Bild Information: Emily Krause vom GLC Berlin-Wannsee blieb als einziges Mädchen unter Par (Foto: DGV/stebl)

Liebevoll organisiert

DM Jugend AK 18
 

Bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse bis 18 Jahren werden am ersten Tag auf der anspruchsvollen Anlage des GC Altenhof nur wenige Runden unter Par gespielt. Wind und Regen machen es für die Mädchen am Morgen besonders schwierig, tief zu gehen. Ab Mittag wird es ruhiger und die Sonne kommt wärmend heraus, aber der eine oder andere große und beeindruckende Baum sorgt bei den Jungen für Schlagverluste.

Altenhof/Eckernförde – Die Zuschauermassen, die man von den Heimspieltagen des Golf Club Altenhof in der 1. Bundesliga gewohnt war, fanden sich naturgemäß zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften der Altersklasse bis 18 Jahren bei zunächst sehr herbstlicher Witterung nicht auf der malerischen Anlage vor den Toren von Eckernförde ein.
Dabei hätten es die Talente der AK 18 verdient gehabt, auch von mehreren tausend Zuschauern begleitet zu werden – und der hügelige Platz des 1971 gegründeten Clubs sowieso. Heimelig und anspruchsvoll, zwischen wahren Baumriesen und dem historischen Gut Altenhof, unweit der Ostseestrände der Eckernförder Bucht, so vielseitig ist es bei dem sportlich ausgerichteten Club mit dem Eichhörnchen im Logo.
Unvergessen sind die Spieltage, als die Mannschaften des GC Altenhof über 2.000 Zuschauer anlockten. Inzwischen spielen die Damen in der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf in der 2. Bundesliga Nord und haben in diesem Jahr sicher den Klassenerhalt geschafft. Die Herren mussten 2021 den Abstieg in die Oberliga verkraften.

Große Mühe

Der ausrichtende GC Altenhof hat sich wieder viel Mühe gegeben, für Athleten, Betreuer und Zuschauer ein schönes Umfeld zu bieten. Ein Foodtruck, selbst gebackener Kuchen und eine Kaffeebar der Schülergenossenschaft Ruana-Gilde Louisenlund sorgen neben einer Eisbar und der Clubgastronomie für Vielfalt.
Ein Magazin, für das sogar der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein ein Grußwort geschickt hat, informiert die Gäste und wurde nicht nur in Eckernförde, sondern auch in der Landeshauptstadt Kiel gestreut.

Alles renoviert

Schon deutlich vor dem 50. Jubiläum des GC Altenhof, das in diesem Jahr gefeiert wird, wurden alle 18 Spielbahnen auf den neuesten Stand gebracht.
Die Geschichte des beeindruckenden Gut Altenhof lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Mehr Geschichte wird auf deutschen Golfplätzen nur selten zu finden sein.
Das Kuhhaus aus dem Jahr 1711 wird für Konzerte und Kunstausstellungen genutzt wird. Das Schleswig-Holstein Musik Festival ist regelmäßig auf Gut Altenhof zu Gast, in den Tagen vor diesen Deutschen Meisterschaften haben Open Air Bodo Wartke und das Giora Feidman Trio ihre Künste zum Besten gegeben.
Auch die Natur bietet den Golfern manch ein besonderes Schauspiel, wenn zum Beispiel die ungefährliche Ringelnatter oder der mächtige Seeadler auftauchen.
Für all dies haben die jeweils 48 besten Mädchen und Jungen des Landes, die sich für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert haben, sicher keinen Blick, denn die volle Konzentration gehört jedem Schlag, um als erstes Ziel nach zwei Turnierrunden zu den besten 27 zu zählen, die den Cut machen und in die Finalrunde aufsteigen.

