Bild Information: Der Putt zum Sieg im Stechen: Tim Wiedemeyer vom Münchener GC (Foto: DGV/stebl)

Erste Deutsche Meisterschaft gestartet

DLM 2021
 

Die erste Deutsche Meisterschaft im zweiten Pandemie-Jahr ist gestartet. Im GC Lichtenau-Weickershof werden die Deutschen Lochspielmeisterschaften ausgetragen.

Lichtenau – Nachdem zuvor zehn Jahre lang der Frankfurter GC Gastgeber der DLM war, ist nun der GC Lichtenau-Weickershof erstmals Austragungsort für diese ersten Titelkämpfe des Jahres. Der Club wurde 1978 unter dem Namen Land- und Golfclub Altmühlsee gegründet. Seit 1990 wird auf 18 Bahnen gespielt. Bereits 1993 wurde der damals noch junge Club mit der Golf-Eiche, dem Umweltpreis des Deutschen Golf Verbands, ausgezeichnet.
Aufgrund der Corona-Regeln wurde für 2021 der Austragungsmodus der Deutschen Lochspielmeisterschaften angepasst. Am ersten Tag wurde eine Zählspielqualifikation ausgetragen. Bei Damen und Herren sind danach jeweils die besten acht Teilnehmer in Flight A und die Plätze 9 bis 16 in Flight B. Die übrigen Starter teilen sich in zwei weitere Flights auf. Jeweils innerhalb der Flights geht es am Freitag mit dem Viertelfinale im Matchplay weiter. Am Samstag werden die Halbfinals ausgetragen, ehe am Sonntag die Finalmatches anstehen.
Es ist durch diesen Modus einerseits gewährleistet, dass jeweils immer nur eine sehr kleine Anzahl an Teilnehmern gleichzeitig auf der Anlage ist und zudem ist für die Athleten gesichert, dass sie früh in der Saison auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln können, denn auch nach der Zählspielqualifikation hat jeder Athlet drei Matches zu bestehen, ehe das Endklassement feststeht. Zuschauer sind in der Pandemie leider keine zugelassen.

Stechen schon am ersten Tag

Um den Einzug in die Flights für die drei Matchplay-Tage sportlich fair ausspielen zu können, wurde bei Gleichstand ein Stechen im Sudden death ausgetragen. Bei den Damen ging es dabei nur um den Einzug in Flight B, weil sich gleich sechs Spielerinnen mit einem Score von 76 (+4) den 16. Platz teilten.
Letztlich setzte sich in diesem auf drei Gruppen aufgeteilten Massenstechen, bei dem die Bahnen 1 und 2 gespielt wurden, Anni Eisenhut am zweiten Loch durch. Auf Bahn 1 hatte sowohl die Spielerin, die vom Münchener GC zum GC St. Leon-Rot gewechselt ist, wie auch Sophie Witt vom GC Hubbelrath ein Birdie gespielt und waren als einzige der Aspirantinnen weiter gegangen. Auch auf dem zweiten Grün lochte Eisenhut zum Birdie ein, während sich die Team-Europameisterin von 2020 mit einem Par begnügen musste.

Eiskalt

Den ganzen Tag über war es in Lichtenau bitter kalt. Regen gab es zwar weniger als nach Vorhersage zu erwarten war, aber eisiger Wind machte es allen Aktiven schwer, überhaupt warm zu werden.
Trotz der widrigen Bedingungen wurden tiefe Scores in die Wertung gebracht.
Paula Schulz-Hanßen war mit einer 67 (-5) die überragende Spielerin. Die Europameisterin hatte damit drei Schläge weniger gebraucht als ihre beiden Clubkameradinnen Charlotte Back und Emily Böhrer.
Drei weitere Spielerinnen kam Even Par ins Clubhaus: Fiona Liddell vom Hamburger GC, Helen Briem vom Stuttgarter GC und Marie Fischer vom Münchener GC, die mit späten Birdies auf den Bahnen 16 und 17 noch verhinderte, dass es auch um den Einzug in Flight A ein Stechen mit mehreren Schlaggleichen gab.

