Bild Information: Co-Leader mit einer 67: Max Reiß aus Mannheim-Viernheim (Foto: DGV/stebl)

Platzrekord mehr als ein dutzend Mal gebrochen

Allianz GBGO 2017
 

Am ersten Tag der 14. Allianz German Boys & Girls Open (GBGO) purzelt in St. Leon-Rot der alte Platzrekord von Leonie Harm auf dem Kurs Rot gleich 13 Mal. Bei traumhaften Bedingungen spielt die europäische Jugendelite in der Kurpfalz grandioses Golf. Bislang hielt Leonie Harm mit 71 Schlägen von den blauen Tees die Bestmarke, aufgestellt bei den Clubmeisterschaften 2015.  

Im August 2015 hatte Leonie Harm auf „Rot“ im Rahmen der Clubmeisterschaften eine 71 (-3) unterschrieben. Bei absoluten Traumbedingungen schafften es zum Auftakt der GBGO nicht weniger als 13 Mädchen, die 5.748 Meter mit weniger Schlägen zu bezwingen. Vorneweg marschieren Emma Spitz und Linn Grant. Die Österreicherin hatte 2015 beim Junior Solheim Cup den Platz mehrfach gespielt und daher fast schon ein Heimspiel. Die Siegerin der European Nations Championship 2016 blieb ohne Bogey, startete auf der Frontnine mit drei Birdies stark, zündete auf der Backnine aber noch den Turbo und brachte fünf weitere Birdies auf ihre Karte.

Kurioser Weise spielte Spitz gemeinsam mit Linn Grant in einem Flight und auch die Schwedin musste kein Bogey notieren. Die Skandinavierin legte schon auf der Frontnine fünf Birdies vor und erlebte dann mit, wie die Spielerin aus dem Alpenland gleichzog.

Nur einen Schlag hinter diesem Führungsduo haben sich drei Spielerinnen in Lauerstellung gebracht. Darunter: Esther Henseleit aus dem Junior Team Germany. Auch das Nordlicht knallte satte acht Birdies auf den Platz, musste aber ein Bogey notieren. Auf der Frontnine hielt sich Henseleit mit solidem Spiel und guten Up-and-downs sehr gut und kam so mit „drei unter“ auf die Backnine. Hier liefen die Eisen so heiß, dass sich die Spielerin des Hamburger GC Birdiechance auf Birdiechance erspielte – und fünf mal in Serie unter Par blieb. Nur einmal musste hierfür ein Putt aus vier Metern fallen, die anderen Chancen waren alle zwischen eineinhalb und einem Meter. Entsprechend dieser Top-Leistung strahlte Henseleit nach der Runde mit der Sonne um die Wette und war hochzufrieden.

Schlaggleich mit Henseleit liegen Julia Engstrom (Schweden) und Caterina Don (Italien) auf Rang 3. Die Italienerin hatte lange in Front gelegen, nachdem sie schon nach acht Bahnen bei „fünf unter“ lag.

Zweitbeste Deutsche nach Tag eins ist Danielle Modder. Die Jugendliche vom Kiawah GC Riedstadt blieb ohne Bogey und schaffte es, fünf Birdies zu notieren. Lohn ist Rang sieben vor der zweiten Runde.

Mit einer 71 (-3) hat Caroline Hermes vom GC Hetzenhof den alten Platzrekord eingestellt und rangiert damit zunächst auf dem geteilten 14. Platz.

Insgesamt sind 41 Mädchen die erste Runde untere Par gegangen.

Die Jungen erreichten die Quote der Mädchen auf dem Kurs St. Leon nicht ganz. Aber immerhin 35 Burschen durften sich freuen, unter Par zu bleiben. Auch bei den Jungen liegt nach Runde eins ein Duo in Front. Jiri Zuska aus Tschechien startete mit einem Bogey, spielte danach aber blitzsauber und zeigte vor allem auf der Backnine mit fünf Birdies eine beeindruckende Leistung. Mit 67 Schlägen (-5) liegt der Tscheche schlaggleich mit Max Reiß in Front. Der Youngster vom GC Mannheim-Viernheim notierte ebenfalls sechs Birdies und hatte seine allererste bogeyfreie Runde und auch die allenige Führung vor Augen, als ihm vor der großen Tribüne auf Bahn 18 ein Fehler unterlief und seine Scorekarte doch noch einen winzigen Makel bekam. Trotz des grandiosen Starts bleibt Max Reiß ganz gelassen: „Mein Ziel bleibt erstmal, den Cut zu machen. Und danach schaue ich weiter.“

