Bild Information: Vorfreude auf das Turnier: Die deutschen Damen sind bereit. (Foto: DGV/ Tiess)

Deutschland will Edelmetall - Schweden will das Triple

Team-EM Damen
 

Im schwedischen Upsala Golfklubb ist alles bereit für die diesjährigen Mannschafts-Europameisterschaften der Damen. Das deutsche Team um Coach Stephan Morales ist startklar für das Rennen um die Medaillen und Schweden will den dritten Titel in Folge.

Uppsala/Schweden - Ganz sicher hat Einar Brekkan, der Präsident des gastgebenden Upsala Golfklubb, dieses Turnier ursprünglich mal anders geplant. Aber die Corona-Pandemie fordert ihren Tribut. So sind in diesem Jahr lediglich zwölf Teams zur EMM gemeldet, statt der sonst üblichen 20 Mannschaften. Und die Anzahl der Spielerinnen pro Team ist auf vier begrenzt. 

Beinahe schon familiär ist da die Atmosphäre auf dem Meisterschaftsplatz des im Jahr 1937 gegründeten Golfclubs. Der schreibt seinen Namen übrigens ganz nach traditioneller Schreibweise nur mit einem „p“, also Upsala. So oder so, Brekkan weiß um den veränderten Charakter des Turniers. Die Motivation seines Golfclubs hat darunter jedoch nicht gelitten. Ganz im Gegenteil: „Wir sind dem Top-Amateur-Golfsport sehr verbunden und setzen viel Energie in die Entwicklung unserer Nachwuchs-Spieler. 

Unsere Spielerinnen und Spieler betreten Plätze in ganz Europa. Mit der Austragung dieses Turniers möchten wir Danke sagen, dass wir überall willkommen geheißen werden. Wir freuen uns sehr, dass wir das Turnier trotz aller Umstände durchführen können. Und ich möchte hoffen und meinen, es wird ein Turnier, an das sich die Spielerinnen gerne erinnern werden.“

Starke Schweden wollen Gold

Ab dem 9. September wird es hoch hergehen, wenn die besten Amateurspielerinnen Europas um den Titel spielen. Mit großen Ambitionen ziehen die Schwedinnen ins Rennen. Auf heimischem Boden und mit einem starken Team wollen sie den dritten Titel in Folge holen. Bei diesem Unterfangen werden einige der anderen Mannschaften ein Wort mitreden wollen. 

Unter anderem dürfen Frankreich und Italien als Favoriten angesehen werden. Das deutsche Team hat seinerseits klare Ambitionen auf eine Podestplatzierung. Dabei gibt Coach Stephan Morales zu bedenken: „Durch die Erfolge unserer Einzelspieler in den vergangenen Wochen ist die Erwartungshaltung sicherlich hoch geschraubt worden. 

Wenn wir uns hier aber mal anschauen, wer alles dabei ist, muss man auch sagen, dass andere Mannschaften mit Spielerinnen antreten, die mitunter deutlich bessere Weltranglisten-Positionen aufweisen. Allein die Schweden haben drei ihrer vier Spielerinnen in den Top Ten des World Amateur Golf Ranking. Eine Favoritenrolle werden wir uns also nicht umhängen.“ 

Und Morales ergänzt direkt: „Trotzdem ist auch klar: wir sind hier mit einem starken Team. Und mit diesem Team ist einiges drin. Wir wollen starkes Golf spielen und wir wollen eine Medaille holen.“

Einflussfaktor Wind

Die Turnieranlage selbst hat sich bei der einzigen offiziellen Einspielrunde mit zwei Gesichtern gezeigt. Zunächst regnete es in Strömen. Im Tagesverlauf klarte das Wetter jedoch auf und die Sonne schien. Coach Morales zieht nach dem Training ein positives Fazit zum „Old Course“ des Golfclubs: „Der Platz ist sehr schön. Die Grüns sind deutlich schneller, als wir erwartet haben. Der Platz spielt sich mit dem Wind durchaus herausfordernd und die eine oder andere Spielbahn wird dann auch einigermaßen lang. 

Ich habe noch kein Gefühl, was die hier notwendigen Scores angeht. Für uns ist auf jeden Fall wichtig, dass wir heute noch ein bisschen regenerieren, denn wir haben eine etwas längere Anreise hinter uns. Wir werden also keine besonders lange Trainingseinheit mehr machen." 

Das ist auch nachvollziehbar, denn für die Deutschen geht es in der am 9. September anstehenden Zählspielrunde bereits um 08:10 Uhr los. Dann steht Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot) am Abschlag. Helen Tamy Kreuzer (Frankfurter GC) beginnt ihre Runde um 08:40 Uhr. Alexandra Försterling (G&LC Berlin-Wannsee) startet 10:20 Uhr. Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude) ist ab 10:50 Uhr am Abschlag. 

Corona-bedingt wird in diesem Jahr nur eine Zählspielrunde absolviert, bevor das Turnier dann in den Matchplay-Modus wechselt. Jeder Fehler kann in diesem hochkarätig besetztem Feld also einer zu viel sein. Spannung ist quasi garantiert.

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