Bild Information: Geht der Blick in Richtung Titel? Anton Albers spielt eine famose IAM (Foto: DGV/stebl)

Doppelführung in Mülheim

IAM Herren 2019
 

Der dritte Wettkampftag der 80. Internationalen Amateur Meisterschaften von Deutschland ist zunächst von wunderbaren Temperaturen geprägt. Am Nachmittag zwingt ein Gewitter die Spielleitung dazu, das Spiel zu unterbrechen.

Mülheim – Welch´ eine Erlösung! Nach den Tagen mit der extremsten Hitze seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es am dritten Wettkampftag zwar noch immer über 30 Grad warm, aber diese Wärme ließen sich wunderbar aushalten. Kurioser Weise waren die Scores in der Breite nicht so tief wie in der größten Hitze.
An der Spitze geht es weiter ungemein eng zu. Fast schon folgerichtig gibt es vor der Finalrunde eine Doppelführung. Anton Albers vom Hamburger LGC Hittfeld und Titelverteidiger Rasmus Neergaard-Petersen gehen mit jeweils -12 schlaggleich in den letzten Akt einer schon jetzt denkwürdigen IAM 2019.

Kampf um die Spitze

Anton Albers lag nach neun Bahnen schon wieder bei drei unter Par, startete mit zwei Bogeys in seine Backnine, glich diese Schläge mit zwei sauberen Birdies wieder aus und kassierte auf Bahn 18 dann noch einen Doppelbogey. Mit dieser 70 (-1) bleibt das Nordlicht weiter an der Spitze, hat aber keinen Vorsprung, um sich auch nur ansatzweise auszuruhen.


„Ich habe mich heute wie auch an den anderen Tagen gut gefühlt und den Ball gut getroffen. Am Ende waren es dann leider ein paar Schläge mehr als an den beiden letzten Tagen, aber ich gehe mit einem guten Gefühl in die letzte Runde“, war der Hittfelder mit seinem Spiel im Reinen.
Schlaggleich mit dem Hamburger geht ein weiteres Nordlicht in die Finalrunde. Rasmus Neergaard-Petersen hat vom ersten Tag an überzeugt und immer klar gemacht, dass er fest entschlossen ist, seinen Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Auch am dritten Tag brachte der Däne fünf Birdies unter und kam mit zwei unter Par ins Clubhaus, weil nur drei Bogeys auf der Karte standen, davon eines auf der finalen Bahn gespielt.
Der Däne war mit seinem Tag aber nicht rundum zufrieden: „Bei mir ging es heute rauf und runter. Vom Tee bis zum Grün habe ich sehr solide gespielt, habe aber etliche kurze Putts verschoben. Das ist frustrierend. Trotzdem vor der Finalrunde zurück an der Spitze zu sein, fühlt sich gut an. Ich möchte morgen einfach nur rausgehen, aggressiv spielen und einige Birdies machen!“

Vahlenkamp rückt auf

Still und heimlich hat sich Timo Vahlenkamp im Kampf um den Titel nach vorne gespielt und gut positioniert. Mit gesamt elf Schlägen unter Par rangiert der Westfale nur einen Schlag hinter dem Führungsduo auf Platz drei.
Der Sportsoldat vom Berliner GC Stolper Heide warf erneut seine Stärke voll in die Waagschale, mit wenigen Bogeys über den Tag zu kommen. Am dritten Tag war es nur ein einziges Loch, auf dem der Nationalspieler über Par blieb. Dafür kamen aber starke fünf Birdies auf die Karte und so unterschrieb Timo Vahlenkamp seine zweite 67 (-4) in Folge, nachdem er zum Auftakt auch schon mit 68 (-3) mehr als solide unterwegs gewesen war.


„Mein Putten ist in dieser Woche sehr gut. Morgen werde ich etwas aggressiver spielen, um schnell ein paar Schläge gut zu machen“, gibt sich der 21-Jährige kämpferisch. Der Athlet, der im GC Teutoburger Wald sportlich aufgewachsen ist, zollte dem gastgebenden GC Mülheim Respekt für den Platzzustand: „Für diese Hitze und die Trockenheit ist der Platz sehr gut!“

66 bester Score

Obwohl es am dritten Tag nicht so glühend heiß war, lag der niedrigste Score etwas höher als an den Vortagen. 66 Schläge, fünf unter Par war an diesem Tag Spitze. Einer der Top-Favoriten auf den Titel hat am dritten Tag sein Können aufblitzen lassen: Jerry Ji aus den Niederlanden unterschrieb diesen guten Score und schob sich damit auf Rang sieben vor. Diesen teilt der Niederländer mit Nico Lang und Jonas Baumgartner. Nico Lang unterschrieb seine zweite 70 (-1) des Turniers, während es für Jonas Baumgartner mit einer 74 (+3) im Klassement einige Plätze zurück ging. „Heute hat leider nichts funktioniert. Auf den Grüns ist kein Putt gefallen und ich habe auch einige Abschläge verzogen“, war der Jugend-Nationalspieler des GC Hösel selbstkritisch. Dass der Youngster am Finaltag noch mal angreifen wird, auch wenn er nun mit vier Zählern Rückstand auf die Runde gehen wird, ist durchaus denkbar.

Zweistellig unter Par in Planung

Nick Bachem, der Spieler mit dem niedrigsten Handicap im Feld, hat sich von Tag zu Tag gesteigert. Nach einer 76 und einer 70 brachte der Marienburger Sportsoldat schon am Vormittag in Mülheim eine starke 66 (-5) in die Wertung und hat sich damit in Summe unter Par gebracht. Ganz zufrieden war der Athlet aus dem Kader von Bundestrainer Ulli Eckhardt dennoch nicht, denn er hatte auf den Grüns noch etliche Schläge liegen lassen, so dass er unmittelbar nach dem letzten Putt für die Finalrunde prophezeite: „Morgen gehe ich richtig tief! Morgen wird es zweistellig unter Par!“ Ein Augenzwinkern war zwar zu erahnen, aber fest stehen dürfte, dass Nick Bachem nur einen Weg kennt: voll auf Angriff. Der Marienburger startet von Platz 35 in den letzten Akt dieser IAM.

Beste Frontnine ever

Einen perfekten Start in die Runde hatte Wolfgang Glawe. Der Youngster aus der Talentschmiede von Ted Long in Mannheim-Viernheim begann auf Tee 10 und notierte gleich mal Birdie-Birdie-Eagle. Auf Grün 10 lochte der Jugend-Nationalspieler aus 12 Metern, auf Grün 11 fiel der Putt aus sechs Metern und auf Bahn 12 rollte der Pitch aus 87 Metern in die Dose. Auf Bahn 16, seiner siebten Bahn schraubte Glawe den Score mit einem weiteren Birdie auf fünf unter Par. Eine bessere Frontnine hatte der Athlet aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann noch nie gespielt. Auf seiner Backnine passierte nicht mehr viel. Noch ein Birdie konnte das einzige Bogey ausgleichen, so dass der Mannheimer eine 66 (-5) unterschreiben durfte und von Platz 42 in den Finaltag starten wird.

Leaderflight um 10.01 Uhr

Der Leaderflight wird am Sonntag um 10.01 Uhr von Tee 1 starten.
Zwischen Platz eins und Platz zehn liegen nur fünf Schläge, so dass ein sehr spannender Tag zu erwarten ist.
Der Cut der besten 60 Spieler liegt nach drei Runden bei +2. Ab 8.00 Uhr werden am Finaltag die besten Athleten dieser 80. IAM auf die Runde gehen.

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