Bild Information: Tim Wiedemeyer vom Münchener GC ist mit vier unter Par bester Deutscher nach zwei Runden. (Foto: DGV/Kirmaier)

Da ist Bewegung drin

GBGO 2021
 

Tag zwei der German Boys & Girls Open geht wegen einer Gewitterunterbrechung in die Verlängerung. Aber das Warten lohnt sich, denn am Moving Day schiebt sich das Feld an der Spitze zusammen. Heißt: Es dürfte ein enorm spannender Finaltag werden, an dem auch drei Deutsche eine Top-Platzierung ins Visier nehmen.

Bewegung ist gesund. Und tut gut. Wer rastet, der rostet. Anders ausgedrückt: "Stillstand gibt’s genug nach dem Tod". So hat’s ein deutscher Popstar mal gesungen. Richtig Bewegung gab’s an Tag zwei der German Boys & Girls Open im Golfclub St. Leon-Rot. Nach einem gelungenen Auftakt stand Runde zwei an bei den Jungen der AK 18. Moving Day nennt sich das auf Golferisch. Und die GBGO wäre nicht die GBGO, wenn es keine Gewitterunterbrechung gäbe. Ein Ausrufezeichen setzte ausgerechnet einer der Jüngsten.

Los ging’s am Freitag mit leichtem Nieselregen. Pünktlich zu den ersten Abschlägen - diesmal auf der Schleife Rot - öffnete der Himmel seine Schleusen. Nichts Dramatisches, aber eben etwas Wasser von oben. Dazu schwül-warme Witterung. Auch meteorologisch ist Bewegung drin in diesem Turnier. Einer, der sich davon so gar nicht beeindrucken ließ, war der Norweger Oscar Bach. Mit 14 Jahren ist der Skandinavier der zweitjüngste Teilnehmer im Feld, in dem 99 Talente aus 19 Nationen unterwegs sind. Aber Alter schützt bekanntlich vor Birdies nicht.

Bach sorgte für die massivste Bewegung am Vormittag. Mit zwei Schlaggewinnen zum Start und weiteren drei auf den Back Nine kletterte der Norweger im Klassement hübsch nach oben. Seine 67 war der beste Score bis zur Gewitterunterbrechung am Nachmittag. Am Himmel schoben sich nach Regen am Morgen und Sonne am Mittag gegen 15 Uhr bedrohliche Wolken Richtung St. Leon-Rot. Bewegung überall eben. Einfach kann ja jeder.

Und Oscar Bach? Bis zur Pause war er durch - und zufrieden: "Ich bin sehr glücklich mit meiner Runde, die ganz gut begonnen hatte. Aber auf meinen Front Nine hatte ich schon das eine oder andere Mal zu kämpfen. Dafür lief’s hinten raus sehr gut, vor allem, weil mein Chipping und mein Putting super waren heute", erklärte Bach. Es ist sein zweites Turnier außerhalb Norwegens nach dem Lockdown, "aber das hier gehört sicher zu den besten Events, an denen ich je teilgenommen habe", so der junge Norweger.

So was hören sie gern im Golfclub St. Leon-Rot, wo man immer offen ist für Neues, für Bewegung. Mächtig was vorgenommen für die German Boys & Girls Open 2021 hat sich auch Pietro Guido Fenoglio. Der Jungstar aus Turin hatte am Vortag eine 64 von den schwarzen Tees der Schleife St. Leon in die Bücher gezimmert. Und wie lief’s für den sympathischen Mann aus Turin in Runde zwei? Nicht ganz so gut. Es dauerte 23 Bahnen, bis Peppi Fenoglio sein erstes Bogey schlucken musste; auf der Sechs war es am Freitag soweit. Er schwächelte etwas. "Der Platz Rot liegt mir nicht so. Morgen geht es wieder auf St. Leon, den mag ich mehr. Ich bin bereit und werde kämpfen", so der junge Italiener.

Die Führung teilt er nach 36 Löchern mit dem Franzosen Martin Couvra, der in Durchgang zwei eine 69 (-3) unterschrieb. Beide gehen mit -8 ins Finale am Sonntag. Nur einen Schlag dahinter lauert der Tscheche Filip Jakubcik auf Rang drei. Er holte sich übrigens die Nationenwertung gemeinsam mit seinen Landsleuten Jakub Janda und Matej Baca (gesamt -13) vor den Teams Italien II (-8) und Italien I (-6). Und die deutschen Teilnehmer? Nach zwei 70er-Runden teilt der Münchner Tim Wiedemeyer (-4) Platz acht. Da ist noch alles drin für den Akteur aus dem Junior Team Germany, der als amtierender Deutscher Lochspielmeister angereist war. "Der Platz Rot hat sich heute nicht so lang gespielt, weil der Ball ziemlich gut gerollt ist. Ich werde morgen auf jeden Fall alles geben und angreifen", so der Bayer.

Mit einer starken 68 (-5) spielte sich Yannick Malik nach vorn. Der Spieler aus dem GC St. Leon-Rot nutzte nach einem verpatzten Auftakt den Heimvorteil, schoss ein Eagle auf Bahn 16 und schob sich vor auf Rang 14, den er unter anderen mit dem Hamburger Tiger Christensen (72, 70/-2) teilt. Es sind gut 20 Spieler, die für den Sieg bei der German Boys Open in Frage kommen. Für Spannung am Sonntag, der mit der ersten Gruppe bereits um 7.30 Uhr beginnt, ist auf jeden Fall gesorgt, denn: Das Feld ist mächtig in Bewegung - und das ist gut so. 

Livescoring und Startliste für Runde drei

Ergebnis nach zwei Runden Das war Runde eins

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