Bild Information: Hart erkämpft: Am zweiten Tag der prestigeträchtigen European Youngs Masters hält das junge deutsche Team die Spitze der Wertung. (Foto: DGV)

Deutschland hält die Spitze  

European Young Masters
 

Am zweiten Tag des prestigeträchtigen European Youngs Masters hält das junge deutsche Team die Führung in der Mannschaftswertung. Paula Schulz-Hanßen übernimmt zudem die Spitze in der Einzelwertung der Mädchen.  

An einem windigen und wieder einmal heißen zweiten Wettkampftag des European Young Masters behauptet sich das Junior Team Germany knapp gegen ein sehr starkes Wettbewerbsfeld und steht weiterhin an der Spitze der Teamwertung. Den stärksten Score hat dabei Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot) abliefern können. Nach der starken 69 des ersten Wettkampftages unterschrieb sie heute eine noch tiefere 67 (-5). Lediglich am ersten Par 3 des Platzes musste sie einen Schlagverlust verbuchen. Dem konnte sie allerdings ganze sechs Birdies gegenüber stellen.

Mit diesem Ergebnis trägt die Bundesliga-Spielerin klar zur Verteidigung der aktuellen Spitzenposition in der so wichtigen Teamwertung bei. Darüber hinaus übernimmt sie auch die Führung in der Einzelwertung der Mädchen. Sie verbessert sich um vier Positionen und liegt nun mit 136 Schlägen (-8) knapp vor der Französin Lilas Pinthier mit 137 Schlägen (-7). Die stärkste Runde der Mädchen hat heute allerdings eine Niederländerin gespielt. Anne Sterre den Dunnen benötigte nur schmale 65 Zähler (-7) und leistete sich bei diesem Ergebnis sogar noch zwei Bogeys. In der Einzelwertung stürmt den Dunnen ganze 16 Positionen gen Spitze und steht nun gemeinsam mit Mirabel Ting aus Malaysia auf dem geteilten dritten Rang (138 Schläge; -6).

Schulz-Hanßen im Leader-Flight

So oder so, Paula Schulz-Hanßen geht zuversichtlich aus diesem zweiten Wettkampftag: „Ich bin mit der Runde sehr zufrieden. Ich habe mir viele Birdie-Chancen erarbeitet, von denen ich zwar nicht so viele nutzen konnte. Andererseits habe ich mir wenig Fehler erlaubt und den Score dadurch gut zusammen gehalten. Ich bin zuversichtlich und denke, dass wir das morgen hinkriegen.“ Den Grundstein dafür hat die St. Leon-Roter Spielerin heute jedenfalls eindrucksvoll gelegt. Dafür geht sie am morgigen Finaltag im Leader-Flight auf die Runde.

Die zweite deutsche Spielerin, Magdalena Maier (Münchener GC), konnte heute nicht ganz an das Ergebnis des ersten Spieltags anknüpfen und unterschrieb eine Par-Runde. In der Einzelwertung liegt sie mit ihren 141 Zählern (-3) auf T9. Maier hatte mit einigen Höhen und Tiefen zu kämpfen. Zu guter Letzt musste sie bei einem eigentlich versöhnlichen Zwischenergebnis von zwei Schlägen unter Par ein unglückliches Finish mit Bogey-Bogey hinnehmen.

Um wirklich zufrieden aus der Runde zu gehen, ist das sicher nicht hilfreich - aber die junge Münchner Spielerin kann Ergebnis und Spiel differenziert darstellen: „Über den Score heute habe ich mich nicht wirklich gefreut, denn da war eigentlich viel mehr drin. Ich hatte echt gute Schläge. Aber der Wind hat das Spiel erschwert und die Bedingungen waren auch generell anspruchsvoller. Trotz allem bin ich mit meinem Golf durchaus zufrieden, denn ich habe 100 Prozent gegeben und das ist die Hauptsache.“

