Bild Information: Luke O´Neill und Emilie Paltrinieri holen die Titel (Foto: DGV/stebl)

Titel gehen nach Italien und Irland

GBGO 2019
 

Die 16. German Boys & Girls Open ist Geschichte. An einem phantastischen und hochemotionalen Finaltag sichern sich Emilie Paltrinieri aus Italien und Luke O´Neill aus Irland die Titel.

St. Leon-Rot – Der GC St. Leon-Rot hatte als Gastgeber wieder alles gegeben, um die 16. Auflage der German Boys & Girls Open für die Jungen aus 20 Nationen und die Mädchen aus 17 Nationen zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Über 200 Jugendliche waren eine Woche lang in der Kurpfalz zu Gast, um die inzwischen sehr prestigeträchtigen Titel auszuspielen.
Der Finaltag wurde wieder bei prächtigem Sommerwetter ausgetragen und die beiden Plätze St. Leon und Rot präsentierten sich in perfektem Shape.
Sportlich hielt diese GBGO, was die Namen der jungen Teilnehmer versprochen hatten: Den Zuschauern wurde Spitzengolf von internationaler Klasse geboten.


Spannender Kampf bei den Herren

Bei den Herren ging Luke O´Neill als Leader ins Rennen, gefolgt von Philipp Katich. Der Youngster vom gastgebenden GC St. Leon-Rot sorgte mit seinem gewohnt athletischen Spiel dafür, dass sich an der Spitze schnell Bewegung ergab. Nach elf Bahnen hatte der French-Boys-Sieger ausgeglichen und übernahm auf Bahn 12 sogar die Führung. Zu dem Zeitpunkt lag Katich bei sechs unter Par.


Der Kampf um den Sieg wurde am Nachmittag mit neuer Dynamik versehen, als Felix Krammer, der bis dahin blitzsauber gespielt, aber nur zwei Birdies notiert hatte, auf Bahn 13 mit einem Hole in one seinen Score auf vier unter Par, gesamt auf -11 gedrückt hatte.
Es war das zweite Hole in one in dieser Saison für den Spieler des Münchener GC, der die 163 Meter mit einem Eisen 7 überwinden konnte.
Der Bayer beeindruckte mit diesem Kunstschlag vor allem seinen deutschen Teamkameraden aus dem Junior Team Germany. Katich musste auf der 13 sein erstes Bogey notieren. Daraus resultierte auf Bahn 14 ein herber Dämpfer für die Titelambitionen, denn alleine auf diesem Loch büßte der Bundesader vier Schläge gegenüber Luke O´Neill ein. Katich versenkte seinen zweiten Schlag im Wasser und musste am Ende ein Triplebogey notieren, während der Ire ein Birdie auf die Karte brachte. Damit schien die Entscheidung gefallen, aber es wurde doch noch einmal spannend, denn auch der junge Insulaner kam nicht ungeschoren über den Kurs St. Leon. Der 18-Jährige aus Gallaway machte mit zwei Bogeys die Tür für Philipp Katich doch wieder einen kleinen Spalt weit auf und so kamen die beiden mit nur einem Schlag Differenz auf das 18. Tee.
Der Drive des Deutschen war lang und lag perfekt Mitte Fairway, während der Ire sich eine echte Aufgabe gestellt hatte. Der Schlag aus dem Bunker ins Grün war alles andere als leicht, aber im Stile eines Großen löste der angehende Champion diese Aufgabe.
Dennoch bekam Philipp Katich zumindest noch die Chance, ein Stechen zu erzwingen. Hätte er seinen Birdieputt versenkt, wäre es zum großen Showdown gekommen. Der Ball fiel aber nicht und so war klar: Der Titel geht nach Irland.

„Das ist der größte Titel in meinem Leben. Ich bin überglücklich. Das war eine sehr spannende Runde. Bisher hatte ich nur regionale Turniere in Irland gewonnen und nun ein solch großes Event“, war Luke O´Neill völlig von seinem Triumph in St. Leon-Rot überwältigt.

Philipp Katich war im ersten Moment etwas enttäuscht, den Titel nicht zu Hause behalten zu haben. „Ich wollte tief spielen und hab auf der 14 ins Wasser gehauen. Das ist natürlich enttäuschend. Das war aber meine Entscheidung und am Ende ist es okay, dass ich Zweiter geworden bin. Das war trotzdem ein gutes Turnier. Ich habe gut gespielt und wollte weiter Druck machen, als ich sechs unter Par lag. Ich brauche jetzt ein paar Tage, um das alles zu realisieren, aber ich denke, dann freue ich mich auch über diesen zweiten Platz und lerne auch aus dem, was ich gemacht habe. Ich habe schon beim Einschlagen gemerkt, dass es heute ernst wird. Ich hatte viel Druck. Ich habe aber alles richtig gemacht und bin sehr gut gestartet. Das Hole in one von Felix Krammer hat mich dann wohl etwas aus der Fassung gebracht, so dass ich danach Bogey-Triplebogey gemacht habe. Ich weiß zwar nicht, ob es daran lag, aber auf jeden Fall ist es so gekommen. Ich habe versucht, am Iren dran zu bleiben, habe noch ein Birdie nachgelegt, aber am Ende war es eben ein Schlag zu wenig.“

Dreifach Bronze

Platz drei ist gleich dreimal vergeben. Ass-Schütze Felix Krammer kam mit einer 70 (-2) rein und sicherte sich damit ebenso das Edelmetall wie Laurenz Schiergen. Der Spieler von der Hummelbachaue schob sich mit seiner zweiten 68 (-4) in Folge noch so weit vor und durfte am Ende sehr zufrieden sein.
Auch der Schwede Gustav Andersson verdiente sich die Medaille redlich, denn mit einer 66 (-6) hatte er den tiefsten Score im Feld gespielt.

