Bild Information: Mit einer 69 auf T1 verbessert: Sophia Zeeb (Foto: DGV/stebl)

Zeeb und Harm vorne

IAM Damen 2018
 

Spitze in Mülheim weiter bei vier unter Par    

Mülheim/Ruhr – Der zweite Tag der 78. Internationalen Amateurmeisterschaften der Damen hat mit strahlendem Sonnenschein begonnen und so die Spielerinnen entschädigt, die gestern am Nachmittag mit erschwerten Verhältnissen zu kämpfen hatten. Im Unterschied zu gestern hielt das Wetter aber den ganzen Tag, so dass auch die späte Startgruppe in den Genuss von wunderbar sommerlichen Bedingungen kam.

68 wieder tief

Passend zu den hervorragenden Voraussetzungen wurde auf dem Par-72-Platz erneut stark gespielt. Mit einer 68 (-4) lieferte Carolin Kauffmann den besten Score im Clubhaus ab. Die Spielerin des Marienburger GC begann die Runde auf Bahn 10 und lochte gleich mal aus rund zehn Metern zum Birdie ein. Auf Bahn 11 setzte der Putter ein weiteres, sehr eindeutiges Signal: „Ich bin heiß!“ Dieses Mal waren es gut und gerne 13 Meter, die der Ball wie auf Schienen lief und am Ende in der Dose klickerte.

Einmal meinte der Putter aber auch, es nicht übertreiben zu wollen, als die Kölnerin auf Bahn 4 ihren zweiten Schlag auf drei Meter an die Fahne setzte, der Eagle-Putt aber nicht fallen wollte.

Mit insgesamt sechs Birdies bei zwei Bogeys lieferte die Spielerin aus NRW am zweiten Wettkampftag dieses großen Turniers ihre bislang beste Runde auf dem Mülheimer Platz. Besonders genossen hatte die Spielerin, dass ihre Schwester am Bag geholfen hatte. „Annika hilft mir sehr, aber leider zu selten. Wir reden draußen nur ganz wenig über Golf“, ist das Erfolgsgeheimnis des Kauffmann-Duos schnell erklärt.

Nachdem Kauffmann gestern eine 74 unterschrieben hatte, geht es nun auf einen Gesamtscore von -2 und im Klassement mit einem großen Sprung vor bis auf Platz 4.

Diesen teilt sich die Westdeutsche mit einem Nordlicht: Miriam Emmert vom Hamburger GC zeigte sich erneut als Hüterin des soliden Spiels und kam mit einer 71 (-1) rein, obwohl sie zwei Bogeys und ein „Double“ notieren musste.

Doppelspitze

An der Spitze teilen sich zwei Spielerinnen aus dem Kader von Bundestrainer Stephan Morales den ersten Rang. Sophia Zeeb vom Stuttgarter GC brachte fünf Birdies unter. Da nur zwei Bogeys auf der Scorekarte standen, reichte es mit 69 (-3) zu gesamt vier unter Par.

„Meine Schläge ins Grün waren heute wirklich gut und dadurch habe ich mir oft Birdiechancen geschaffen. Morgen versuche ich, die Abschläge ein bisschen besser zu machen, dann sollte noch etwas drin sein. Ich freue mich auf die dritte Runde“, strahlte Zeeb am Abend und signalisierte damit auch, dass sie heiß auf den Titel ist.

Wie es sich anfühlt, in Mülheim die IAM zu gewinnen, weiß Leonie Harm schon aus eigener Erfahrung. Nach der 69 von Tag eins folgte bei der Spielerin des GC St. Leon-Rot, die an der Ruhr 2015 triumphiert hatte, eine solide 71 (-1), wobei diese hart erkämpft war.

Sofie Nielson aus Dänemark behauptet Rang drei. Die Dänin lieferte eine Runde von Even Par im Clubhaus ab und ist damit beste Spielerin aus Skandinavien.

