Bild Information: Brandon Dietzel sorgt mit einem klaren Sieg im Halbfinale für eine Überraschung (Foto: DGV/stebl)

Beide Titelverteidiger ausgeschieden

DLM 2019
 

Es wird 2019 zwei neue Deutsche Lochspielmeister geben. Die Titelverteidiger Nick Bachem und Paula Kirner verpassen in Frankfurt den Wiedereinzug ins Finale.  

Frankfurt - Bei den Deutschen Lochspielmeisterschaften wird es definitiv zwei neue Titelträger geben. Sowohl Paula Kirner, wie auch Nick Bachem haben den Einzug ins Finale verpasst.
Nick Bachem hatte im Viertelfinale gegen Leon Breimer viel Mühe, um am Ende mit 1auf zu gewinnen. Der Marienburger hat stark begonnen und mit Birdies und einem Eagle den Habsberger unter Druck gesetzt. Leon Breimer konterte und lochte selbst auch auf Bahn 8 zum Eagle ein.


Im Halbfinale traf der Sportsoldat auf seinen Kumpel aus dem National Team Germany, Marc Hammer. Der Mannheimer hatte es im Viertelfinale besonders eilig. Gegen Thibault Junak (GC Main-Taunus) setzte er sich glatt mit 5&4 durch, obwohl der Kontrahent nach vier Löchern noch in Front gelegen hatte.
Das Halbfinale entwickelte sich zu einem Krimi, denn nachdem Marc Hammer nach 14 Löchern noch scheinbar komfortabel mit 2auf in Front lag, glich Nick Bachem auf der 16 wieder aus. Auch nach 18 Loch war keine Entscheidung gefallen, so dass es ins Stechen ging.
Auf dem zweiten Extraloch setzte der Viernheimer seinen Schlag ins Grün etwas näher an den Stock und nutzte so aus, dass Bachem seinen ersten Putt aus rund viereinhalb Meter nicht lochen konnte.
Nick Bachem zeigte sich nach dem letzten Putt als fairer Verlierer: „Ich hoffe jetzt, dass Marc das Finale gewinnt, hätte aber natürlich selber gerne gewonnen!“

Marc Hammer war nach dem hart erkämpften Sieg rundum glücklich: „Der Tag war insgesamt gut. Ich habe am Morgen relativ solide gespielt und wenig Fehler gemacht. Am Nachmittag gegen Nick war es wieder ein gutes Match. Es ist immer ein bisschen komisch, gegen den besten Freund zu spielen, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und wir haben auch beide ganz gut gespielt. Ich habe es am Ende nochmal spannend gemacht. Das war nicht nötig und ich hätte es gerne früher beendet, aber es war gut, dass ich auf dem zweiten Extraloch ein Birdie gemacht habe, um das Match dort zu entscheiden. Morgen möchte ich auf jeden Fall gewinnen. Mit meinem Spiel bin ich happy. Ich hatte für acht Woche eine Pause gemacht und viel an meinem Spiel gearbeitet. Es ist gut, zu sehen, dass ich das jetzt umsetzen kann.“

Finalgegner

Im Finale trifft Marc Hammer auf Brandon Dietzel. Der Essener hatte es im Viertelfinale gegen Nicklas Blyth besonders spannend gemacht. Weder der Essener, noch der Leon-Roter konnten sich weiter als mit einem Loch absetzen und so ging dieses Match fast logisch ins Stechen.
Auf dem zweiten Extraloch setzte sich Brandon Dietzel durch und stieg ins Halbfinale auf. Auf dem Par 3 hatte der Spieler des GC Essen-Heidhausen seinen Abschlag knapp neben das Grün gesetzt, dann aber einen perfekten Chip ans Loch gelegt, so dass das Par nur noch Formsache war. Nicklas Blyth hatte den Bunker getroffen und einen zwar guten Schlag aus dem Sand gemacht, aber doch nicht ganz zwingend. Der Putt aus rund zweieinhalb Metern fiel nicht.
Im Halbfinale hatte Brandon Dietzel, der in diesem Jahr in Italien schon einen internationalen Titel geholt hat, einen der Top-Favoriten vor der Brust.
Jannik de Bruyn fand am Nachmittag nicht zu seinem Spiel und so musste der 22-Jährige vom GC Essen-Heidhausen nur darauf warten, dass der Nationalspieler Schläge liegen ließ. Mit 5&4 fiel der Sieg von Brandon Dietzel sehr deutlich aus. Nach Claas-Eric Borges im Jahr 2014 könnte als wieder ein Essener den Titel gewinnen. Borges hatte seinem Clubkamerad schon vor dem Viertelfinale wertvolle Tipps gegeben.

Enges Ergebnis

Jannik de Bruyn hatte das Viertelfinale gegen Philipp Katich für sich entschieden. Der etwas routiniertere Spieler des GC Hösel lag meist knapp in Front, aber der Youngster aus St. Leon-Rot ließ sich nicht abschütteln, auch wenn er selbst nicht ganz zufrieden mit seinem Spiel war. „Ich habe mich am Anfang vom Tee in Schwierigkeiten gebracht und am Ende keinen Druck mehr aufbauen können“, kommentierte Philipp Katich seine 2&1-Niederlage gegen Jannik de Bruyn.

