Bild Information: Sieg auf dem zweiten Extraloch und Einzug ins Halbfinale: Fiona Liddell vom Hamburger GC (Foto: DGV/stebl)

Viertelfinalspannung

DLM 2021
 

Bei etwas steigenden Temperaturen kommt auch die Deutsche Lochspielmeisterschaft weiter auf Touren. In teilweise sehr hart um kämpften Matches geht es um den Einzug ins Halbfinale, wobei bei den Damen Paula Schulz-Hanßen, Chiara Horder, Helen Briem und Fiona Liddell den Sprung in die Vorschlussrunde schaffen.  

Lichtenau – Auch der zweite Tag der Deutschen Lochspielmeisterschaften begann feucht-kalt, wie der erste Tag aufgehört hatte. Am frühen Mittag kam dann in Franken die Sonne durch und die Kälte wurde erträglicher.
Im Viertelfinale hatte es Europameisterin Paula Schulz-Hanßen eilig. Die Spielerin, die im Vorjahr sowohl den EM-Titel mit dem Mädchen-Team und im Einzel sowie die Silbermedaille mit dem Damen-Team errungen hat, führte nach drei Bahnen gegen Eva-Lucia Lindner vom 1. GC Fürth schon mit 3auf und erhöhte schnell auf 5auf. Die Bahnen 7 und 9 sicherte sich die Fränkin und verkürzte damit kurzzeitig, aber Lindners Hoffnungen, gegen die 18-Jährige aus St. Leon-Rot das Blatt wenden zu können, wurden von PSH schnell wieder zunichte gemacht. Auf dem 13. Grün endete dieses Duell mit einem klaren 6&5-Sieg für die Favoritin aus der Kurpfalz.

Stechen

Deutlich spannender lief es im Match zwischen Fiona Liddell und Marie-Agnes Fischer. Die Münchenerin holte sich das erste Loch, aber die für den Hamburger GC antretende Spielerin aus Ostwestfalen glich umgehend aus.


Danach ging Marie-Agnes Fischer wiederum in Front und baute diese bis Bahn 12 zu einer 3auf-Führung aus. Es schien eine Vorentscheidung gefallen, aber Fiona Liddell zeigte sich gewohnt kämpferisch. Mit Lochgewinnen auf den Bahnen 13, 16 und 18 glich die Falkensteinerin wieder aus, so dass das Match in die Verlängerung ging. Das Momentum war nun auf Seiten der ehemaligen College-Studentin und auf dem zweiten Extraloch durfte Liddell über den Einzug ins Halbfinale jubeln.

Titelverteidigerin

Titelverteidigerin Chiara Horder schickte sich vom Start weg an, kurzen Prozess mit Emily Böhrer machen zu wollen. Zwar glich die SLR-Athletin gegen die Favoritin vom GC München-Valley auf Loch 2 die frühe Führung wieder aus, aber danach zauberte Horder einige Schläge auf den Platz des GC Lichtenau-Weickershof, so dass sie nach sieben gespielten Bahnen nicht nur vier unter Par lag, sondern auch mit 4auf in Front.
Mit Lochgewinnen auf den Bahnen 8, 12 und 13 gestaltete Emily Böhrer das Match aber wieder spannend, konnte aber letztlich doch nicht mehr den Ausgleich erzwingen. Auf dem 18. Grün endete dieses Duell mit einem denkbar knappen Sieg für Chiara Horder.

Ständig auf Messers Schneide

Das vierte Viertelfinale war ein Duell, das sportlich auf Augenhöhe ablief, auch wenn Helen Briem vom Stuttgarter GC als mit Abstand größte Athletin des Feldes ihre Kontrahentin um viele Zentimeter überragt.
Charlotte Back, die wie Paula Schulz-Hanßen und Chiara Horder kräftigen Anteil am Sieg der Mädchen des Junior Team Germany bei der Team-EM in der Slowakei hatte, lieferte sich mit der Schwäbin ein heißes Duell, bei dem Briem fast ständig knapp in Front lag, sich aber nie absetzen konnte.
Am Ende ging das Match mit 1auf an die Bundesliga-Spielerin des Stuttgarter GC.

Halbfinale Damen

Im Halbfinale kommt es am Samstag in Lichtenau bei voraussichtlich fast schon sommerlichen Temperaturen um 14.00 Uhr zum Vergleich zwischen Chiara Horder und Helen Briem. Anschließend duellieren sich Paula Schulz-Hanßen und Fiona Liddell um den Einzug ins Finale.

Lokalmatadorin siegreich

Franziska Bremm, die in der Bundesliga für den 1. GC Fürth antritt, aber nicht weit vom Austragungsort dieser 16. Deutschen Lochspielmeisterschaften zu Hause ist, gewann in Flight B ihr erstes Match. Gegen Emilia von Glahn vom GC Hubbelrath setzte sich die Frankin mit 3&1 durch und hat damit weiter die Chance, sich in die Top Ten zu spielen. Im zweiten Match geht es für Bremm gegen Lara Ok vom Münchener GC.


