Bild Information: Tiger Christensen geht mit einer 65 (-6) in Führung (Foto: DGV/stebl)

Christensen mit bogeyfreiem Start

IAM Herren 2021
 

Der Start in die 81. German International Amateur Championship ergibt ein wunderbares Gesamtbild. Der Platz des gastgebenden GC Mülheim an der Ruhr ist in phantastischem Zustand und ergibt in sattem Grün mit vielen Farbtupfern am Rand der Fairways eine wunderbare Kulisse für Golfsport auf höchstem Niveau.

Mülheim/Ruhr – Bei herrlichem Sonnenschein und sehr erträglichen Temperaturen ist die 81. German International Amateur Championship gestartet. Athleten aus zehn Nationen streiten sich um einen der ganz traditionsreichen Titel im europäischen Amateurgolf.
Anton Albers, der vor zwei Jahren den Sieg nur knapp verpasst hatte, startete mit einer 67 (-4) bärenstark in diese 81. Auflage des Turniers und rangiert damit zunächst auf dem fünften Platz. Neben vier Birdies und zwei Bogeys gelang dem Hanseaten auf Bahn 3 ein Eagle, als er seinen Drive kurz vor das Grün legte und einchippte.
Rasmus Neergaard-Petersen, der zuletzt zweimal den Titel gewonnen hatte und sich vor zwei Jahren bei Gluthitze am Südrand des Ruhrgebiets einen famosen Kampf um den Sieg mit Anton Albers geliefert hatte, ist in diesem Jahr nicht am Start, so dass es auf jeden Fall einen neuen Titelträger geben wird.
Dies bedeutet aber nicht, das Albers der alleinige Favorit auf den Sieg ist, auch wenn er sich vor wenigen Wochen in Silkeborg den Sieg bei der Danish International Amateurs im Stechen gegen Aydan Verdonk gesichert hatte und da schon seine hervorragende Form unter Beweis gestellt hatte. Der Niederländer aus Nordwijk ist in Mülheim ebenfalls am Start und brauchte zum Auftakt 72 Schläge (+1). Alleine sechs Starter treten mit Handicap -6,0 und besser zu diesem Turnier an. Die Leistungsdichte ist sehr hoch.
Albers kommentierte seine Runde sehr reflektiert: „Mein Ballstriking war heute leider nicht so gut wie sonst. Dafür konnte ich mich auf mein kurzes Spiel und den Putter verlassen. Somit habe ich den Score gut zusammengehalten und die Chancen genutzt, die ich hatte. Der Platz ist in einem sehr guten Zustand, insbesondere die Grüns. Er spielt sich schwerer als vor zwei Jahren, weil sich alles einwenig länger spielt. Die Grüns sind recht hart und somit ist es schwer, den Ball wirklich dicht an die Fahne zu bekommen.“

Tiger mit sauberer Runde

Tiger Christensen, der mit der Empfehlung in Mülheim antritt, frisch gekürter Team-Europameister der Jungen zu sein, spielte auf dem Gold-Course des GC Mülheim praktisch fehlerfrei. Ohne Bogey ging der Youngster des Hamburger GC die mit Par 71 ausgezeichneten 6.180 Meter und drapierte sechs Birdies dazu, davon zwei auf den letzten drei Bahnen. Mit 66 Schlägen, sechs unter Par, ist Christensen in Führung, hat vor den ersten Verfolgern allerdings nur einen Zähler Vorsprung.
„Das war heute eine solide Runde. Ich habe ganz gutes Golf gespielt und gut gescored. Mit gefällt der Platz ziemlich gut. Er ist in einem tollen Zustand und die Grüns rollen echt treu. Die Fairways sind kurz gemäht, was sehr nice ist. Dies ist meine erste IAM und es macht Spaß“, fasste der Leader seine Eindrücke am Abend zusammen.
Hinter dem Hamburger hat sich ein weiterer Team-Europameister der Jungen auf den zweiten Platz gespielt. Tom Haberer vom GC Hannover startete mit Birdies auf den Bahnen 2 und 3. Auf dem vierten Grün kassierte der Niedersachse aus dem Junior Team Germany seinen einzigen Bogey und hielt anschließend seine Karte sauber. Mit noch zwei weiteren Birdies und einem Eagle auf Bahn 12 drückte der 16-Jährige seinen Score auf 66 (-5) Schläge.
„Der Platz ist in einen super Zustand. Das macht echt Spaß. Ich habe keine großen Fehler gemacht und solide gespielt. Die Putts sind heute gefallen, da stand der fünf unter nichts im Wege“, war auch Haberer mehr als zufrieden.

Vier Birdies in Serie

Johannes Lube ging von Tee 10 in seine erste Turnierrunde und legte einen einzigartigen Start hin. Nach einem Birdie auf Bahn 11 ließ der Hubbelrather auf den Bahnen 13 bis 16 satte vier Birdies in Serie folgen. Fünf unter Par nach sieben Bahnen - das sah ganz danach aus, dass der 26-Jährigen den Platzrekord pulverisieren würde. Den hält mit 63 (-8) Schlägen Marc Hammer vom GC Mannheim-Viernheim. Hammer wechselt in wenigen Tagen ins Profilager und spielt zeitgleich gerade in St. Pölten/Österreich auf der Pro Golf Tour.
Ein neuer Platzrekord wurde dann aber doch nicht aufgestellt. Dafür reichte die solide Backnine mit je einem Birdie und einem Bogey von Lube nicht ganz. Es wurde aber immerhin eine sehr starke 66 (-5). „Ich habe wenige Fehler gemacht und für meine Verhältnisse herausragend geputtet. Die Kombination hat es gemacht. Im Turnier ist mir bislang zu selten gelungen, vier Birdies in Serie zu machen. Der Platz ist in einem sehr guten Zustand. Hier sind die besten Bedingungen, unter denen ich bisher in diesem Jahr gespielt habe“, analysierte Johannes Lube seine Runde und lobte indirekt die Greenkeeper des GC Mülheim.
Neben Tom Haberer und Johannes Lube hat auch der Niederländer Jack Ingham 66 Schläge in den Büchern. Die Scorekarte des 18-Jährigen ist mit sieben Birdies und zwei Bogeys sehr bunt. Auch Ingham notierte wie Johannes Lube auf den Bahnen 13 bis 16 vier Birdies in Serie.

Zweiter Turniertag

Auch am zweiten Tag wird ab 8.00 Uhr von den Tees 1 und 10 gestartet. Der Startblock, der am ersten Tag erst am Mittag rausgegangen ist, wird dann die frühen Startzeiten haben.
Zur dritten Runde am Samstag wird nach Ergebnissen gestartet. Zur Finalrunde sind am Sonntag nur die besten 60 Spieler startberechtigt.

 

Livescoring Gastgeber GC Mülheim an der Ruhr

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