16-Jährige im Finale

Für eine Überraschung sorgte Paula Schulz-Hanßen. Die Debütantin hatte sich für das Viertelfinale qualifiziert und traf dort auf die Titelverteidigerin. Paula Kirner vom Kiawah GC Riedstadt lag nach sechs Bahnen schon 3down, schaffte dann, dagegen zu halten und den Rückstand nicht noch größer werden zu lassen. Die SLR-Athletin ließ es aber nicht zu, dass Kirner das Momentum zurück bekam und setzte früh auf der Backnine weitere Akzente. Am Ende siegte Schulz-Hanßen mit 4&3 relativ klar und stieg ins Halbfinale auf.
„Paula Schulz-Hanßen hat richtig gut gespielt und definitiv verdient gewonnen. Das Teilnehmerfeld war so stark und ich hatte in der Gruppenphase drei gute Matches“, war Paula Kirner nicht übermäßig enttäuscht und zollte ihrer Kontrahentin Respekt.


Nach diesem Coup war die 16-Jährige so im Fluss, dass auch das Halbfinale fast zum Selbstläufer wurde, zumal Schulz-Hanßen jederzeit sicher agierte und ohne Fehler blieb. Gegen Carolin Kauffmann reichte diese Top-Leistung mit 4&3 wieder für einen klaren Sieg.

Rheinisches Derby

Ein großartiges Match hatten sich im Viertelfinale Carolin Kauffmann und Anna Lina Otten geliefert. Die Marienburgerin gewann die ersten beiden Löcher und konnte auf Bahn 7 sogar auf 3auf erhöhen. Die 17-Jährige vom Düsseldorfer GC ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und holte Loch für Loch wieder auf. Auf dem 15. Grün gelang Anna Lina Otten sogar der Ausgleich, aber ein Birdie an der 17 brachte dann doch noch die Entscheidung für Carolin Kauffmann.

Zwei Siege über Nordlichter

Neben Paula Schulz-Hanßen hat mit Chiara Horder eine weitere 16-Jährige das Finale erreicht. Im Viertelfinale hatte die Bayerin gegen Christin Eisenbeiß einen klaren 4&3-Sieg errungen, obwohl die Hanseatin aus Falkenstein auf Loch 1 in Führung gegangen war.
Im Halbfinale traf Chiara Horder, bei der Bruder Nicolas am Bag half, erneut auf eine Falkensteinerin. Viktoria Hund, die zuvor Sophie Witt (Hubbelrath) mit 2&1 ausgeschaltet hatte, lieferte der Spielerin des GC München Valley einen offenen Schlagabtausch und so wurde es hochspannend. Zunächst ging Chiara Horder mit 2auf in Front, konnte diese Führung aber nicht halten und auf Loch 11 ging das Nordlicht seinerseits in Front, ohne aber davonziehen zu können.
Mit Lochgewinnen auf den Bahnen 16 und 17 drehte Chiara Horder das Match erneut und brachte einen 1auf-Sieg nach Hause.
„Das war heute ein megaspannender Tag mit zwei echt fairen Matches. Ich freue mich, morgen im Finale zu stehen und auf ein weiteres, spannendes Match“, jubelte die junge Bayerin.

Finale am Sonntag

Am Sonntag stehen auf der immer wieder selektiven und herausfordernden Anlage des Frankfurter GC die Finale und Platzierungsmatches an.
Um 9.36 Uhr starten Paula Schulz-Hanßen und Chiara Horder in das bislang größte Match ihrer noch jungen Karriere. Um 9.47 Uhr gehen Brandon Dietzel und Marc Hammer in ihr Duell um den Titel.
Die Matches um Bronze werden um 9.14 Uhr und 9.25 Uhr gestartet.
Die Wettervorhersage ist relativ gut. Es könnte mit etwas Glück sogar sein, dass alle Athleten trocken durch den Tag kommen.

Anhänge

Anzeige
Anzeige
Paula Schulz-Hanßen für Junior Solheim Cup nominiert (Photo by DGV) Paula Schulz-Hanßen für Junior Solheim Cup nominiert (Photo by DGV)

Junior Solheim Cup

Schulz-Hanßen für Junior Solheim...

Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot ist für Junioren-Kontinentalwettkampf...

weiterlesen
Matthias Schmid und Michi Hirmer bei der U.S. Amateurs Championship (Foto: privat) Matthias Schmid und Michi Hirmer bei der U.S. Amateurs Championship (Foto: privat)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Fast perfektes Match

Matthias Schmid lieferte bei der U.S. Amateur Championship ein fast perfektes...

weiterlesen
Top Ten in Schottland: Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot (Foto: DGV/stebl) Top Ten in Schottland: Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot (Foto: DGV/stebl)

Golf Team Germany

Schulz-Hanßen in Top Ten

Paula Schulz-Hanßen schafft es bei „The Girls British Open Amateur Championsh...

weiterlesen
Drei Spielerinnen, die direkt vom Final Four nach Schottland reisten (Foto: DGV) Drei Spielerinnen, die direkt vom Final Four nach Schottland reisten (Foto: DGV)

Golf Team Germany

Guter Start in die British Girls

Der absolute Höhepunkt im Turnierkalender für Mädchen wird in Schottland ausg...

weiterlesen
Mehr News, Startzeiten & Ergebnisse
Partner des DGV
Partner des DGV