Helden von Hilversum ungefährdet

Jannik de Bruyn und Marc Hammer, zwei der Helden von Hilversum, haben sich im Viertelfinale dieser DLM souverän durchgesetzt.
Jannik de Bruyn, der nicht nur im National Team Germany steht, sondern auch Aktivensprecher des DGV ist, traf auf Florian Horder vom GC München-Valley.
Der Sportsoldat vom GC Hösel ging auf Bahn 3 in Führung und baute diese rasch mit starken Schlägen aus. Beim kreuzen auf die Backnine stand es schon 5auf für den Athleten aus dem Kader von Bundestrainer Ulli Eckhardt.
Auf Bahn 10 gab es den einzigen Lochgewinn des bayerischen Konkurrenten, aber Spannung kam nicht mehr auf, denn de Bruyn legt schnell nach und beendet mit 6&4 das Match frühzeitig.
„Das war ein sehr cooles Match, weil Flo und ich uns schon lange kennen. Ich habe ein paar gute Schüsse bei recht starkem Wind und insgesamt auch weniger Fehler gemacht. Das hat dann im Endeffekt zum Sieg geführt“, so der Held von Hilversum.

Kein Lochverlust

Ganz ohne Lochverlust blieb Marc Hammer. Der 22-Jährige des GC Mannheim-Viernheim, der zu der Mannschaft gehört, die in Hilversum erstmals für den DGV den Titel einer Team-EM der Herren gewann, gestattete dem 19-jährigen Kontrahenten keinen einzigen Lochgewinn. Entsprechend hatte Laurenz Schiergen vom GCC Velderhof auch keine Chance, das Match wirklich offen zu gestalten. Vor allem der Putter des Rheinländers war eiskalt.


Hammer gewann die Bahnen 1, 2, 6 und 7, ehe er mit seinem fünften Lochgewinn, einem Birdie auf dem 14. Grün, den 5&4-Sieg in die Bücher brachte. „Ich habe einfach sehr solide gespielt und nicht viele Fehler gemacht. Ich bin gut in die Runde reingekommen und habe schnell zwei Birdies gemacht. Den Vorsprung habe ich dann halten können“, kommentierte der Sieger sein Match.

Spannung in zwei Matches

Ein sehenswertes Duell lieferten sich Philipp Katich und Tim Wiedemeyer. Zunächst wechselte die Führung zweimal, ehe der Youngster des Münchener GC die Löcher 8 bis 11 gewann und plötzlich mit 3auf in Front lag. Katich, der in der Zählspielqualifikation bogeyfrei gespielt hatte, fing sich aber wieder und glich mit Lochgewinnen auf 12, 13 und 14 wieder aus. All square gingen die beiden Kontrahenten bis zum 18. Grün. Dort hatte Tim Wiedemeyer sich am Vortag mit einem Sieg im Stechen in Flight A gespielt und wieder legte der Münchner des Junior Team Germany auf dem 111 Meter kurzen Downhill-Par-drei seinen Ball dicht an den Stock. Philipp Katich konnte seinen Putt aus etwas größerer Entfernung nicht zum Birdie versenken und öffnete so die Tür ein Stück für den Bayern, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und zum 1auf-Sieg den Putt sicher lochte.

Viertes Extraloch

Noch spannender machten es Sebastian Sliwka und Frederik Eisenbeis. Während des gesamten Matchverlaufs stand es entweder all square oder aber der Marienburger lag knapp in Führung. Sliwka ließ den Rheinländer aber nicht davonziehen und glich auf der 17 wieder aus. Das Match ging in die Verlängerung und erst auf dem vierten Extraloch fiel die Entscheidung.
Der Drive von Frederik Eisenbeis lag rechts in den Bäumen. Von dort blieb sein Schlag ins Grün wenige Zentimeter zu kurz und landete im Bunker. Der Hamburger hingegen spielte das Grün mit zwei guten Schlägen sicher in Regulation an und sicherte so letztlich den Sieg.

Halbfinals

Im Halbfinale stehen sich am Samstag ab 11.20 Uhr die beiden Helden von Hilversum gegenüber. Titelverteidiger Marc Hammer versus Jannik de Bruyn.
Zehn Minuten danach starten Tim Wiedemeyer und Sebastian Sliwka in das zweite Semifinale.
Zuschauer sind aufgrund der Corona-Regeln auch an den beiden letzten Tagen dieser 16. Deutschen Lochspielmeisterschaften nicht zugelassen.

So lief Tag 1 Livescoring Damen Matchplay Livescoring Matchplay Herren

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