Bild Information: Der Blick geht nach oben: Constantin Unger vom GC St. Leon-Rot (Foto: DGV/stebl)

Dreifachspitze in Mülheim

IAM Herren 2021
 

Bei besten Bedingungen schiebt sich die Spitze des Feldes bei der 81. German International Amateur Championship im GC Mülheim an der Ruhr noch enger zusammen. Drei Spieler gehen schlaggleich als Co-Leader in die dritte Runde. Mehr Spannung geht kaum.

Mülheim/Ruhr – Harmonie ist bei einer international stark besetzten Meisterschaft nicht immer in dieser Reinkultur zu erleben. An den beiden ersten Tagen der 81. German International Amateur Championship ist im Teilnehmerfeld und bei den Organisatoren ein großes Wohlbefinden zu erleben.
Alles ist bestens organisiert und sogar den täglichen Schnelltest nehmen die Athleten, Betreuer und Gäste als ganz selbstverständlichen Bestandteil eines so großen Ereignisses wahr. So können sich alle in einem sicheren Umfeld bewegen und jeder das Turnier als positives Erlebnis verbuchen.
Neben der ausgesprochen guten und freundschaftlichen Atmosphäre ist auch die sportliche Seite auf dem geraden Weg, für ganz besondere Momente zu sorgen. Vor der dritten von vier Wettkampfrunden geht es an der Spitze ungemein eng zu. So eng, dass sich drei Athleten die Führung teilen und bis zum zehnten Rang auch lediglich vier Schläge Differenz bestehen. Da kann an den beiden folgenden Tagen noch ganz viel passieren.

Zweimal 65, bogeyfrei

Auf dem 6.180 Meter langen Par-71-Course des GC Mülheim sind zwei Athleten bogeyfrei mit 65 Schlägen ins Clubhaus gekommen. Constantin Unger hat zum zweiten Mal bei einem internationalen Turnier eine blitzsaubere Scorekarte eingereicht. Vier Birdies in Serie hatte der Spieler des GC St. Leon-Rot bislang im Turnier aber noch nie gespielt. Entsprechend zufrieden war der Kurpfälzer am Abend, nachdem ihm von Bahn 13 bis 16 gelang, unter Par zu lochen: „Der Platz ist top. Ist ein geiler Golfplatz, der dich fordert, aber nicht übertrieben. Die Grüns sind extrem nice, da kann man einige Putts reinrollen. Es war heute cool. Ich habe mir gesagt, dass noch viel Golf zu spielen ist und habe daher entspannt auf die Kugel gehauen. Noch sind zwei Runden zu spielen.

Entsprechend habe ich probiert, mich zu zügeln und nicht gierig, nicht zu aggressiv zu werden. Ich bin bei meinem Spiel geblieben und habe Schlag für Schlag abgearbeitet.“ Nach einer 69 (-2) am ersten Tag und nun 65 (-6) Schlägen klettert Constantin Unger im Gleichschritt mit Jerry Ji an die Spitze. Auch der Niederländer hat eine 69 und eine 65 in den Büchern, hielt dabei ebenfalls am zweiten Tag seine Karte sauber. Der 21-Jährige, der in PGA Catalunya für die Auswahl der Niederlande bei der Team-EM am Start war, drückte seinen Score durch vier Birdies und einen Eagle auf Bahn 16 so weit unter Par.

Nordlicht konstant

Der dritte Athlet, der mit einem Gesamtscore von acht unter Par als Co-Leader an der Spitze steht, hat seine zweite 67 (-4) in die Wertung gebracht. Anton Albers vom Hamburger GC kassierte nur auf Bahn 18 einen Bogey, spielte ansonsten sehr konzentriert und durfte fünf Birdies notieren.
Albers´ Teamkamerad vom Hamburger GC blieb zwar auch unter Par, konnte die Führung aber dennoch nicht verteidigen. Tiger Christensen hatte gestern nur 65 Schläge gebraucht und spielte bei perfektem Sommerwetter phasenweise auch wieder zwingend. So gelangen dem 17-Jährigen drei seiner vier Birdies in Serie, allerdings musste der Schützling von Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann auch drei Bogeys hinnehmen. Die 70 (-1) reicht dem Nordlicht, um mit nur einem Schlag Rückstand auf die drei Leader weiterhin sehr aussichtsreich zu liegen.
Platz vier teilt sich Tiger Christensen mit Johannes Lube. Dem Hubbelrather gelangen fünf Birdies, davon drei in Serie. Mit 66 und 69 Schlägen hat der Routinier mit gesamt sieben unter Par ebenfalls noch beste Aussichten, ganz weit vorne zu landen.

Viermal 67

Vier Spieler kamen mit 67 Schlägen vom Platz. Neben dem Co-Leader Anton Albers auch Jan Schneider vom GC St. Leon-Rot, der sich auf gesamt drei unter Par verbessert und auf Rang 12 klettert.
Diesen teilt er sich mit Matthis Besard. Der Belgier hatte bei der Team-EM einen großen Anteil daran, dass die Mannschaft des Königreichs nicht nur im Viertelfinale Deutschland ausschaltete, sondern auch im Kleinen Finale gegen Spanien siegreich blieb und dadurch Bronze mit nach Hause nehmen durfte.
Auch Paul Ulmrich vom GC Mannheim-Viernheim verbesserte sich am zweiten Tag deutlich. Wie die beiden anderen Kontrahenten war der Spieler des Junior Team Germany mit einer 72 ins Turnier gestartet und lieferte nun eine Galavorstellung ab. Nur ein Bogey notierte der Youngster und war am Abend sehr aufgeräumt: „Ich habe im langen Spiel nur wenige Fehler gemacht. Dazu habe ich noch sehr gut geputtet und praktisch jedes Up-and-down gemacht. Den Platz finde ich grundsätzlich gut, die Grüns sind super.“

Nach Ergebnissen

Am dritten Tag wird in Mülheim nach Ergebnissen gestartet. In den frühen Startzeiten ab 8.00 Uhr wird die untere Hälfte des Klassements versuchen, sich noch in den Cut der besten 60 zu spielen.
Ab 12.30 Uhr gehen die Athleten auf den mit viel Liebe zum Detail gepflegten Platz, die weiter vorne stehen. Der Leaderflight wird gegen 14.00 Uhr starten.
Zuschauer sind zugelassen, müssen sich aber registrieren und einen Schnelltest machen, ehe sie auf den Platz dürfen.

Livescoring So lief es an Tag 1

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