Bild Information: Marc Hammer (re.) gratuliert Jannik de Bruyn nach einem spannenden Semifinale (Foto: DGV/stebl)

Meister entthront

DLM 2021
 

Am Tag der Halbfinals kehrt in Mittelfranken der Frühling zurück und macht es für die Athleten angenehmer, zu spielen. Titelverteidiger Marc Hammer hat im Duell mit Jannik de Bruyn einen großen Kampf geliefert, aber am Ende doch das Nachsehen. Auch Chiara Horder unterlag in ihrem Halbfinale, so dass beide Meister von 2019 am Final-Sonntag noch um die Bronzemedaille spielen.

Lichtenau – Marc Hammer hatte im Halbfinale gegen Jannik de Bruyn am Anfang einen großen Rückstand aufgebaut, kämpfte sich dann aber zurück. Das Duell der beiden Helden von Hilversum war ein Kampf auf Augenhöhe, bei dem sich am Ende der etwas Glücklichere über den Einzug ins Finale freuen durfte.
Jannik de Bruyn machte vom Start weg vier Birdies in Serie und lochte dabei auch zwei lange Putts. Nach diesem famosen Start führte der Sportsoldat des GC Hösel schon mit 4auf, konnte auf Bahn 7 sogar auf 5auf erhöhen.


Dann kam die große Zeit des Titelverteidigers. Der Athlet des GC Mannheim-Viernheim holte Loch für Loch auf und nachdem er auf dem 15. Grün auf 1down herangekommen war, sprach das Momentum eigentlich schon ein bisschen für Marc Hammer.
Doch DGV-Aktivensprecher de Bruyn kam wieder in Tritt, erhöhte auf Loch 16 auf 2auf und machte auf dem 17. Grün mit 2&1 den Sack doch noch zu.

Debütant im Finale

Im zweiten Halbfinale standen sich der Deutsche Meister der AK 16 und ein Routinier aus Hamburg gegenüber. Tim Wiedemeyer, der erstmalig für eine Deutsche Lochspielmeisterschaft qualifiziert ist, zeigte gegen Sebastian Sliwka eine tadellose Leistung. Der Youngster des Münchener GC spielte vom Tee sehr sicher und konnte seine Stärken im kurzen Spielen ebenso nutzen, wie sein gutes Gefühl auf den Grüns. „Ich bin sehr glücklich, dass ich es trotz des starken Teilnehmerfeldes soweit gebracht habe und freue mich auf die Runde morgen mit Jannik de Bruyn“, strahlte Wiedemeyer nach dem letzten Putt.
Auf Bahn 1 war der Bayer in Führung gegangen und musste nur einen einzigen Lochverlust hinnehmen, ohne aber je den Ausgleich zu kassieren. Lange stand es 1auf oder 2auf. Mit Lochgewinnen auf den Bahnen 12 und 14 zog der 16-Jährige entscheidend davon und sparte mit 4&3 am Ende Kraft für das Finale.

Europameisterin marschiert

Als 2019 die letzte DLM ausgetragen wurde, war Paula Schulz-Hanßen als Debütantin ins Finale gekommen, hatte dort aber gegen Chiara Horder den Kürzeren gezogen. 2021 steht die Europameisterin erneut im Finale. Im Semifinale gegen Fiona Liddell hatte die SLR-Athletin einen guten Start, spielt konzentriert weiter und ließ sich das Momentum nie nehmen. Auf Bahn 2 holte sich PSH den ersten Lochgewinn und lochte anschließend auf der Frontnine praktisch alle wichtigen Putts. Mit einer souveränen 5auf-Führung kreuzten die Kontrahentinnen auf die Backnine. Hier passierte nicht mehr viel. Die für den Hamburger GC startende Westfälin konnte nicht verkürzen, ließ die Favoritin aber auch nicht noch weiter davonziehen, so dass auf dem 14. Grün der 5&4-Sieg für Paula Schulz-Hanßen feststand.


Die Siegerin dieses Matches war in der warmen Abendsonne in Lichtenau zufrieden: „Mein langes Spiel war heute so gut wie schon lange nicht mehr. Meine Bälle hatten wenig Kurve und auch über meine Wedges hatte ich eine gute Kontrolle.“
Im Hinblick auf das Finale formulierte die 18-Jährige eine einfache Vorgabe: „Morgen will ich einfach Spaß haben und viele Birdies spielen!“

Debütantin entthront Meisterin

Im Finale trifft Paula Schulz-Hanßen auf eine Newcomerin. Helen Briem vom Stuttgarter GC Solitude lieferte sich mit der Titelverteidigerin ein sehenswertes Duell. Chiara Horder lag oft etliche Meter kürzer als die hoch aufgeschossene Nürtingerin. „Meine Abschläge waren heute besonders gut. Auf dem Platz hier kann ich viel abkürzen. Lichtenau ist echt ein cooler Matchplay-Platz“, strahlte die 15-Jährige aus dem Junior Team Germany nach dem Halbfinal-Sieg.
Durch ihre langen Abschläge hatte die Schwäbin viele kurze Annäherungen und erarbeitete sich viele Birdiechancen. Dennoch gestaltete die routiniertere Spielerin des GC München Valley das Match ständig offen und ließ die Solituderin nie davonziehen. Allerdings lag die Bayerin des National Team Germany selbst auch zu keinem Zeitpunkt in Front und konstatierte angesichts der Längen im Spiel ihrer jüngeren Konkurrentin sichtlich beeindruckt nach der 2&1-Niederlage: „Helen spielt einfach anders Golf.“
Der Respekt war nach dem Sieg bei Briem aber weiterhin sehr groß: „Als Debütantin die Titelverteidigerin zu schlagen, fühlt sich natürlich toll an. Ich freue mich auf morgen. Im Kadertraining habe ich schon öfters gegen Paula gespielt. Ich habe morgen keinen Druck und kann locker spielen.“

Finaltag

Am Sonntag stehen die Finals an. Ab 9.00 Uhr wird um die Plätze 5 bis 32 gespielt. Um 13.40 Uhr treffen bei den Damen Chiara Horder und Fiona Liddell im Kampf um Bronze aufeinander. Das Finale der Damen zwischen Paula Schulz-Hanßen und Helen Briem startet um 13.50 Uhr.
Um 14.00 Uhr gehen Sebastian Sliwka und Marc Hammer in ihr Duell um den dritten Podiumsplatz raus, ehe ab 14.10 Uhr das Finale der Herren zwischen Jannik de Bruyn und Tim Wiedemeyer steigt.

Zuschauer sind auch am Finaltag aufgrund der Corona-Regeln nicht zugelassen.

So lief Tag 2 Livescoring Damen Matchplay Livescoring Matchplay Herren

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