Bild Information: Maß nehmen für den Platzrekord: Anouk Sohier aus den Niederlanden übernimmt mit einer 67 (-4) die Führung (Foto: DGV/stebl)

Platzrekord in Hamburg

IAM Damen 2019
 

Die 79. Internationale Amateurmeisterschaft der Damen hält für viele der Athletinnen ein Wechselbad der Gefühle bereit. Am zweiten Tag stellt die Niederländerin Anouk Sohier einen neuen Platzrekord auf und übernimmt die alleinige Führung.

Hamburg – Das Schietwetter war einem prächtigen Frühlingstag gewichen, als die 120 Damen in ihre zweite Wettkampfrunde starteten. Die Bedingungen hätten perfekter kaum sein können und der Platz präsentierte ich mit nicht ganz so harten Grüns in sehr fairem Zustand.
Am Vormittag wurde schon stark gespielt. Julia Neumann, die zur neuen Saison zum GLC Berlin-Wannsee gewechselt war, hatte einen perfekten Start in die zweite Runde, nachdem sie in der Auftaktrunde noch 76 (+5) Schläge gebraucht hatte. Von Tee 11 ging es los und nach nur sieben gespielten Bahnen lag die 25-Jährige fünf unter Par. In die andere Richtung ging es danach, auf der eigentlichen Frontnine des 1930 eröffneten Platzes. Schnell hatte sich Julia Neumann zwei Bogeys gefangen und am Ende wurde es eine 69 (-2). „Am Anfang sind alle Putts gefallen, später habe ich dann leicht geschwächelt. Der Platz spielt sich echt lang, ist aber in gutem Zustand und es macht Spaß, hier zu spielen“, war Berlinerin sehr aufgeräumt.

Platzrekord

Im zweiten Startblock, der gegen 13.00 Uhr auf den Platz ging, gab es ein regelrechtes Birdiefestival und am Ende des Tages hat diese 79. IAM der Damen nicht nur eine neue Leaderin, sondern der traditionsreiche Platz des HGC Falkenstein für die Damen auch einen neuen Platzrekord.


Anouk Sohier lag nach nur fünf gespielten Bahnen schon bei -4. Zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere hatte die Niederländerin vier Birdies in Serie notieren dürfen. Nach zehn Bahnen lag die 20-Jährige dann bei fünf unter Par, leistete sich danach nur ein Bogey und spielte solide die Runde zu Ende.
Nachdem die letztjährige Siegerin der Dutch Int. Junior Open in der ersten Runde noch eine 72 (+1) unterschrieben hatte, geht Sohier nach dem famosen Ergebnis der zweiten Runde als alleinige Führende mit einem Gesamtscore von -3 in die dritte von vier Runden.
„Ich habe sehr gut geputtet, weil ich auf den Grüns eine sehr gute Geschwindigkeit hatte. Ich habe viel gelocht. Auf diesem Platz ist die Strategie sehr wichtig. Man darf hier kein Grün auf der falschen Seite verfehlen“, strahlte die Spielerin des GC Princenbosch in der Abendsonne von Hamburg über das gute Ergebnis.
Auch Line Toft Hansen legte los, als wolle sie den Platz regelrecht auseinander nehmen. Nach drei Birdies in Serie auf den Bahnen 15 bis 17 legte die Dänin, die auf Tee 11 gestartet war, emsig nach und stand nach zwölf gespielten Bahnen auch schon bei fünf unter Par.
Obwohl die 19-Jährige am Abend im Zwischenklassement auf Rang zwei erscheint, war sie auf ihrem 18. Grün richtig angefressen, denn drei Bogeys in Serie hatten ihr den Score verhagelt. Mit einer 69 (-2) hat Hansen einen Zähler Rückstand auf die Niederländerin.

Deutsche mischen vorne mit

Auf Rang drei folgt die erste Deutsche des Klassements. Paula Kirner machte ihre Scorekarte ungewöhnlich bunt und kam zum zweiten Mal mit Even Par ins Clubhaus, obwohl sie satte fünf Birdies notieren durfte. Die Spielerin des Kiawah GC Riedstadt analysierte ihre Runde: „Die Grüns sind sehr herausfordernd. Heute waren die Fahnen teilweise sehr anspruchsvoll gesteckt. Ich habe gut gespielt, aber auf dem letzten Drittel der Runde habe ich keinen Putt mehr gelocht. Das war wie verhext. Ich versuche morgen, die Fehler zu vermeiden und schaue, auf welchen Grüns die Fahnen so gesteckt sind, dass ich angreifen kann.“


Auch Sarina Schmidt ist am zweiten Tag Even Par ins Clubhaus gekommen und rangiert vor der dritten Runde auf dem geteilten vierten Platz. Die Münchenerin vom Bundesliga-Aufsteiger Valley lag kurz vor Ende ihrer Runde noch bei -2, kassierte aber dann noch zwei Bogeys, weil sie jeweils einen Bunker getroffen hatte und das Up-and-down jeweils verpasste.
„Ich habe ganz okay gespielt, hatte nur leider kein gutes Finish. Ich bin dennoch ganz zufrieden. Der Platz ist ziemlich anspruchsvoll, weil man die Abschläge sehr straight hauen muss. Besonders die Grüns sind sehr herausfordernd. Man muss sehr darauf achten, auf welcher Seite man sie anspielt“, sieht die Spielerin des National Team Germany genau, worauf sie ihr Augenmerk legen muss.

Das Feld ist insgesamt sehr dicht beisammen. Nicht weniger als zehn Spielerinnen teilen sich Rang sieben, darunter mit Anna-Theresa Rottluff, Anni Eisenhut, Patricia Schmidt, Sophia Zeeb und Hendrika Labsch alleine fünf Deutsche.


 

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