Bild Information: Spitze: Louise Markvardsen aus Dänemark führt mit -3 das Feld an (Foto: DGV/stebl)

Schietwetter zum Auftakt der 79. IAM

IAM Damen 2019
 

Die 79. Internationale Amateurmeisterschaft der Damen mit 122 Spielerinnen aus 15 Nationen starten in Hamburg bei echtem Schmuddelwetter mit einigen starken Scores.

Hamburg – Wenn der Hamburger GC als einer der traditionsreichsten Clubs in Deutschland eine große Meisterschaft ausrichtet, ist diese immer ein Höhepunkt im Turnierkalender der besten Golfer Europas.
Vom 16. bis zum 19. Mai findet die 79. Internationale Amateurmeisterschaft von Deutschland der Damen auf dem hochdekorierten Platz statt, der hoch über dem Elbufer thront. Selten waren Athletinnen aus so vielen Nationen am Start wie in diesem Jahr. 15 Fahnen wehen am Leaderboard.
Am Abend vor der ersten Runde hatte Gastgeber Falkenstein zur Player´s Night geladen und die internationalen Gäste zum bunten Sommerbuffet gebeten. HGC-Präsident Thomas Klischan begrüßte die Spitzenamateure aus aller Welt herzlich in allen Landessprachen der Gäste und fügte die Hamburger Begrüßung hinten an: „Moin!“
Mit leichtem Augenzwinkern wies Klischan darauf hin, dass es auf dem Platz kein Wasser gibt und dieser deshalb doch wohl leicht zu spielen wäre.


Der 1930 nach Plänen des legendären Golfplatzarchitekten Harry S. Colt gebaute Platz, der für die Damen in den vier Turniertagen mit 5.290 Meter als Par 71 gespielt wird, wusste sich aber durchaus der geballten Qualität des Feldes zu erwehren.

Bester Start

Am besten startete Louise Markvardsen in das Turnier. Die Dänin, die im Vorjahr in Mülheim schon mit Rang 13 eine sehr gute Leistung abgeliefert hatte, war mit Bogeys auf den Bahnen 1 und 3 wenig vielversprechend rausgegangen, zeigte danach aber tolle Schläge und traf vom Tee fast immer die Bahn so gut, dass sie sich viele Birdiechancen erarbeitete.
„Vom Tee bis zum Grün habe ich sehr gut gespielt. Ich habe mich nach guten Abschlägen immer darauf fokussiert, bestimmte Zonen auf den Grüns zu treffen und damit sehr gute Annäherungsschläge gemacht. Der Platz ist toll! Er ist eine Herausforderung für das gesamte Spiel, ganz besonders von den Tees“, freute sich die Dänin darüber, dass ihre Taktik so gut aufgegangen war.
Nach ihrem sechsten Birdie auf Bahn 17 lag Markvardsen schon bei vier unter Par, kassierte dann aber auf der finalen Bahn doch noch ihren dritten Bogey. Die 68 (-3) bedeutete aber die alleinige Führung, zumal nur drei Athletinnen es schafften, den selektiven Course des HGC Falkenstein überhaupt unter Par zu bezwingen.
Eine davon konnte ihren Heimvorteil nutzen: Christin Eisenbeiß aus dem Junior Team Germany konnte auch aus etwas schlechteren Lagen meist noch das Up-and-down machen. Auf der Runde erlebte die Falkensteinerin ein echtes Wechselbad der Gefühle. Nach ihrer Frontnine -gestartet war die 17-Jährige auf Bahn 11, lag Eisenbeiß unter Par und knallte auf Bahn 4, einem 398 Meter langen Par 5, einen sauberen Eagle auf den Platz. Nach einem guten Drive hinter die Kuppe rollte ihr Eisen 5 auf rund vier Meter an den Stock und der Putt fiel.


Unmittelbar danach wurde die Nationalspielerin, die mit ihrer Mannschaft im letzten Jahr die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi gewonnen hatte, unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als sie die just gewonnenen zwei Schläge sofort mit einem Doppelbogey wieder abgeben musste. Am Ende wurde es die 70 (-1).
Auch Magdalena Maier, das erst 15-jährige Talent des Münchener GC war von Tee 11 gestartet und kam bei nass-kaltem Wetter mit einem Schlag unter Par ins altehrwürdige Clubhaus zurück. „Das war für meine erste Teilnahme an einer IAM ein guter Auftakt. Ich versuche, in den nächsten Tagen daran anzuknüpfen und freue mich schon auf jedes Loch auf diesem tollen und anspruchsvollen Platz“, war die Bayerin mehr als zufrieden, vier Birdies auf die Scorekarte gebracht zu haben.

Even Par

Chiara Horder, die sich vor kurzem in Frankfurt auf einem anderen Harry-Colt-Platz den Titel bei der Deutschen Lochspielmeisterschaft geholt hatte, ist gut in das Turnier gestartet. Die 16-Jährige, die in diesem Jahr zum Bundesliga-Aufsteiger GC München Valley gewechselt ist, machte ihre Scorekarte mit jeweils vier Birdies und Bogeys bunt. „Mit dem Score bin ich echt zufrieden, weil ich nicht so gut gestartet bin, mich dann aber mit guten Birdies zurückgekämpft und sehr solide gespielt habe“, kommentierte Horder ihre Leistung.
Schlaggleich auf Rang vier startete auch die entthronte Deutsche Lochspielmeisterin Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt). „Es waren durch Wind und Regen harte Bedingungen und der Platz hat sich dadurch schwerer gespielt. Ich habe wenig Fehler gemacht und den Score gut zusammenhalten“, wünschte sich die Hessin aber, schon heute noch mehr Bälle eng an die Fahnen geschlagen zu haben.
Anni Eisenhut lag nach 14 Bahnen noch drei über Par, zeigte dann aber ein grandioses Finish, als sie erst auf der 16 einen Schlag gutmachte und anschließend auf der 383 Meter langen Bahn 17 mit einem Eagle ihren Score wieder ausglich. Die Spielerin des Münchener GC war sehr zufrieden: „Mit dem Wind und dem Regen war es nicht einfach, zu spielen. Ich habe heute zum ersten Mal einen neuen Putter eingesetzt, hatte viel mehr Sicherheit auf den Grüns und konnte so die wichtigen Putts lochen.“
Insgesamt acht Spielerinnen mit Even Par den vierten Platz.


Auch am zweiten Wettkampftag werden alle 120 Spielerinnen in zwei Startgruppen den Kampf gegen Platz und Elemente aufnehmen. Die erste Startgruppe geht ab 8.00 Uhr raus, die späte Gruppe startet ab 12.39 Uhr.

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