Christensen erkämpft das Even Par

Auch Tiger Christensen kam an diesem zweiten Turniertag mit einer Par-Runde vom Platz, die angesichts des Rundenverlaufs ebenfalls als äußerst kampfstarkes Ergebnis zu werten ist. So musste der Hamburger gleich an Bahn zwei eine Hypothek aufnehmen, als er sich auf dem Par-5-Loch ein unglückliches Doppelbogey einfing. An Bahn sechs gesellte sich ein weiterer Schlagverlust hinzu. Mit drei Schlägen über Par ging Christensen auf die Back Nine und doch gelang es ihm, am Ende alle drei Fehler mit Birdies auszugleichen - den letzten punktgenau am 18. Grün. In der Einzelwertung der Jungen steht der Hamburger mit 140 Schlägen (-4) auf dem geteilten elften Rang.

Ähnlich erging es dem spät gestarteten Yannick Malik - auch er konnte nicht ganz an die Form seiner Auftaktrunde anknüpfen. Dennoch gelang es ihm, mit 71 Schlägen (-1) ein respektables und vor allem hart erarbeitetes Ergebnis zu unterschreiben. Denn mit dem am Nachmittag zunehmenden Wind und den nun schon spürbar zertretenen Grüns waren tiefe Ergebnisse immer schwieriger zu erzielen. Von der Spitze der Einzelwertung muss Malik sich zumindest für den Moment verabschieden - mit 135 Schlägen (-9) steht er auf dem vierten Platz. Aktuell trennen ihn fünf Schläge von der Führung, denn der Norweger Michael Alexander Mjaaseth hat mit seiner 66 (-6) auch an diesem zweiten Turniertag einen fabelhaften Score abgegeben. Er steht mit 130 Zählern und 14 unter Par wohlverdient an Platz eins.

Alles für das Team

Malik zieht ein reflektiertes Fazit: „Ich habe viele Chancen liegen gelassen - habe aber über die Runde hinweg versucht, weiter zu kämpfen. Auf den Bahnen 12 und 13 habe ich zwei dumme Bogeys gemacht. An der 15 konnte ich mit einem Birdie kontern und an Bahn 16 geht mein Eagle-Putt leider aus zwei Metern vorbei. Ich bin nicht sehr zufrieden. Aber dem Team hat es immerhin ein bisschen was gebracht und das ist gut. Morgen versuche ich, dass es wieder besser wird und ich einen guten Score für das Team reinbringe, sodass wir vor allem in der Teamwertung stark abschneiden.“

Der betreuende Athletik-Bundestrainer Chris Marysko resümiert den Wettkampftag aus seiner Sicht: „Das heute war eine herausragende Teamleistung bei deutlich schwereren Bedingungen als gestern. Unsere vier Spielerinnen und Spieler haben heute stark gekämpft und mit dem Tagesergebnis sind wir mehr als zufrieden. Alle vier sind nun schon über zwei Tage hinweg ohne Über-Par-Runde ausgekommen. Ich bin stolz auf die Truppe und wir freuen uns einfach nur auf morgen.“

Deutschland führt mit einem Schlag

In der Summe steht das Junior Team Germany mit 411 Schlägen (-21) nach wie vor an der Spitze der Mannschaftswertung. Der Vorsprung allerdings ist in der sengenden Hitze Tschechiens auf einen einzigen Schlag abgeschmolzen. Mit 412 Schlägen (-20) steht Frankreich dicht hinter den Deutschen. Und auch die Niederlande sind dank Anne Sterre den Dunnen und Nick Slobbe nur noch zwei Zähler von der Führung entfernt (413 Schläge; -19). Aber nicht nur in der Teamwertung ist für den Finaltag pure Spannung angesagt.

Auch die Einzelwertungen sind nach wie vor heiß umkämpft - ganz wie es sich für ein so hochklassiges und wegweisendes Nachwuchsturnier gehört. Magdalena Maier jedenfalls geht mit Selbstbewusstsein in den Finaltag: „Für morgen wollen wir nochmal Vollgas geben, richtig tief schiessen und das Ding nach Hause bringen. Wir gehen voller Motivation und guter Gedanken in den Finaltag und rocken das da!“

Livescoring Bericht zum ersten Turniertag

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