Einen Schlag mehr als die Leader brauchte Nick Bachem. Der Youngster aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt machte es fast schon gewohnt etwas bunter. Zwei Bogeys waren auf der Backnine im Spiel, aber neben den vier Birdies gelang dem Marienburger auch ein Eagle. Das lange Spiel war sehr solide, so dass Bachem entweder auf dem Fairway lag oder aber an taktisch richtigen Stellen im Semirough. „Die Drives waren heute die Basis für mich. Bei den Schlägen ins Grün ist nicht viel passiert. Ich habe zwar keinen Ball tot an den Stock gelegt, hatte aber immer eine Birdiechance. Ich habe viele gute Putts gemacht und hatte eine gute Längenkontrolle. Das macht Mut für die nächsten Tage“, blickte der gesundheitlich leicht angeschlagene Kölner zuversichtlich nach vorne, ehe er mit seinem Heimtrainer Peer Sengelhoff auf die Range ging.

Mit einer 69 (-3) ebenfalls großartig in diese GBGO gestartet ist Jannik de Bruyn. Der Spieler, der in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi für den GC Hösel in der 2. Bundesliga spielt und ebenfalls im Kader von Ulli Eckhardt steht, begann solide und kam mit „eins unter“ von der Frontnine. Auf Bahn 10 kassierte der Rheinländer ein Bogey, ließ sich davon aber nicht beeindrucken und legte ganz cool noch drei Birdies nach. "Das sind ein zwei Putts gefallen, die nicht hätten fallen müssen. Das war ein schöner Bonus für eine gute Auftaktrunde", war de Bruyn mit dem Verlauf der Runde einverstanden.

Insgesamt teilen sich elf Spieler schlaggleich Rang vier. Neben Jannik de Bruyn sind noch zwei weitere Athleten des Junior Team Germany dabei: Falko Hanisch und Tim Mayer. Hanisch begann stark und legte schnell zwei Birdies vor. Unmittelbar danach fiel der Berliner aber auch wieder auf Even zurück, nachdem er sich zwei Bogeys in Folge gezogen hatte. Die Backnine verlief dann aber ganz im Sinne des British-Boys-Champions: blitzsauber und mit drei Birdies verschönert. „Immer, wenn ich heute einen schlechten Schlag gemacht habe, kam sofort ein sehr guter Schlag hinterher. Daher war ich die ganze Zeit gut drauf. Am Ende sind noch ein paar gute Putts gefallen. Die „drei unter“ sind ein guter Start in die Woche und ich hoffe, es folgen noch gute Ergebnisse. Ich habe richtig Lust auf einen spannenden Kampf auf der Finalrunde. Die Fahnen waren heute sehr fair gesteckt und man hätte richtig tief schießen können, aber dennoch bin ich ganz zufrieden mit meiner Runde.“

Tim Mayer hatte auf seiner Frontnine zu kämpfen. Vor allem die Längenkontrolle auf den Grüns machte dem Frankfurter zu schaffen. Drei Bogeys waren die Folge. Mit zwei Birdies rettete sich Mayer gut auf die Backnine. Hier lief es dann deutlich besser und nun fielen die Putts auch, so dass der Hesse mit vier weiteren vier Birdies, davon drei zum Ende der Runde in der Serie, seinen Score noch auf die gute 69 drücken konnte.

Auch am zweiten Tag wird ab 8.00 Uhr auf beiden Meisterschaftsplätzen des GC St. Leon-Rot gestartet. Dann werden die Mädchen St. Leon gehen und die Jungen auf Rot versuchen, den dortigen Platzrekord von den weißen Tees zu brechen. Dieser datiert aus dem Jahr 1999, als Nick Price im Rahmen der Deutsche Bank SAP Open eine 65 unterschrieb. Seitdem ist diese Marke nur einmal eingestellt worden, als Florian Fritsch 2009 bei einem Men´s Day in seinem Heimatclub so gut performte.

 

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