Bild Information: Bei den Europameisterschaften der Golfer mit Behinderungen holt Jennifer Sräga den dritten Platz. (Foto: DGV/ Tiess)

Bronze für Sräga

EM Golfer mit Behinderungen
 

Bei den Europameisterschaften der Golfer mit Behinderungen holt Jennifer Sräga den dritten Platz. Timo Klischan sichert sich eine Top Ten Platzierung.

Endlich konnten sie stattfinden, die Europameisterschaften der Golfer mit Behinderungen. Nach der Absage des Turniers im Jahr 2020 und einer weiteren Verschiebung vom Frühjahr 2021 in den August, wurde die Durchführung des Events von den Beteiligten sehnlichst herbeigewünscht. Und das Amendoeira Golf Resort in Portugal erwies sich als großartiger Gastgeber.

Enge Weltspitze

Bei besten Spielbedingungen mit leichtem Wind gingen die insgesamt 61 Spielerinnen und Spieler in die drei Zählspielrunden. Die beiden deutschen Teilnehmer, Jennifer Sräga (GC Reischenhof) und Timo Klischan (Berliner G&CC Motzener See), sind mit unterschiedlichen Ambitionen angereist. Sräga, die als amtierende Vize-Europameisterin in das Turnier startete, hatte sich die Verteidigung der Silbermedaille zum Ziel gesetzt.

Klischan, der im vorangegangenen Turnier im Jahr 2018 den geteilten vierten Platz belegte, wollte eine Top-Ten-Platzierung erreichen. Er sagt dazu: „Ich sehe die Qualität der anderen Spieler - und die Leistungsdichte in der Weltspitze wird immer höher. Ich bin hier zudem mit einigen technischen Schwierigkeiten angereist.“ Immerhin, die technischen Unzulänglichkeiten konnte der 38. der Brutto-Weltrangliste gemeinsam mit seinem Coach Duncan Hannak abstellen.

Für das Turnier notierte Klischan 74, 76 und 76 Schläge. Dabei musste der Wahl-Brandenburger vor allem auf der zweiten Runde kämpfen: „Das Ergebnis am zweiten Turniertag hätte wirklich noch ganz anders aussehen können“, resümierte er. Tatsächlich rettete Klischan allein schon mit seinem Birdie-Birdie-Finish wertvolle Zähler und konnte, in einem an diesem Tag eher schwachen Feld, Positionen gut machen.

Soll erfüllt

Für die dritte Runde hatte Klischan sich dann nochmal viel vorgenommen. Er wusste allerdings auch, dass er für eine Podestplatzierung weit unter Par spielen müsste. Er sagt: „Ich habe mit Birdie-Birdie angefangen. Und ich habe dann versucht, das zu halten. Das ist mir jedoch nicht gelungen. Ich habe viele Grüns getroffen, konnte aber keine Birdies sichern. Naja, und das Triple Bogey an der letzten Bahn hat schon wehgetan hat. Insgesamt sind die Ergebnisse aber soweit in Ordnung und zufriedenstellend, vor allem wenn ich daran denke, mit welchem Schwierigkeiten ich hier angereist bin.“

Mit seinen 226 Schlägen (+10) belegt Timo Klischan am Ende den achten Platz und hat sein Ziel, eine Top-Ten-Platzierung, erreicht. Der Titel in der Herrenwertung ging an den Spanier Juan Postigo mit 209 Zählern (-7). Silber sicherte sich der Weltranglisten-Fünfte Charles Quelin aus Frankreich mit 215 Schlägen (-1) vor Johan Kammerstad aus Schweden (217; +1), der auf Platz sieben der WR4GD steht.

Van Houten dominiert

Bei den Damen holte die Niederländerin Daphne van Houten mit 221 Schlägen (+5) den Titel. Die 20. der WR4GD war auf diesem Turnierplatz beinahe konkurrenzlos. Neue Vize-Europameisterin ist die Dänin Mette Lyngaard mit 236 Zählern (+20). Jennifer Sräga fand sich auf einem Platz wieder, der ihrem Spiel aufgrund seiner Länge und des geringen Rolls der Fairways nicht wirklich lag.

Gerade deswegen ist die Schwäbin mit ihrem Ergebnis von 260 Schlägen (+44) sehr zufrieden: „Die Bedingungen machten es mir nicht leicht und ich konnte leider erst am dritten Spieltag meinen gewünschten Score abrufen. Ich freue mich daher riesig über den dritten Platz und die Bronzemedaille! Zwar habe ich mein Ziel nicht ganz erreicht, doch die EM hat viel Spaß gemacht. Ich konnte sehr viel daraus lernen, alte Freunde wiedersehen und neue Freunde kennenlernen!“

Chance auf Revanche

Überhaupt war Sräga froh, dass das Turnier stattfinden konnte: „Ich habe vor der Terminverschiebung im Frühjahr befürchtet, dass die Einzel-EM vielleicht sogar wieder ausfällt. Ich war also froh, dass sie nun stattfand. Ich habe mich zwar schon auf Schweden gefreut, aber Portugal fand ich dann auch cool.“ Und Jennifer Sräga hat sogar noch die Möglichkeit auf eine Revanche. Denn Ende September stehen die deutschen Internationalen Amateurmeisterschaften der Golfer mit Behinderungen an.

Das Turnier wird in diesem Jahr an der Ostseeküste ausgetragen - in der Golfanlage Warnemünde. Sräga tritt auch hier in der IAM-Wertung als Vize an und wird versuchen, die amtierende Meisterin zu beerben. Diese ist nämlich keine geringere als ebenjene Daphne van Houten. Und so sagt Sräga zum Abschluss: „Ich hoffe, dass mir Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.“

Die Turnier-Ergebnisse

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