Insgesamt haben zehn Spielerinnen vor dem dritten Tag einen Score unter Par. Auch die gestern noch führende Niederländerin Anouk Sohier blieb trotz einer 75 (+3) in Summe bei -1, da sie in der Auftaktrunde mit 68 tief gescored hatte.

Dreimal Even Par

Drei Spielerinnen gehen Even Par vom geteilten elften Platz in die zweite Turnierhälfte, darunter auch Sofia Anokhina, die das perfekte Wetter nutzte, um ihre allererste bogeyfreie Runde zu spielen. Die Russin, die aus Moskau stammt und seit drei Jahren in den USA am College Golf spielt, brachte zwei Birdies auf die Karte und glich mit ihrer 70 (-2) das Ergebnis der ersten Runde exakt aus, so dass sie mit gesamt Even Par in die dritte Runde starten wird.

Caroline Hermes vom GC St. Leon-Rot hat ihre zweite 72 unterschrieben. Die Athletin aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl war insgesamt zufrieden: „Ich habe gestern und heute kaum Fehler gemacht. Beide Runden waren solide. Mental habe ich mich nie hängen lassen und jedes Loch als neue Birdiechance gesehen. Ich hoffe, dass ich morgen noch ein paar Birdies rausholen kann!“

Dritte Athletin mit ausgeglichenem Kontostand ist Anna Bautista vom gastgebenden GC Mülheim an der Ruhr. „Das Putten lief schlechter als gestern, dafür habe ich die Eisen besser an den Stock gelegt. Ich bin zufrieden“, kommentierte Anna Bautista ihre 71 (-1).

Früh drei unter

Anna Lina Otten hat mit einer starken Leistung ihren Gesamtscore fast ausgeglichen. Die Westdeutsche lief lange ganz stark und lag nach drei frühen Birdies ohne Bogey drei unter Par. Mit Bruder Cedric am Bag musste die Spielerin des Düsseldorfer GC auf Bahn 15 doch noch ein Bogey hinnehmen, legte aber nervenstark noch ein Birdie nach, so dass mit 69 (-3) der zweitbeste Score des Tages zu Buche stand. Otten rückt damit bis auf Platz 14 vor.

Ungewöhnlich

Tara Bettle hatte auf Bahn 6 Pech. Ihr Eisen war exakt auf Linie, traf allerdings den Fahnenstock genau von oben auf der Spitze. Der Ball sprang von dort 30 Meter hinter das Grün. Statt das dritte Birdie innerhalb von fünf Bahnen auf die Karte zu bringen, wurde es so ein Bogey und die Berlinerin unterschrieb am Ende eine 72 (Even Par).

Olympionike in Mülheim

Anna-Theresa Rottluff kam Even Par ins Clubhaus, obwohl das Spiel auch einen Score deutlich unter Par möglich gemacht hätte. Noch laufen im Spiel der Hubbelratherin nicht alle Bestandteile perfekt ineinander, aber das Potenzial ist erkennbar da, dass die Spielerin des National Team Germany bald wieder richtig tief schießt. Am Bag hatte die Schwester des web.com-Tour-Profis Max einen echten Olympioniken: Stefano Peschiera hat 2016 bei den Spielen in Rio für Peru im Segeln (Laser) teilgenommen.

Start in Runde drei

Am dritten Tag sind noch alle Athletinnen am Start. Erst nach der dritten Runde wird es einen Cut geben. Im Cut für die Finalrunde sind nur die besten 60 Spielerinnen.

Am Samstag wird nach Ergebnissen gestartet. Ab 8.00 Uhr gehen von Tee 1 und Tee 10 zunächst die Spielerinnen mit den höchsten Scores raus. In der zweiten Startgruppe, die ab 11.50 Uhr wiederum von Tee 1 und Tee 10 rausgehen wird, sind dann die Athletinnen konzentriert, die beste Aussichten haben, den Cut zu machen.

Die Leaderinnen starten um 13.40 Uhr auf Tee 1.

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