Bild Information: Am zweiten Matchplay-Turniertag der Team-EM erspielt sich die deutsche Nationalmannschaft der Herren einen 3:2 Sieg gegen die Schweiz. (Foto: DGV)

Sieg gegen die Schweiz

Team-EM 2017
 

Am zweiten Matchplay-Turniertag erspielt sich die deutsche Nationalmannschaft der Herren einen 3:2 Sieg gegen die Schweiz. Mit einer starken Vorstellung schickt dabei Yannik Paul sein Gegenüber nach kurzem Prozess und einem Ergebnis von 7&6 früh zurück ins Clubhaus. Match Winner ist Hurly Long, der den entscheidenden Punkt gegen die Eidgenossen erzielt.

Atzenbrugg, Österreich - Endlich die Erlösung! Am vierten Tag der Europäischen Mannschaftmeisterschaften können die Bundesadler um Coach Uli Zilg den befreienden Sieg verzeichnen. Wer jedoch denkt, dass die Eidgenossen ihre Punkte verschenkten, der hat sich geschnitten. Vielmehr machten die Schweizer einen auf „schottisch“ und zeigten sich ziemlich geizig.

Gut, dass da gerade Yannik Paul (GC Mannheim-Viernheim) des Weges kam. Der war zwar in der letzten der insgesamt fünf Partien gestartet, beendete seine Runde gegen Alessandro Noseda allerdings vor allen anderen. Mit einem Fabel-Ergebnis von 7&6! Ein sicherer Punkt also auf dem Konto der Deutschen. Routinier Yannik Paul zieht ein abgeklärtes Fazit: „Ich hab heute sehr gut gespielt, habe keine Fehler gemacht, ein paar gute Putts gelocht. Das war schon eine Premium-Runde. Jetzt wollen wir morgen nochmal gewinnen - dann können wir mit zwei Siegen wenigstens ein gutes Ende des Turniers verzeichnen.“

Danach kam es zur Entscheidung im Vierer - und hier glichen die Schweizer wieder aus. Denn Raphael Geißler (GC St. Leon-Rot) und Marc Hammer (GC Mannheim-Viernheim) unterlagen in diesem eng umspielten Match gegen das Duo Ameil-Planchin/Cohen mit 2&1. Und dann das: Alexander Herrmann (Stuttgarter GC Solitude), der herausragende deutsche Leistungsträger der letzten Tage, muss seinen Punkt nach einer hochklassigen Partie gegen Jeremy Freiburghaus mit 3&1 abgeben. Plötzlich lagen die Deutschen doch hinten. Wieder. Traumatische Zustände? Nicht, wenn man Max Schmitt (GC Rheinhessen-Wißberg) fragt. Der zog sein ebenfalls auf Top-Niveau geführtes Duell gegen Michael Weppernig eiskalt durch und beendete die Runde frühzeitig an Bahn 17 mit einem 2&1. Damit hatten beide Mannschaften zwei Punkte sicher. Ausgleich also.

Entscheidung im letzten Match

Und alles stand und fiel mit einer Begegnung: In der spielte Hurly Long (GC Mannheim-Viernheim) gegen Robert Foley. Durch die vorzeitigen Entscheidungen in den anderen Matches, waren die beiden Herren die letzte noch spielende Partie. Long lag 1auf in Führung, als er an den Abschlag von Loch 18 trat. Er wählte für die Par-3-Bahn ein Eisen 8 und schlug seinen Ball souverän ins Grün. Drei Meter Distanz ließ er sich zur Fahne. Eine krasse Hypothek für seinen Gegenspieler. Denn Foley war ja ohnehin schon im Zugzwang. Wenn er das Match halbieren wollte, musste er dieses Loch gewinnen. Der Schweizer zeigte allerdings Nerven und setzte seinen Abschlag ins Wasser. Das war die Entscheidung.

Hurly Long resümiert nach der Runde: „Robert und ich haben heute beide richtig gut gespielt - es war ein hochklassiges Match. Als ich auf die 18 kam, lag ich 1auf. Mit meinem Abschlag konnte ich den Ball bis auf drei Meter an die Fahne hauen. Schlussendlich war das dann genug, um auch dieses Loch noch mitzunehmen. Ich bin sehr glücklich, dass ich für uns heute den finalen und entscheidenden Punkt geholt habe.“

Nach dem hart erstrittenen Sieg kann Bundestrainer Uli Zilg erstmals in dieser Team-EM ein umfassend positives Fazit ziehen: „Wenn man das heute gesehen hat, fragt man sich, warum sowohl die Schweizer als auch wir in der Qualifikation so schlecht abgeschnitten haben. Die Matches waren erstklassig in jeder Beziehung. Selbst um die von uns heute abgegebenen Punkte haben wir hart gekämpft und dort gutes Golf gezeigt. In jedem Fall tut es gut, hier heute dieses kleine Erfolgserlebnis zu haben.“

Vielleicht gesellt sich morgen ja noch ein zweites Erfolgserlebnis hinzu. An diesem letzten Tag der Europameisterschaften nämlich spielen die Herren des Golf Team Germany gegen die Belgier, die ihrerseits überraschend das Team aus Wales geschlagen haben.

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