Bella Italia drückt dem Damenfeld den Stempel auf

Bei den Damen spricht das Endklassement italienisch. Emilie Paltrinieri war schon als Co-Leaderin in die Finalrunde gestartet. Die Engländerin Lily Humphreys, die schlaggleich gestartet war, rutschte mit einer 76 (+2) noch bis auf Rang 16 ab.
Emilie Paltrinieri legte dagegen mit Eagle auf Bahn 3 und Birdie auf Bahn 6 souverän los und thronte immer an der Spitze, auch wenn die Führung mitunter nur hauchdünn war. Besonders Benedetta Moresco, die beste Freundin der Mailänderin, drehte am Finaltag richtig auf und notierte auf Kurs Rot satte neun Birdies. Bislang war der beste Score der Italienerin fünf unter Par gewesen. Die neue Bestmarke lautet acht unter Par, denn ein einziges Bogey rutschte Moresco noch auf die Karte.


Mit zehn unter Par war die 17-Jährige Leaderin im Clubhaus, bis Lydia Volkmer auf das 18. Grün kam. Die Spielerin des Bundesligisten GLC Berlin-Wannsee war von ihrer famosen Runde des zweiten Tages noch so beseelt, dass sie direkt eine weitere Runde mit vier unter Par auf den Platz brachte. Zwei frühe Birdies sorgten für Sicherheit und zum Ende hin kam neben zwei weiteren Birdies noch ein Eagle auf Bahn 15 dazu. Zehn unter Par nach drei Runden sind der starke Gesamtscore der Berlinerin, die mit dem Gewinn der Silbermedaille ihren bislang größten Erfolg feiern durfte.

Größter Titel für Italienerin

Emilie Paltrinieri kam mit zwölf unter auf das 18. Tee und notierte auf der finalen Bahn noch ein Bogey, so dass es im Klassement am Ende vielleicht ein Spur enger aussieht, als das Spiel auf dem Platz tatsächlich war.
Die Siegerin wurde vom großen Team aus Bella Italia gebührend gefeiert und man sah in Azurblau und Weiß nur strahlende Gesichter.

„Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich habe immer daran gedacht, dass dieses hier eines der wichtigsten Turniere ist und nun habe ich es gewonnen. Das ist großartig! Es ist eines der drei Top-Turniere für Jugendliche und ich bin so froh, hier gewonnen zu haben. Die Plätze und die Einrichtungen hier sind phantastisch. Es ist so toll, hier zu sein. Es ist etwas ganz besonderes, das alles mit meinen Freundinnen aus dem Team erleben zu dürfen. Benedetta ist meine beste Freundin und ich freue mich so mit ihr, dass sie Silber gewonnen hat“, strahlte die Siegerin überglücklich.

Weitere tiefe Runden

Carolina Melgrati, ebenfalls aus Italien, hatte nach 14 Bahnen mit einem Zwischenstand von sieben unter Par fast auf die Führende Emilie Paltrinieri aufgeschlossen. Auf Bahn 17 kassierte die Italienerin einen Bogey und unterschrieb so eine 68 (-6). Dies reichte noch für einen Platz in der Top Ten.
Eine Athletin, die vorher zu den Top-Favoriten gezählt wurde, hatte am Finaltag mit dem Kampf um den Titel zwar nichts mehr zu tun, brachte mit einer 68 (-6) aber ebenfalls eine grandiose Leistung: Catarina Don blieb zum ersten Mal in diesem Jahr sogar ohne Bogey.
Lilas Pinthier aus Frankreich hatte bogeyfrei eine 67 (-7) ins Clubhaus gebracht und belegt im Endklassement mit gesamt ebenfalls -7 Rang acht.

Einen großartigen Auftritt bei dieser GBGO hatte Paula Schulz-Hanßen. Die 16-Jährige war mit einer 75 (+1) in ihr Heimturnier gestartet, hatte danach aber den Turbo gezündet und spielte sich mit Runden von 67 (-5) und 70 (-4) bei einem Gesamtscore von acht unter Par bis auf den sechsten Platz vor.

Bilder Kurs St. Leon

Bilder Kurs Rot und Übungseinrichtung

 

Endstand Jungen

 

RANG NAME     ENDSTAND
1 Luke O´Neill IRELAND   -11
2 Philipp Katich GERMANY -10
T3 Laurenz Schiergen GERMANY -9
T3 Felix Krammer GERMANY -9
T3 Gustav Andersson SWEDEN   -9
T8 Jonas Baumgartner GERMANY -7
T11 Frederik Schott GERMANY -6
T21 Tiger Christensen GERMANY -3
T21 Luc Breuer GERMANY -3
T21 Linus Lang GERMANY   -3


Endstand Mädchen

RANG NAME     ENDSTAND
1 Emilie Paltrinieri ITALY   -11
T2 Benedetta Moresco ITALY   -10
T2 Lydia Volkmer GERMANY   -10
T6 Paula Schulz-Hanßen GERMANY -8
T16 Nina Lang GERMANY -5
T16 Emily Krause GERMANY   -5
T23 Anni Eisenhut GERMANY -4
T28 Celina Sattelkau GERMANY -3
T39 Paula Kirner GERMANY -1
T60 Sophie Witt GERMANY +3

 

 

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