Bild Information: Jennifer Sräga (GC Augsburg) liegt in der Wertung für den Internationalen Meister der Damen einen Schlag vor der amtierenden Europameisterin. (Foto: DGV/Tiess)

IAM Golfer mit Behinderung: Sräga und Quelin führen

IAM Golfer mit Behinderungen 2019
 

Nach dem ersten Tag der IAM Golfer mit Behinderung liegt Charles-Henri Quelin in der Bruttowertung für den Internationalen Titel der Herren knapp in Führung. Bei den Damen steht Jennifer Sräga (GC Augsburg) vor der amtierenden Europameisterin van Houten.

Eindrucksvoll belegen die Zahlen, wie stark das Interesse an den Internationalen Amateurmeisterschaften der Golfer mit Behinderung zugenommen hat. 68 Spielerinnen und Spieler aus insgesamt zwölf Nationen standen an diesem ersten von zwei Wettkampftagen am Abschlag des Baden Hills Golf & Curling Clubs. Die Rahmenbedingungen waren gut und trocken, auch wenn in der umliegenden Region einige ausgewachsene Regenschauer vorbeizogen.

Doppelfehler zum Finish

In der Wertung für die internationalen Titel des Turniers konnte sich bei den Herren Charles-Henri Quelin in eine aussichtsreiche Position bringen. Der derzeit Weltranglisten-Fünfte ist erstmalig bei der deutschen IAM vertreten und hat seine Auftaktrunde mit 74 Schlägen (+2) absolviert. Ihm folgt der Weltranglisten-Dritte Brandon Lawlor (Irland) mit nur einem Schlag mehr (75;+3). Auf Rang drei steht Timo Klischan (Berliner G&CC Motzener See), der im Vorjahr Vizemeister dieser Wertung geworden ist. Klischan hat die erste Turnierrunde mit 76 Schlägen (+4) absolviert.

Die Wettbewerbsdichte bei diesem Turnier ist mittlerweile sehr hoch - und so zählt jeder Schlag. Das durfte auch Klischan, der Wahl-Brandenburger, am eigenen Leib spüren, nachdem er seine Runde mit einem Doppelbogey an Bahn 18 abschloss: „Bis auf den Doppelfehler zum Abschluss, bin mit meinem Spiel zufrieden. Grundsätzlich war es konstant, morgen können gerne noch ein paar mehr Birdies fallen. Ich denke dass das notwendig sein wird, um die zwei Schläge zum Führenden noch aufzuholen.“

Timo Klischan spielt dabei nicht allein um die Wertung in dem Turnier an sich, sondern immer auch um die mit der Platzierung einhergehenden Weltranglistenpunkte. Denn der Serienmeister der Behinderten-Kategorie „Arm“ hat sich fest zum Ziel gesetzt, in der Weltrangliste der Disabled Golfer mindestens den 15. Rang zu erreichen. Derzeit hält er in dem zeitlich rollierenden Ranking knapp am 14. Platz fest und kann zusätzliche Punkte sehr gut gebrauchen, um sich für die Teilnahme am Australian All Abilities Championship - dem großen Saison-Highlight - zu qualifizieren.

Stark: Sräga vor van Houten

In der internationalen Bruttowertung der Damen liegt Jennifer Sräga (GC Augsburg) mit 77 Schlägen (+5) knapp vor der amtierenden Einzel-Europameisterin Daphne van Houten (78; +6) aus den Niederlanden. Sräga sieht sich damit mehr als im Soll, weiß aber um die Schwierigkeiten, die vor ihr liegen: „Mit einer 77 bin ich für heute sehr zufrieden. Mein Ziel für den ersten Spieltag war es, so nah wie möglich an Daphne dranzubleiben. Nun bin ich sogar einen Schlag besser reingekommen, also habe ich mein erstes Ziel erfüllt.

Morgen spiele ich dann mit Daphne van Houten in einem Flight, sodass wir im direkten Duell liegen werden. Ich nehme mir dafür vor, die Nerven zu behalten und möglichst gelassen zu spielen. Es wäre richtig toll, wenn ich vor Daphne den ersten Platz schaffen würde, doch es wird mehr als schwer, denn eine Spielerin mit Handicap -1,4 zu schlagen ist äußerst schwierig. Doch nach der Runde heute habe ich gesehen, dass es nicht unmöglich ist.“

Neben den Titeln der Internationalen Meister werden auch wieder die Deutschen Meisterschaften in den einzelnen Behinderungskategorien ausgespielt. In der Kategorie „Arm“ steht Timo Klischan mit 32 Brutto-Stablefordpunkten (BSP) deutlich vor Michael Clemens (Royal St. Barbara’s Dortmund GC) mit 25 BSP und Karlheinz Labude (GC Rickenbach) mit 24 BSP. Eine ähnliche Dominanz zeigt Katharina Pegau (GC München Valley) in der Kategorie „Bein“. Sie liegt mit 32 BSP vor dem jungen Nationalspieler Pascal Ferreira-Schramm (GP Aschheim) mit 27 BSP und dem amtierenden Deutschen Meister Reinhard Friske (GC Hamburg-Walddörfer) mit 23 BSP.

Titelverteidigungen sind wahrscheinlich

In der Kategorie Rollstuhl hat Jens Maspfuhl (GC Friedberg) mit 10 BSP den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Titelverteidigung gelegt. Christian Nachtwey (GC Rittergut Rothenberger Haus) liegt mit 8 BSP auf Platz zwei. Ulrich Estermann (GC Marienfeld) liegt mit 1 BSP abgeschlagen auf dem dritten Rang. In der Kategorie „Mental“ steht Lasse Zietzschmann (GC Trier) mit 23 BSP klar vor Maxime Waldheim (GC Dillenburg) mit 7 BSP. Die Kategorie „Sonstige mit Einschränkung im Schwung“ wird souverän von der amtierenden Meisterin Jennifer Sräga mit 31 BSP angeführt. Ihr folgen Wilfried Ahrens mit 18 BSP und Peter Haustein mit 14 BSP - beide vom G&LC Bad Arolsen.

Auch in der Kategorie „Sonstige ohne Einschränkung im Schwung“ sieht es derzeit nach einer erfolgreichen Titelverteidigung aus. Marco Ullmann (GC Neuhof) liegt mit 34 BSP vor dem Vorjahres-Zweiten Andreas Süli (GR Augsburg) mit 29 BSP und Wolfgang Dort (GC Bad Wildungen) mit 19 BSP. In der Kategorie „Blind“ ist Florian Kehr (GP Aschheim) der einzige Teilnehmer. Er hat in der ersten Wertungsrunde 3 BSP notieren können. In der Kategorie „Gehörlos“ liegt die Meisterin des Jahres 2018, Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin (GC St. Leon-Rot), mit 35 BSP vor Stefanie Mayer (Münchener GC) mit 32 BSP und Gero Gertenbach (GC Kassel-Wilhelmshöhe) mit 21 BSP.

Die Entscheidungen werden am zweiten Wettkampftag des Turniers fallen. Die ersten Spielerinnen und Spieler gehen ab 08:30 Uhr auf die Runde. Die Leader-Flights für die internationalen Titel steht um 10:54 (Damen) und 11:06 Uhr (Herren) am Abschlag 1.

Zu den Ergebnissen der IAM der Golfer mit Behinderungen 2019

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