Bild Information: Sibylle Gabler und Thomas Krieger sind die Internationalen Deutschen Amateurmeister der Senioren. (Foto: C&V Sport Promotion)

Gabler und Krieger sind die Meister

IAM AK 50 2018
 

Bei den IAM AK 50 gewinnen Sibylle Gabler und Thomas Krieger. 

Unangefochten, so scheint es, zieht Sibylle Gabler (G&LC Berlin-Wannsee) am Finaltag ihre Runde durch und sichert sich mit starken acht Schlägen Vorsprung den Titel der IAM AK 50 Meisterin. Dabei ist es Gablers erste Turnierteilnahme, nachdem sie in diesem Jahr neu zur Altersklasse der Senioren hinzugestossen ist. Aus dem Stand heraus gelang es ihr, der inzwischen fünften Auflage dieses Turniers ihre Akzente mitzugeben. Von Beginn an spielte die Berlinerin ganz oben mit und lag stets an der Spitze des Feldes. Dass eine so konstante Leistung auf diesem hohen Niveau kein Standard ist, betonte Gabler dann auch selbst:

„Ich bin sehr glücklich, dass ich hier drei gute Runden gespielt habe. Ein oder zwei starke Scores schafft man ja immer wieder mal - aber drei sind schon eine echte Herausforderung. Ich habe zudem noch nicht so viel Gespür dafür, wie stark das Spielniveau in der AK 50 ist. Was mein eigenes Spiel angeht, so habe ich in letzter Zeit mit einem Pull-Hook zu kämpfen gehabt. Ich habe den Ball hier aber sehr gut getroffen. Das war lange Zeit nicht so. Ich hatte vor zwei Jahren einen Ellenbogenbruch und bin erst in den letzten Monaten überhaupt wieder auf mein altes Niveau zurückgekommen.“

Den Rundenverlauf kommentiert Gabler wie folgt: „Ich war heute sehr konzentriert. Die ersten neun Bahnen habe ich noch in einem gefühlten Lochspiel-Modus gegen meine Verfolgerin Susanne Lichtenberg verbracht. Bei ihr lief es heute allerdings nicht so gut und so habe ich dann auf den zweiten Neun das Lochspiel gegen mich selbst gespielt. In diesem Modus habe ich einfach ein aggressiveres Spielgefühl. Der Platz an sich war herausfordernd - auch gute Bälle sind gerne abgedriftet. Man musste also sehr platziert spielen und den Bounce mit einrechnen. Ansonsten war das heute genau mein Wetter, denn mit Hitze kann ich sehr gut umgehen.“

So siegte Sibylle Gabler nach Runden von 73, 75 und 74 Schlägen (222; +6) vor Susanne Lichtenberg (Krefelder GC) mit 76, 76 und 78 Schlägen (230; +14) und Cornelia Schmidt-Stützle (Stuttgarter GC Solitude) mit 73, 82 und 81 Schlägen (236; +20).

Fünf Herren im Titelkampf

Bei den Herren stellte sich der Kampf um die Meisterschaft deutlich enger dar. Neben den gemeinsam spielenden Martin Birkholz (Krefelder GC), Ulrich Schulte (Bochumer GC) und Thomas Krieger (GC Heddesheim-Neuzenhof) waren auch Ekkehart Schieffer (Bochumer GC) und Christian Schabram (Bochumer GC) in enger Schlagdistanz, um eine ernsthafte Rolle im Titelkampf zu spielen. Auffällig ist dabei die Dominanz des Bochumer Golfclubs, der Heimatclub von gleich drei der fünf hiesigen Top-Spieler ist.

Wenn die Leistungsdichte hoch ist, scheint ein Stechen nur allzu oft unausweichlich. So sollte es auch hier in Bad Ems sein. Am Ende der dritten Turnierrunde standen Birkholz, Schulte und Krieger schlaggleich an der Spitze des Scoreboards und zogen in das Play-Off ein. Der zwischenzeitig sehr gut liegende Schabram und auch Titelverteidiger Schieffer verpassten das Stechen knapp um einen Schlag.

Als erste Extrabahn wurde das 18. Loch gespielt. Alle drei Spieler absolvierten die Bahn mit Par. Als zweite Extrabahn stand Bahn 10 auf dem Programm - ein Par 4, das zurück zum Clubhaus läuft. Ulrich Schultes Abschlag landete als Hook im Rough, der Bochumer konnte sich allerdings durch einen sensationellen Rescue-Schlag zurück ins Spiel bringen. Sein Ball landete auf dem hinteren Teil des Grüns. Martin Birkholz setzte seinen zweiten Schlag in schwieriges Terrain rechts vom Grün. Sein darauf folgender Chip blieb zu kurz, sein vierter Schlag, ebenfalls ein Chip, sollte zu lang werden.

Wie auf Schienen zum Sieg

Einzig Thomas Krieger spulte sein Programm so ab, wie er es sich auch tatsächlich vorgenommen hatte. Mit seinem zweiten Schlag lag der Süddeutsche auf dem Vorgrün. Sein nun folgender Putt beließ noch einen Meter Distanz zum Loch. Schulte, der ebenfalls einen langen Putt zu spielen hatte, überspielte das Loch um gute zwei Meter und auch sein Par-Putt sollte nicht fallen. Krieger hingegen blieb in seiner Routine und lochte den verbliebenen kurzen Putt souverän zum Par. Nach seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren im Jahr 2016 ist der an diesem heutigen Tag erkämpfte internationale Titel nun bereits der zweite Pokal, den Krieger in der AK 50 gewinnen konnte.

Für den Baden-Württemberger genau der richtige Weg: „Als Sportler gehst Du in jedes Turnier, um es zu gewinnen. Ich will jedenfalls nicht einfach nur dabei sein. Ich wollte hier das Beste geben und über den Sieg freue ich mich sehr!“ Dabei merkte man Krieger an, dass der anspruchsvolle Turnierplatz es ihm nicht immer leicht gemacht hat. „Ich habe jetzt drei Jahre hintereinander die Internationalen Amateurmeisterschaften hier mitgespielt und die ersten beiden Jahre sehr mit den Schräglagen gekämpft. Ich habe mich dieses Mal jedenfalls positiver mit dem Platz auseinander gesetzt. Viele meiner Schläge waren gut und haben mir Sicherheit gegeben. Das hat am Ende vielleicht den Ausschlag gegeben.“

Schlussendlich siegt also Krieger im Stechen nach zwei Extrabahnen gegen Ulrich Schulte, der auf Platz zwei abschließt und Martin Birkholz auf Rang drei. Alle drei haben für die reguläre Turnierdistanz 219 Schläge (+3) benötigt. Auf Platz vier steht Christian Schabram mit 220 Schlägen (+4), auf Platz fünf folgt der schlaggleiche Vorjahressieger Ekkehart Schieffer. Und nach drei sonnigen Turniertagen ließ die Gastfreundschaft des Mittelrheinischen Golfclub Bad Ems die Teilnehmer aus zehn Nationen auch in diesem Jahr wieder mit dem Gefühl nach Hause fahren, hier jederzeit herzlich willkommen zu sein.

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