sechs. 

Der siebte Rang wird von den Damen aus Deutschland eingenommen. Mit 220 Schlägen (+4) hat die Mannschaft um Coach Stephan Morales das selbst gesteckte Ziel nicht ganz geschafft. Klar ist aber auch: der angestrebte Flight A ist mit diesem Ergebnis erreicht. Und in der Tat hat es der Turnierplatz niemandem wirklich leicht gemacht.

Platz acht - und damit der letzte Qualifikationsplatz für den Flight A - geht an die Mannschaft aus Island mit 221 Schlägen (+5). Den unglücklichen neunten Rang nimmt Tschechien mit 224 Zählern (+8) ein. Aus dem gesamten Teilnehmerfeld ist es übrigens lediglich acht Spielerinnen gelungen, den Platzstandard zu schlagen. 

Krauter mit starker Unter-Par-Runde

In der Einzelbetrachtung der Deutschen wird deutlich: der Score der früh gestarteten Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot) steht mit 79 Schlägen (+7) klar als Streichergebnis fest. Der 17-jährigen Süddeutschen sollten an diesem Tag einfach keine Birdies gelingen. 

Bei den harschen Spielbedingungen schlichen sich allerdings einige empfindliche Schlagverluste auf die Scorekarte. Hierzu zählt ohne Frage auch das Triple Bogey auf Bahn sechs, einer schwer verteidigten Par-3-Bahn.

Helen Kreuzer (Frankfurter GC), die ebenfalls früh am ersten Abschlag stand, notierte eine 75 (+3). Nach den herausfordernden Bedingungen der Qualifikation schaut sie zuversichtlich auf die nächsten Tage: „Heute morgen war es mit dem Regen und dem Wind nicht ganz einfach. Die Grüns haben sehr viel Break, aber im Matchplay kann man aggressiver spielen und dann ist alles möglich.“ 

Ebenfalls eine 75 (+3) spielte die Berlinerin Alexandra Försterling (G&LC Berlin-Wannsee). Die routinierte Nationalspielerin zieht ein selbstkritisches Fazit: „Ich muss zugeben, der Platz hat sich schwerer gespielt, als ich dachte. Trotzdem hatte ich natürlich noch Luft nach oben und hab ein paar gute Birdie-Chancen nicht umgesetzt. Ich freue mich aber um so mehr auf morgen, denn da werden wir sie nutzen.“ 

Den Lichtblick stellte Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude) dar. Nach einem Start mit Birdie hielt sie ihren Score auf den Front Nine zusammen und konnte auf den Back Nine zwei Schläge gut machen. Mit 70 Schlägen (-2) ist sie in der Qualifikation die stärkste Deutsche und spielt sich in der Individualwertung aller Spielerinnen auf den geteilten dritten Platz.

Aline Krauter zieht ihr Fazit für den Tag: „Ich fand, dass sich der Platz heute ziemlich schwer gespielt hat. Ich habe aber immerhin mit einem Birdie angefangen. Dadurch bin ich definitiv mit einem guten Gefühl in die Runde gestartet. Ich kam heute ganz gut mit den Grüns zurecht und habe es auch geschafft, mir mit einer guten Position auf dem Fairway Birdie-Chancen zu erarbeiten. Denn eines ist klar: auf dem Platz bekommt man nichts geschenkt.“

Viertelfinale gegen Frankreich

Mit dem Ergebnis der Zählspiel-Qualifikation stehen auch die Paarungen für die nun anstehende erste Matchplay-Runde fest: das deutsche Team um Coach Stephan Morales spielt im Viertelfinale gegen Frankreich. Nicht unbedingt ein Wunschgegner - denn die Französinnen sind mit starken Spielerinnen vertreten. Aber im Lochspiel gelten bekanntlich eigene Regeln. 

Und im Team herrscht Zuversicht. So sagt Co-Trainerin Nicole Gögele: „Ein siebenter Platz hört sich vielleicht nicht so toll an, aber letztendlich sind wir in den Lochspielen und das ist, was es heute zu erreichen gab. Unser Fokus ist auf morgen gerichtet, jetzt beginnt die eigentliche EM. Wir starten gegen die starken Französinnen - wissend, dass alles möglich ist. Wir freuen uns auf morgen und sind bereit.“

Auch Alexandra Försterling zeigt sich hochmotiviert: „Ich denke wir spielen im Viertelfinale auf jeden Fall gegen ein sehr starkes Team, das man überhaupt nicht unterschätzen darf. Aber ich denke auch das wir mindestens genauso stark sind. Und ich glaube, dass es auf jeden Fall ein interessantes Match wird.“ Die weiteren Paarungen im Flight A lauten Schweiz gegen Island, Dänemark gegen Spanien sowie Italien gegen Schweden.

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