Bild Information: Im Spiel um Bronze messen sich am Samstag Deutschland und Italien - hier Sarina Schmidt und Alessandra Fanali nach der zweiten Zählspiel-Runde. Foto: EGA

Deutsche Damen ohne Glück gegen Schweden

Team-EM Damen
 

Das deutsche Damen-Team hat bei der European Ladies' Team Championship 2019 in Italien den Einzug ins Finale verpasst. In der Vorschlussrunde unterlag die Auswahl von Bundestrainer Stephan Morales auf dem Platz des Is Molas Golf Club auf Sardinien den Spielerinnen aus Schweden mit 1:6, wobei das Ergebnis deutlicher ausfiel als die Partien lange Zeit verliefen. Im Spiel um Platz 3 und damit EM-Bronze treffen die DGV-Akteurinnen am Samstag auf Italien.

Pula/Italien – "Die Vierer können vorentscheidend sein", hatte Stephan Morales, Head-Coach der deutschen Damen, vor Beginn der Matchplay-Phase gesagt. Sie waren vorentscheidend in der Halbfinalpartie gegen Schweden: Mit 5&4 gaben Polly Mack und Leonie Harm ihre Partie am späten Vormittag überraschend deutlich ab, Sophie Hausmann und Sophia Zeeb wehrten sich lange, mussten aber dann - ganz exakt wie am Vortag im Viertelfinale gegen Dänemark - am ersten Extra-Loch ebenfalls den Kontrahentinnen aus Schweden den Vortritt lassen. Mit einem 0;2-Rückstand ging es damit in die Einzel, und eine Aufholjagd war gefragt.

DAS ERGEBNIS DES HALBFINALES GEGEN SCHWEDEN

Doch anders als gegen die Däninnen schafften es Deutschlands beste Amateur-Damen diesmal nicht, die Partie in den Einzeln zu gewinnen. Jeweils mit 3&2 verloren Sarina Schmidt und Polly Mack ihre Matchplays, Aline Krauter hatte mit 2&1 das Nachsehen. Die Partien von Sophie Hausmann und Leonie Harm wurden schließlich als geteilt gewertet, da fürs Ergebnis letztlich bedeutungslos.

Damit hatten die an diesem Tag starken Schwedinnen sechs der verfügbaren sieben Punkte auf ihr Haben-Konto gebucht und das Final-Ticket gelöst; im Spiel um den EM-Titel treffen sie am Samstag auf Spanien, das Italien mit 4:3 besiegte. Die Gastgeberinnen sind Deutschlands Kontrahentinnen im Spiel um Bronze.

"Irgendwann hat sich alles gegen uns gedreht."

"Das sieht auf dem Papier jetzt wesentlich deutlicher aus, als es auf dem Platz da draußen war", so Nicole Gögele, Co-Trainerin der deutschen Damen, nach der Partie gegen Schweden. "Einen Vierer haben wir deutlich verloren, den zweiten wieder sehr unglücklich am 19. Loch. In den Einzeln lagen wir dann eigentlich bis zum 10. Loch sehr gut im Wettbewerb, waren in fast allen Partien vorn und hatten eine gute Chance, das gesamte Match zu gewinnen."

Doch auf dem Weg zurück zum Clubhaus wendete sich das Blatt: Die Skandinavierinnen machten Punkt um Punkt gut, gingen ab den Löchern 12/13/14 in Führung und gaben ihren Vorsprung bis zum Ende nicht mehr ab. "Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir nicht mehr um den Titel spielen können, aber Schweden hat am Ende echt gut gespielt, und irgendwann hat sich alles gegen uns gedreht", so Nicole Gögele. "Aber die Stimmung ist immer noch gut im Team, wir sind zuversichtlich für morgen und wollen gegen Italien jetzt unbedingt Bronze holen."

DAS SPIEL UM BRONZE GEGEN ITALIEN

Die Partie beginnt am Samstag wieder mit zwei klassischen Vierern, um 8:24 Uhr schlagen Sophie Hausmann und Leonie Harm ab, um 8:34 Uhr greifen Sarina Schmidt und Aline Krauter für die deutschen Farben ins Geschehen ein. Ein Auftakt, von dem viel abhängen wird, denn bekanntlich können Vierer vorentscheidende Bedeutung haben.

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