Bild Information: Unvergesslich: Der Triumph in den Niederlanden (Foto: DGV/stebl)

Team-Europameisterschaften stehen an

Team-EM
 

Für die Damen, Herren und Jungen des Golf Team Germany steht der Saisonhöhepunkt an: Die Team-Europameisterschaften werden vom 6. bis 10. Juli ausgetragen.

Wiesbaden - Nachdem im ersten Jahr der Pandemie drei Team-Europameisterschaften ausgetragen wurden und Deutschland dabei zweimal Gold und einmal Silber gewinnen konnte, werden auch in diesem Jahr nur drei von vier Mannschaften des Golf Team Germany zu ihrem Saisonhöhepunkt antreten können. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl und sein Team nicht nach Portugal reisen. Die Titelverteidigung wird damit unmöglich.

Den Titel verteidigen wollen dagegen die Herren um Bundestrainer Ulrich Eckhardt im spanischen Girona.
Die Damen haben in Nordirland die Ehre, einen der besten Links-Plätze der Welt spielen zu dürfen.
Die Team-EM der Jungen war im Vorjahr ausgefallen. In diesem Jahr ist die sehr junge Truppe um Bundestrainer Christoph Herrmann dafür doppelt heiß und wird in Dänemark antreten.

Damen: Links-Golf auf Weltniveau

Der Austragungsort atmet Tradition und verspricht Links-Golf von Weltniveau. Royal County Down liegt in einer phantastischen Umgebung südlich von Belfast, direkt an der Irischen See. Vor den Bergen von Mourne erstreckt sich dieser Links-Course entlang der Küste von Dundrum Bay. Gegründet wurde der Club schon 1889. Harry S. Colt war 1925 daran beteiligt, einige Löcher des Platzes neu zu gestalten. Der Club ist stolz darauf, dass nahezu alle Weltstars des Golfsports zu Gast waren.
Die oftmals schmalen Fairways werden von beeindruckenden Dünen begleitet. Das Farbenspiel von Heidekraut und Ginster neben den Fairways ist zwar optisch ein Hochgenuss, bildet aber eine zusätzliche Gefahr im Spiel, denn Ballverluste sind hier vorprogrammiert. Die Bunker sind weltberühmt und teilweise extrem schwer zu spielen. Die Grüns sind schnell und sehr onduliert. Auf diesem Platz kann nur bestehen, wer jeden Schlag sehr gut plant.
Stephan Morales reist voller Zuversicht zu diesen Titelkämpfen nach Nordirland. „Wir kennen den Platz, weil wir dort schon eine British Women´s Amateur Championship gespielt haben. Wir haben Spielerinnen im Team, die Links-Golf können. Allen voran Aline Krauter, die 2019 die British Amateurs gewonnen hat. Deshalb wird mir nicht Angst und Bang, wenn es windig wird oder das Wetter schlecht ist. Die größere Herausforderung wird für uns die Bubble-Situation werden, in der diese Team-EM ausgetragen wird“, so der Bundestrainer.
Neben der Siegerin der 117. Women´s Amateur Championship, die beim Stuttgarter GC ihre sportliche Heimat hat, werden in Nordirland Spielerinnen den Bundesadler tragen, die alle das Gefühl kennen, große Turniere zu gewinnen. Alexandra Försterling (G&LC Berlin-Wannsee) hat sich jüngst in Hamburg mit großem Vorsprung den Titel bei den Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland geholt.
Helen Kreuzer vom Frankfurter GC hat in ihrem letzten College-Jahr das große Finalturnier, die „Nationals“ der Divison 2 in den USA gewonnen und ist zudem amtierende Deutsche Meisterin. Polly Mack (Berliner GC Stolper Heide) hat sich die nationale Krone ebenfalls schon einmal aufgesetzt und war mehrfach bei großen Turnieren im US-College-Golf erfolgreich. Chiara Horder (GC München Valley) und Sophie Witt (GC Hubbelrath) haben 2020 bei der Team-EM der Mädchen gewonnen.

Herren: Als Titelverteidiger nach Spanien

Ursprünglich war Schweden als Gastgeber für die Herren vorgesehen, aber aufgrund der Pandemie-Lage wurde der Austragungsort geändert. PGA Catalunya ist ganz sicher ein würdiger Ersatz. Der Stadium-Course gilt als anspruchsvoll und selektiv. 2014 wurde in Girona die Open de España ausgetragen, schon zwei Jahre zuvor wurde der Platz zum besten in Spanien gewählt.


Der Bundestrainer kennt den Platz noch nicht. Durch die kurzfristige Verlegung war es auch nicht mehr möglich, einen Vorbereitungslehrgang dort einzuplanen. Co-Trainer Thomas Gögele hat in PGA Catalunya aber bereits gespielt und wird seine Erfahrungen in die Vorbereitung der Athleten einbringen.
„Wir haben ein starkes Team. Vom Papier her sind Spanien und Schweden aufgrund der Weltranglisten-Positionen besser. Wenn wir diese Teams schlagen wollen, müssen wir eine Superleistung abrufen. Das erste Ziel ist immer, dass wir uns für Flight A qualifizieren. Anschließend im Lochspiel kann alles passieren. Wir müssen uns vor niemandem verstecken, haben sehr starke Spieler und ich freue mich auf diese Team-Europameisterschaft“, geht Ulrich Eckhardt zuversichtlich in dieses Turnier.
Das deutsche Team tritt in Spanien mit den vier Helden von Hilversum an, die vor einem Jahr erstmalig für Deutschland in triumphaler Art und Weise den Titel bei einer Team-EM gewinnen konnten.