Titelverteidigerin in Flight A

Chiara Horder, die sich 2019 den Titel in Frankfurt gesichert hatte, brachte auf Bahn 18 ein Birdie unter und sicherte sich so auf Rang 7 ihren Platz in Flight A.
Auch Eva-Lucia Lindner vom 1. GC Fürth durfte am Ende jubeln, auch wenn es knapp wurde, weil sie nach drei Birdies in Serie auf den Bahnen 9 bis 11 zwar unter Par lag, aber mit einem Bogey auf Bahn 15 und einem Doppelbogey auf Bahn 17 noch ins Bedrängnis kam.

Tiefe Scores bei Herren

Bei den Herren ging ebenfalls richtig tief, wobei zweimal die 67 (-5) fiel und beide Athleten dabei ohne Bogey ihre Scorekarte blitzsauber halten konnten. Titelverteidiger Marc Hammer spielte die Zählspielqualifikation gemeinsam mit Philipp Katich. Die beiden Athleten des National Team Germany pushten sich dabei gegenseitig so, dass die Scorekarten blütenweiß blieben.

Bunte Karten

Ganz anders verlief dagegen die Runde für die drein Athleten, die mit 68 (-4) ebenfalls tief gingen. Sebastian Sliwka vom Hamburger GC knallte nicht weniger als sieben Birdies auf den 6.116 Meter langen Platz. Allerdings kassierte das Nordlicht auch drei Bogeys.


Ebenfalls sieben Birdies bei drei Bogeys brachten Florian Horder vom GC München Valley auf den geteilten dritten Platz.
Ähnlich bunt, wie meist seine Socken sind, machte Frederik Eisenbeis vom Marienburger GC seine Karte. Sechs Birdies standen zwei Bogeys gegenüber.
Beinahe langweilg nahmen sich da schon die Scorekarten der beiden Spieler des National Team Germany aus, die mit mit 70 (-2) den sechsten Platz teilen: Jannik de Bruyn vom GC Hösel und Laurenz Schiergen vom GCC Velderhof notierten jeweils drei Birdies und hatten nur ein Bogey auf dem Zettel.

Stechen unter Par

Drei Athelten, die jeweils mit einer 71 (-1) ins Clubhaus gekommen waren, mussten ins Stechen um den letzten freien Platz in Flight A. Yannick Malik und Mauro Anderi, beide vom GC St. Leon-Rot sowie Tim Wiedemeyer vom Münchener GC duellierten sich auf Bahn 18. Im ersten Durchlauf legten alle drei ihren Abschlag auf rund zwei Meter an die Fahne. Malik verpasste sein Birdie und schied damit aus, weil die beiden anderen nervenstark lochen konnten.
Im zweiten Durchgang legte Tim Wiedemeyer vor und platzierte seinen Abschlag auf weniger als zwei Meter an den Stock. Mauri Anderi hatte dagegen einen etwas längeren Putt zum Birdie. Der fiel nicht, so dass es der Youngster aus dem Junior Team Germany in der Hand hatte, weiter im Rennen um den Titel zu bleiben. Ganz souverän schob der Bayer den Putt zum Birdie in die Dose.

Startzeiten

Am zweiten Wettkampftag starten wieder die Damen ab 9.00 Uhr, wobei Flight A, in dem es um den Einzug ins Halbfinale geht, ab 11.00 Uhr von Tee 1 starten.
Die Herren folgen direkt im Anschluss. Die Top 8 startet ab 13.40 Uhr.

 

Endstand Zählspiel Damen

RANG NAME     ENDSTAND ZS
1 Paula Schulz-Hanßen GERMANY -5
T2 Charlotte Back GERMANY -2
T2 Emily Böhrer GERMANY   -2
T4 Helen Briem GERMANY Even
T4 Fiona Liddell GERMANY   Even
T4 Marie Fischer GERMANY   Even
T7 Chiara Horder GERMANY +1
T7 Eva-Lucia Lindner GERMANY   +1

 

Endstand Zählspiel Herren

RANG NAME     ENDSTAND ZS
T1 Marc Hammer GERMANY -5
T1 Philipp Katich GERMANY -5
T3 Sebastian Sliwka GERMANY   -4
T3 Frederik Eisenbeis GERMANY   -4
T3 Florian Horder GERMANY   -4
T6 Jannik de Bruyn GERMANY -2
T6 Laurenz Schiergen GERMANY -2
T8 Tim Wiedemeyer GERMANY -1 / 2nd EH
T8 Mauro Anderi GERMANY   -1
T8 Yannick Malik GERMANY -1

 

 

Ergebnisse Livescoring Damen Matchplay Livescoring Matchplay Herren

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