Bild Information: Michael Hirmer geht als Leader in den zweiten Tag (Foto DGV/stebl)

Michael Hirmer führt nach heißem Tag

IAM Herren 2016
 

Bei der 77. German International Amateur Championship im GC Hubbelrath gibt es am Abend des ersten Tages eine deutsche Doppelführung. Michael Hirmer liegt mit einer 67 (-4) einen Schlag vor Christian Bräunig.

Düsseldorf – Am Ende wurde es noch einmal ganz eng. Auf dem Blitzradar kamen die Einschläge bedrohlich nahe, als noch zwei Flights ihre letzte Bahn des Tages zu gehen hatten. Es hat aber doch noch gereicht, so dass sich die Spielleitung zu keiner Unterbrechung mehr entscheiden musste, obwohl im Süden von Nordrhein-Westfalen offenbar heftige Unwetter tobten.

Sportlich war es auf dem Ostplatz des Clubs in der Landeshauptstadt NRWs sehr anspruchsvoll. Nicht nur wegen der Hitze und den vielen Höhenmetern, die die Athleten zu gehen hatten, sondern auch wegen des Platzes an sich. Durch die Trockenheit der letzten Tage sprangen die Bälle mitunter unkalkulierbar, so dass manch eine hohe Zahl auf den Scorekarten tatsächlich auch etwas mit Pech und Unglück zu tun hatte.

Am besten über die 18 Bahnen gekommen ist Michael Hirmer. Der Spieler des National Team Germany hatte am Abend des Trainingstags ein längeres Gespräch mit Bundestrainer Uli Zilg und Mental-Coach Nils Bühring. „Das war ein gutes Gespräch und hat mit sehr weitergeholfen“, war der Bayer dankbar für die Hilfe aus dem Team. Souverän und sicher ging Hirmer in den Tag und lag nach 13 Bahnen bei „fünf unter“, hatte bis dahin fehlerfrei und ohne Bogey gespielt. Am Ende der Runde brachte der Youngster sich noch etwas in Probleme, weil er die letzten fünf Grüns verfehlte. Daraus resultierten die beiden Bogeys der Runde. Es hätte für den Spieler des GC St. Eurach also auch noch tiefer gehen können, aber mit der 67 (-4) hat Hirmer nach einer kleinen Durststrecke einen richtig guten Start in ein großes Turnier abgeliefert.

Christian Bräunig brauchte einen Schlag mehr und unterschrieb eine 68 (-3). Der Spieler des GC Mannheim-Viernheim kam nicht gut ins Spiel und kassierte auf Bahn 3 einen Bogey. Erst ab Bahn 6 lief es besser und der Athlet, der in Paris mit der Nationalmannschaft um Bundestrainer Uli Zilg Rang 9 erkämpft hatte, sammelte vier Birdies auf fünf Bahnen. „Ich bin geduldig geblieben und habe einfach versucht, Fehler zu vermeiden. Das hat gut geklappt“, war der Viernheimer am Mittag nach Rückkehr ins Clubhaus mit seinem Spiel im Reinen.

Platz 3 teilen sich zwei Skandinavier: Jarle Volden (Norwegen) und Tobias Larsen (Dänemark) blieben mit 69 Schlägen zwei unter Par. Der Däne war damit der beste Spieler der späten Startgruppe.

Auf Platz 5 folgen sechs Spieler, alle aus Deutschland, außer Michael Ludwig (Österreich). Darunter auch die Lokalmatadore Luis Obiols und Max Mehles.

Mehles machte seine Scorekarte vor allem auf der Frontnine ziemlich bunt. Zum Auftakt notierte der Spieler des National Team Germany gleich mal zwei Birdies auf den Bahnen 10 und 11. Nach einem Bogey auf Bahn 12 folgten wieder zwei Birdies und ein weiteres Bogey. Ein Doppelbogey auf Bahn 17 fiel etwas aus dem Rahmen. Auf den zweiten neun Bahnen, der eigentlichen Frontnine des Platzes, lief es ruhiger. Zwei Birdies standen noch einem Bogey gegenüber. Unter dem Strich bleibt eine 70 auf dem 6.315 Meter langen Platz, der von den schwarzen Tees als Par 71 gespielt wird. „Ich habe es genossen, zu Hause zu spielen. Das macht ein richtig gutes Gefühl. Weniger, weil man den Platz besonders gut kennt, sondern weil ich mich einfach heimisch fühle und sogar zu Hause schlafen kann. Ich habe mir heute gute Chancen gegeben. Einige Putts kannte ich schon und so hatte ich doch einen kleinen Vorteil. Niklas Voss hat als Caddie einen super Job gemacht“, war Mehles dankbar für einen gelungenen Start in diese IAM.

Eine zweigeteilte Runde hat Thomas Rosenmüller erlebt. Von Tee 10 ging es für den Münchner auf den Platz. Anfangs fehlte die Präzision in den Schlägen und so kassierte der Spieler des National Team Germany vier Bogeys, auch weil er einige Grüns nicht getroffen hatte. Ein Chip-In am 12. Grün zum Birdie ließ den Score noch freundlich ausschauen. „Auf meiner Frontnine hat noch nicht so viel zusammen gepasst. Das Up-and-down auf der 18, als ich einen Putt aus zweieinhalb Metern gelocht habe, hat mir gut getan. Ab Bahn 1 habe ich richtig gutes Golf gespielt“ sah Rosenmüller den Wendepunkt des Tages.

Von da an erspielte sich der Eichenrieder einige Birdiechancen und nutzte davon auch zwei in Folge. „Alles in allem bin ich mit der +2 ganz zufrieden. Der Platz war heute nicht so leicht zu spielen. Jetzt freue ich mich auf morgen“, schaltete Thomas Rosenmüller den Blick gleich auf seine zweite Runde um.

Am zweiten Wettkampftag wird wieder ab 7.30 Uhr gestartet. Die Spielergruppe, die heute in der brütenden Mittagshitze raus ging, wird morgen in der Frühe starten.

stebl´

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