Der zweifache Europameister Matthias Schmid hat unmittelbar vor dieser Team-EM seinen Titel nicht verteidigt, weil er zeitgleich bei der BMW International Open antrat. Im Kreise der Profis der European Tour spielte der Bayer groß auf und verpasste im Endklassement die Top Ten nur knapp.
In diesem Jahr war Jannik de Bruyn vom GC Hösel auf Rang sechs bester Deutscher bei der Einzel-EM. Marc Hammer vom GC Mannheim-Viernheim und Nick Bachem (Marienburger GC) haben beide schon Turniere der Pro Golf Tour gewonnen; der Kölner in diesem Jahr sogar schon zweimal, ganz aktuell auch die Gradi Polish Open.
Zu den vier Helden von Hilversum stoßen Wolfgang Glawe vom GC Mannheim-Viernheim und Timo Vahlenkamp (Berliner GC Stolper Heide), der wie auch Jannik de Bruyn und Nick Bachem als Sportsoldat von der Bundeswehr gefördert wird.

Jungen: Sehr junges Team mit Perspektive

„Wir freuen uns alle riesig auf diese Team-EM, auch wenn es uns für die Mädels leid tut, dass sie in diesem Jahr nicht spielen können. Wir haben eine relativ unerfahrene Mannschaft“, spielt Christoph Herrmann darauf an, dass einzig Tiger Christensen schon einmal bei einer Team-EM dabei war. 2019 gewann der Athlet des Hamburger GC, der auch ansonsten über viel internationale Erfahrung verfügt, mit der Mannschaft in Frankreich die Silbermedaille.
„Wir haben eine ganz junge Mannschaft, die wir auch schon etwas perspektivisch mit Blick auf unsere Heim-EM 2022 in St. Leon-Rot sehen. Wir werden ein Erfahrungsjahr haben, aber das heißt nicht, dass wir ohne Ambitionen nach Dänemark fahren. Wir wollen vorne mitspielen und sind hoch ehrgeizig. Die Spieler sind gut. Aber im Jugendbereich sind immer auch Erfahrungen und die Entwicklung der Athleten wichtige Faktoren“, erklärt der Jungen-Bundestrainer.
Mit Tim Wiedemeyer (Münchener GC) und Finn Kölle (GC St. Leon-Rot) sind sogar zwei Talente aus dem Jahrgang 2005 dabei. Wiedemeyer hat mit seinem Sieg bei der Deutschen Lochspielmeisterschaft in diesem Jahr bewiesen, dass er im Matchplay auch gegen erfahrene Spieler sehr gut bestehen kann. In Bayern hat er trotz seiner Jugend schon alle Titel gewonnen, die man gewinnen kann.
Carl Siemens vom Berliner GC Stolper Heide und Tom Haberer (GC Hannover) haben gemeinsam schon erfolgreich bei der European Young Masters gespielt, gehören aber immer noch zu den jüngeren Teilnehmern, obwohl sie im Junior Team Germany schon etabliert sind. Die beiden werden im Vierer zusammen spielen.
Tiger Christensen (Hamburger GC) und Yannick Malik (GC St. Leon-Rot) sind beide Jahrgang 2003, aus dem sich bei dieser Team-EM der Jungen üblicherweise die Mannschaften zusammensetzen. Der Athlet des GC St. Leon-Rot hat international schon einige Turniere in der Top Ten abgeschlossen und war auch 2020 für das Team nominiert.
Nördlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen erwartet das Jungen-Team mit dem Furesø GC einer der besten und selektivsten Golfplätze Seelands. Nur strategische Spiel ermöglich hier, sich gute Birdiechancen zu erarbeiten.
Der Platz gliedert sich in drei Schleifen, von denen Hestkøbgaard und Farum gespielt werden. Durch viele Teiche, Bäume und Bunker sowie einige Doglegs werden die Jugendlichen gefordert werden. Die Grüns sind schnell und recht onduliert. Christoph Herrmann fast seinen Eindruck des Courses in einem Wort zusammen: „Tricky!“
Die älteste Schleife stammt aus dem Jahr 1974 und wurde im Laufe der Jahre um zwei weitere Schleifen erweitert. Im Jahr 2015 wurden alle 27 Löcher vom schottischen Golfplatzarchitekten Tom Mackenzie überarbeitet. 2014 bekam der Furesø GC als erster Golfclub den dänischen Golfsport-Umweltpreis.

Vorstand Sport hofft auf gute Ergebnisse

Marcus Neumann, Vorstand Sport im DGV, ist kurz vor dem Start der Team-Europameisterschaften traurig darüber, dass die Mädchen in diesem Jahr keine Chance bekommen, ihren Titel zu verteidigen: „Die Bedingungen, die wir den Athletinnen und Betreuern hätten zumuten müssen, um in Portugal anzutreten, wären nicht vertretbar gewesen. Angesichts der Entwicklung in der Region Lissabon haben wir auch aus Fürsorge für unser Team die Entscheidung treffen müssen, die Teilnahme abzusagen.
Umso mehr freue ich mich, dass wir in der kommenden Woche spannende Tage mit den anderen drei Mannschaften erleben werden. Ich bin überzeugt, dass sich alle Athleten so gut es in diesem zweiten Corona-Jahr möglich war, vorbereitet haben. Natürlich hoffen wir wieder auf die eine oder andere Medaille, sind uns aber bewusst, dass jeder Podiumsplatz bei der starken Konkurrenz immer eine ganz besondere Auszeichnung ist.“

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