Bild Information: Marco Ullmann (GC Neuhof) führt die Herrenwertung nach dem ersten Spieltag der IAM GmB an. (Foto: DGV/ Tiess)

Ullmann und Lynggaard liegen vorn  

IAM Golfer mit Behinderung 2018
 

Der Deutsche Marco Ullmann und die Dänin Mette Wegge-Lynggaard liegen im Rennen um den Internationalen Titel der 2. IAM Golfer mit Behinderung an der Spitze des Feldes  

Hamburg - Am Samstag, 11. August begann im G&CC Hamburg-Treudelberg die zweite Ausgabe der Deutschen Internationalen Meisterschaften der Golfer mit Behinderung. Am Start waren 81 Golfer aus acht verschiedenen Ländern. Und sie alle wurden von einem unerwartet typischen Hamburger Wetter in Empfang genommen: Nach der wochenlangen Dürreperiode mit hochsommerlichen Temperaturen fanden sich die Spieler am Morgen dieses ersten Turniertags bei 16 Grad Celsius und einsetzenden Regenschauern wieder. Diese Schauer sollten im Verlauf des Tages immer wieder zu ausgewachsenen Starkregenfällen mutieren. Dazu gesellten sich Starkwind-Böen aus wechselnden Richtungen und gleich zwei kurze Gewitterunterbrechungen. Alles andere als Idealbedingungen also.

Klischan in der Verfolgerspur

Ungeachtet dessen, war das Feld ambitioniert unterwegs. Im Wettbewerb um den Preis der Bundesrepublik Deutschland der Golfer mit Behinderungen liegt derzeit Marco Ullmann vom GC Neuhof vorne. In der Zählspiel-Konkurrenz setzte er sich mit einer 73 (+1) vor Timo Klischan (Berliner G&CC Motzener See), der die Auftaktrunde mit 75 Schlägen (+3) absolviert hat. Die beiden Top-Spieler waren in derselben Spielgruppe unterwegs. Dabei kann Klischan, der im Vorjahr bereits Bronze gewann, auf eine bislang erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Europameisterschaften in Portugal beendete er auf einem geteilten vierten Platz und mit dem Sieg bei den Finnish Open sammelte er weitere wichtige Punkte für die Weltrangliste.

Mit diesen Erfolgen darf der Wahl-Brandenburger sein Saisonziel aussichtsreich vor Augen haben: „Ich möchte am Ende des Jahres zum Inklusions-Event bei den Emirates Australian Open fahren. Daher ist mein Ziel, hier bei der IAM möglichst viele Punkte für das Festigen meine aktuellen Position in der Weltrangiste zu sammeln. Die Top 12 dürfen an dem Event teilnehmen - aktuell bin ich auf Rang acht.“

Mit dem aktuellen Stand im Turnier sieht Klischan sich denn auch ganz auf Linie: „Mit der Runde bin ich sehr zufrieden. Bei den Bedingungen heute war das das Optimum. Morgen würde ich gerne ein ähnliches Ergebnis spielen. Ich kann mich ja zum Glück am Führenden orientieren und entsprechend versuchen, zu reagieren.“ Auf einem geteilten dritten Platz liegen Andreas Süli (GR Augsburg) und Jon Johanneson aus Dänemark mit jeweils 79 Schlägen (+7). Titelverteidiger Reinhard Friske (GC Hamburg-Walddörfer) liegt mit 82 Schlägen (+10) auf einem geteilten siebten Rang.

Bei den Damen liegt die Dänin Mette Wegge-Lynggaard an der Spitze des Feldes. Sie hat die Auftaktrunde mit 77 Schlägen (+5) absolviert und steht damit vor Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin (GC St. Leon-Rot) mit 81 Schlägen (+9) und der Vorjahres-Dritten Katharina Pegau (GC München Valley) mit 82 Schlägen (+10). Die amtierende Meisterin Ursula Paula Mielke-Salzmann kann ihren Titel nicht verteidigen - sie fehlt verletzungsbedingt.

