Bild Information: Da ist das Ding: Der Tscheche Filip Jakubcík gewinnt die 17. German Boys Open im GC St. Leon-Rot. (Foto: DGV/Kirmaier)

Jakubcík holt den Pott

GBGO 2021
 

Filip Jakubcík ist der erste Tscheche, der die German Boys Open im GC St. Leon-Rot gewinnt. Am Finaltag enteilt der 17-Jährige durch schnelle Birdies früh seiner Konkurrenz und schaukelt seinen Triumph mit einem Gesamtscore von -12 cool und ungefährdet nach Hause.

Große Turniere gewinnst du nur, wenn du über mehrere Tage hinweg eine sehr gute und stabile Leistung abrufst. Natürlich ist zwischendrin mal ein Weltklasse-Ergebnis hilfreich. Im Golf holt aber nur der Pokale, der in allen Runden tief schießt. So wie Filip Jakubcík. Der Tscheche war als Favorit nach St. Leon-Rot gereist, wo sie nach der Corona bedingten Pause im Vorjahr endlich wieder eine German Boys & Girls Open ausrichten konnten. Seiner Rolle wurde der 17-Jährige gerecht. Am Finaltag zog Jakubcík seinen Kontrahenten früh den Zahn. Vier Birdies auf den ersten sieben Löchern brachten ihn in eine komfortable Position. Die erkämpfte Pole Position gab er nicht mehr her. Jakubcík siegte schließlich nach Runden von 69, 68 und 67 Schlägen und einem Gesamtscore von -12 vor dem Italiener Pietro Fenoglio (64, 72, 70/-10) und dem Franzosen Martin Couvra (67, 69, 72/-8).

Damit ist Filip Jakubcík der erste Tscheche, der die GBGO für sich entscheiden kann. Beeindruckend war aber vor allem die Art und Weise, wie er sich den Pott krallte. Vom Tee ist der schlanke, junge Herr mit den langen Haaren nicht unbedingt der Längste. Seine Annäherungsschläge brachten ihm allerdings den Triumph ein. Das war Präzisionsarbeit. Damit nicht genug: Tags zuvor hatte Jakubcík die Nationenwertung mit Team Tschechien gewonnen. Ein Doppelsieg also, und den spulte der Dominator derart cool und ruhig herunter, dass die Konkurrenz sogar noch auf der Runde dessen Schläge beklatschte.

"Ich glaube, dass ich einfach so geboren und aufgewachsen bin, in allen Situationen ruhig zu bleiben. Wobei ich zugeben muss, dass ich auf der 18 schon ganz schön Stress hatte. Ich dachte, ich hätte nur einen Schlag Vorsprung. Dass es zwei waren, wusste ich gar nicht. Aber es hat gereicht und ich muss der ganzen Organisation hier ein Riesen-Kompliment machen. Der Platz war großartig", so Sieger Jakubcík gewohnt ruhig und ohne großes Bohei.

Dass überhaupt gespielt werden konnte, war alles andere als selbstverständlich. DGV-Sportvorstand Marcus Neumann wies bei der Siegerehrung darauf hin, dass man vor wenigen Wochen noch gar nicht genau gewusst hatte, ob man dieses Event wird spielen können. Aber der Club hat in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden alles Menschenmögliche geleistet, "und dafür gilt unser aller Dank", so Neumann.

Bester Deutscher bei der 17. Auflage der German Boys & Girls Open war Tim Wiedemeyer. Der amtierende Deutsche Lochspielmeister aus dem Münchener Golfclub spielte Runden von 70, 70 und 72 (-4) Schlägen. "Natürlich wäre bei diesem Heimspiel vielleicht etwas mehr drin gewesen, aber wir sind nicht unzufrieden, auch wenn unser Bester am Ende acht Schläge hinter dem Sieger liegt. Wir haben aktuell einen sehr jungen Kader und der Platz war mit den schwarzen Tees ja auch für unsere Jungs neu. Es ist immer unser Ziel, einen unserer Spieler ganz vorne im Kampf um den Sieg dabei zu haben. Man muss aber auch sagen, dass die Konkurrenz in diesem Jahr sehr stark war", erklärt Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann.


Schlag ins Glück: Filip Jakubcíks letzte Annäherung auf der 18. (Foto: DGV/Kirmaier)

Neben Wiedemeyer, der das Turnier auf Rang zehn beendet, konnte sich am Finaltag auch Lokalmatador Yannick Malik zeigen. Er unterschrieb zum Abschluss eine 71 und kommt auf ein Gesamtergebnis von -3, was ihm Rang zwölf beschert. Gustav Ordel vom Berliner GC Stolper Heide glänzt im Finale mit einer 68 und belegt mit gesamt -2 Rang 17 – einen Schlag vor Tom Haberer vom GC Hannover (-1). Ganz vorne spielten andere die Musik. Allen voran Filip Jakubcík, erster Gewinner der German Boys & Girls Open aus Tschechien. Und das ganz ohne viel Gedöns, sondern einfach nur cool, solide und konstant gut. So gewinnst du große Turniere.

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Hier geht's zur offiziellen Seite des Turniers Finaltag Girls

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