Bild Information: Turniersieger Richard Heath mit Nicolas Singer (li.) und Eduardo Corsini (re.)

Welcome to the Heath-Show!

EM Mid-Amateure 2015
 

Bei den Europameisterschaften der Mid-Amateure im GC Hubbelrath gewann der Australier Richard Heath heute mit einem Start-Ziel-Sieg. Bester Deutscher wurde Claudio Consul vom Düsseldorfer GC. Michael Thannhäuser rutscht nach einem unglücklichen Triple Bogey auf Rang 7 ab.

Am Ende scheint das, was all die Zeit als fragiles Gebilde wirkte, wie von Beginn an in Stein gemeißelt. Mit einem Start-Ziel-Sieg sicherte sich Richard Heath den Titel bei den Internationalen Europameisterschaften der Mid-Amateure. Den Sieg hat er sich mit einer klaren - und doch schwer umzusetzenden - Strategie erkämpft: „Ich selbst habe in diesem Turnier nie gegen meine Mitspieler gespielt, sondern nur gegen den Golfplatz. Wenn ich heute nicht gewonnen hätte, wäre es trotzdem das beste Golf gespielt, das ich hätte spielen können. Aber wenn Du Dich auf die Scores Deiner Mitspieler konzentrierst - das ist der Punkt an dem Du Turniere verlierst.“ 

Heath gab freimütig zu, dass er diese Lektion selbst gerade erst in der letzten Woche erneut lernen musste, als er mit acht Schlägen Vorsprung in die Finalrunde der Schweizer Mid-Amateurmeisterschaften ging und einen möglichen Sieg wegwarf, in dem er sein eigenes Spiel auf seinen stark spielenden Gegenspieler abstellte. 

Noch an den Vortagen hatte Richard Heath tief gestapelt. Der Titel wird ihm dafür umso mehr bedeuten. Einerseits, weil dieser Titel nach eigener Aussage eines der höchsten für ihn erreichbaren Ziele darstellt. Andererseits, weil er sich in den beiden letzten Jahren jeweils im Play Off geschlagen geben musste. Dieses Mal gelang es ihm jedoch, mit einem Vorsprung von zwei Schlägen vom 18. Grün zu gehen. Er spielte seine Abschlussrunde mit 2 über Par und zählt damit 215 Schläge (1 unter Par) für das Turnier. Dass er damit der einzige Spieler im gesamten Feld ist, der für das Turnier unter Par liegt, zeigt, wie anspruchsvoll der von Bernhard von Limburger designte Ostplatz ist. 

Auf Rang 2 spielte sich Nicolas Singer aus Frankreich mit 217 Schlägen für das Turnier (+1). Als dieser auf Bahn 16 ein Birdie notierte, lag plötzlich nur noch ein Schlag Differenz zwischen ihm und Heath. Und ein Schlag auf dieser Golfanlage ist schnell vergeben. Die Sieg-Hoffnungen des aus Bondues stammenden Spielers waren also bis zuletzt berechtigt. Singer spielte die Abschlussrunde gemeinsam mit Claudio Consul, der das Turnier als bester Deutscher beendete. Consul, der seine golferische Heimat im benachbarten Düsseldorfer GC hat, spielte auf dieser Runde einen Schlag über Par. Er beendete das Turnier mit 218 Schlägen und liegt damit schlaggleich mit dem Spanier Eduardo Corsini, der aufgrund des Computerstechens in den Genuss der Bronzemedaille kommt.

Auf dem geteilten fünften Platz fanden sich der Schwede Ulf Blixberg sowie Martin Ellsiepen vom Marienburger GC wieder. Beide benötigen für die drei Turnierrunden 219 Schläge. Trotz des starken Abschneidens war Martin Ellsiepen direkt nach dem Turnier sichtlich unglücklich mit seiner Platzierung. Auch Michael Thannhäuser (Hamburger GC), der in einer Spielgruppe mit Richard Heath spielte, konnte mit seinem siebenten Platz nicht zufrieden sein. Er musste für seine Finalrunde vier Schläge über Par notieren. Besonders ärgerlich ist, dass er mit Ausnahme von Bahn 7 eine erstklassige Runde spielte und sein Abschneiden praktisch allein auf einem einzigen unglücklichen Triple Bogey beruht. So wird Thannhäuser das wunderschöne „Signatur Hole“ des GC Hubbelrath erst einmal in unguter Erinnerung behalten.

Bei seiner Sieger-Rede erwähnte Heath noch einmal, wie anspruchsvoll er den Platz empfand, und wie erstklassig er der Pflegezustand erlebt hat. Nach dem Abspielen der Nationalhymne wurde es dann für kurze Zeit doch noch einmal nass, als Heath, Singer und Corsini ihre Top-Platzierungen mit einer ausgiebigen Champagnerdusche begossen. Nach der Siegerehrung hatten die Gastgeber des GC Hubbelrath noch eine besondere Überraschung für Turniersieger Richard Heath parat. Eigens für ihn wurde an der Driving Range des Clubs eine Rotbuche angepflanzt. Der GC Hubbelrath bleibt damit sich selbst und seiner Einstellung zur naturverbundenen Nachhaltigkeit treu und verabschiedet seine Gäste mit herzlichen Grüssen und den besten Wünschen für den Heimweg.

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