Meisterschaftskämpfe in sieben Kategorien

Neben den beiden Titeln der Internationalen Meister werden die Titel der Deutscher Meister/Innen in den jeweiligen Behinderungskategorien ausgespielt. Hier liegt in der Kategorie „Arm“ der Serienmeister Timo Klischan mit 33 Brutto-Stablefordpunkten (BSP) vor Michael Clemens (Royal St. Barbara’s GC Dortmund) mit 20 BSP und Christof Buhl (Hanseatischer GC) mit 14 BSP. In der Kategorie „Bein“ liegen Vorjahressieger Reinhard Friske, Katharina Pegau und Pascal Ferreira Schramm (GP Aschheim) mit 26 BSP gleichauf. In der Kategorie „Rollstuhl“ liegt der amtierende Meister Jens Maspfuhl mit 16 BSP deutlich vor Ulrich Estermann (GC Marienfeld) und Christian Nachtwey (GC Rittergut Rothenberger Haus) mit jeweils sieben BSP.

In der Kategorie „Sonstige mit Einschränkung im Schwung“ setzt Jennifer Sräga (GC Augsburg) mit 24 BSP zur Titelverteidigung an. Dabei sind ihr Peter Haustein (G&LC Bad Arolsen) mit 22 BSP und Sebastian Wolk (GC Lilienthal) mit 19 BSP auf den Fersen. In der Kategorie „Sonstige ohne Einschränkung im Schwung“ liegt der Gesamtführende Marco Ullmann mit 35 BSP vor Andreas Süli mit 29 BSP und Stephan Egbert (GC Mecklenburg-Strelitz) mit 27 BSP.

Die Kategorie „Mental“ wird nach dem ersten Spieltag von Lasse Zietzschmann (GC Trier) angeführt. Er notierte heute 18 BSP und setzt sich damit knapp vor Kevin Bäse (Küsten GC Hohe Klint) und Leon Thobe Biganzoli (GC Oberneuland) mit jeweils 17 BSP. Die Kategorie „Gehör“ wird von Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin mit 27 BSP angeführt. Ihr folgt Peter Scheel (GC Erftaue) mit 23 BSP. Auf Platz drei liegt Jörg Heitmann (GC Green Eagle) mit 20 BSP. Die Kategorie „Blind“ wird mangels Anmeldungen nicht ausgespielt.

Das große Ziel: Paralympisches Golf

Mit der Öffnung des Teilnehmerfeldes für internationale Spielerinnen und Spieler, ist die IAM der Golfer mit Behinderung mittlerweile im zweiten Jahr Teil der Access Serie des Europäischen Behindertengolf-Verbandes (EDGA). Markku Varpela und Eija Helminen von der EDGA sind froh über diese Entwicklung und haben ein großes Ziel vor Augen: „Nachdem der Golfsport auf die olympische Bühne zurückgekehrt ist, ist es unser übergeordnetes Ziel, die Paragolfer analog zu Olympia in die Paralympischen Spiele einzufügen. Die vielen einzelnen Internationalen Meisterschaften unserer Mitgliedsländer spielen hier eine wichtige Rolle.

Und so sind auch die Deutschen Internationalen Amateurmeisterschaften mittlerweile ein fester Bestandteil der Turniere der EDGA. Wir denken, es ist ganz wichtig, dass Deutschland Teil dieses Netzwerkes ist, denn Deutschland hat einerseits sehr viele eigene Spielerinnen und Spieler mit Handicap und hat andererseits eine geografisch sehr zentrale Lage. Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses Turnier in der Zukunft Anschluss an die internationale Popularität der aktuell ganz großes IAM-Turniere wie zum Beispiel in Portugal findet.“

Ein dazu passendes sportliches Ausrufezeichen wollen die Teilnehmer am morgigen zweiten Spieltag setzen. Dies ist der entscheidende Tag der IAM - und er soll mit deutlich freundlicherem Wetter daher kommen. Gestartet wird ab 08:35 Uhr von den Abschlägen A1 und B1 des G&CC Hamburg-Treudelberg. Die Führenden im Kampf um den Internationalen Titel gehen um 10:47 Uhr von Abschlag A1 aus in die Runde. Zuschauer sind willkommen - der Eintritt ist kostenfrei.

Zu den Resultaten des ersten Turniertages

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