Nicht mehr zu nehmen

Bei den Mädchen schaffte es nur Emily Krause, unter Par zu bleiben. Die Spielerin, die mit ihrer Mannschaft vom GLC Berlin-Wannsee beim Final Four der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters gewonnen hatten, begann ungemein stark. Nach vier Birdies auf den ersten sechs Bahnen schien es so, als wolle die Spielerin des Junior Team Germany den Platzrekord pulverisieren.
Danach kamen aber auch einige Bogeys auf die Karte und am Ende unterschrieb die Berlinerin auf dem 5.397 Meter langen Par-72-Course eine 70. Mit zwei Schlägen unter Par hat Emily Krause vor der zweiten Runde drei Zähler Vorsprung auf die erste Verfolgerin.


„Die zwei unter kann mir keiner mehr nehmen“, war die Leaderin sichtlich glücklich, so gut in diese Titelkämpfe gestartet zu sein.
„Mein Tag hat sehr gut angefangen. Die vier Birdies habe ich vor allem guten Eisenschlägen, aber auch guten Putts zu verdanken. Ich habe auch längere Putts gelocht. Auf der Backnine musste ich meinen Score etwas zusammenhalten. Die Fahnenpositionen waren teils richtig anspruchsvoll. Ich habe nicht alle Grüns perfekt angespielt. Insgesamt bin ich mit meiner Runde aber sehr zufrieden. Der Platz gibt uns viele Birdiechancen, aber genauso viele Bogeymöglichkeiten. Altenhof ist der perfekte Austragungsort für diese Deutschen Meisterschaften AK 18. Der Platz ist für uns Mädels sehr schmal. Der Zustand ist gut und die Fairways sind toll. Die Organisation ist hier super gelöst, auch mit den Food-Ständen. Ich freue mich auf die nächsten Tage“, strahlte Emily Krause am Nachmittag.

Happy mit Einstiegsrunde

Erste Verfolgerin ist Isabelle Schlick. Mit drei Bogeys und zwei Birdies brachte es die Athletin vom GC St. Leon-Rot auf 73 (+1) Schläge, war aber zufrieden mit ihrem Start ins Turnier: „Das ist kein einfacher Platz. Man hat viele längere Schläge ins Grün und viele Teeshots, die sitzen müssen. Es macht super viel Spaß, diesen Platz zu spielen. Hier ist ein starkes Teilnehmerfeld und noch liegt alles eng beisammen. Ich bin mit meiner Einstiegsrunde ganz happy. Mit meinen Schlägen in die Grüns war ich zufrieden und habe auch viele gute Teeshots gehauen.“

Starker Auftakt im Heimspiel

Platz drei teilen sich am Abend des ersten Tages fünf Spielerinnen. Die Jugend-Nationalspielerinnen Tessa Kremser (Frankfurter GC), Emilie von Finckenstein (Hamburger GC) und Charlotte Back vom GC St. Leon-Rot haben ebenso 74 (+2) Schläge in den Büchern, wie Emily Böhrer vom Wolfpack und Julia Bäumken vom GC Altenhof. Die Spielerin mit dem Eichhörnchen auf dem Shirt hat neben vier Bogeys auch zwei Birdies notiert und war mit dem Score am Abend zufrieden. „Es war eine sehr solide Einstiegsrunde, auf der man aufbauen kann. Mein langes Spiel lief sehr gut. Auf den Grüns hätte mehr fallen können, weil ich keine langen Putts gelocht habe. Es ist nett, hier zu spielen, weil ich mich so heimisch fühle. Auch wenn es schon das fünfte Jahr mit einer Deutschen Meisterschaft für mich ist, hatte ich ordentlich Herzklopfen, weil es so ein riesiger Event ist. Es war sehr aufregend, auf dem ersten Tee zu stehen“, fasste Julia Bäumken ihre Eindrücke nach der Runde zusammen.

Nur vier Jungen unter Par

Auch bei den Jungen mussten einige Spieler erkennen, dass hier taktisches Spiel belohnt wird. Die 5.813 Meter werden als Par 70 gespielt. Den Platzrekord hält mit 64 Schlägen seit 2016 Hinrich Arkenau vom Club zu Vahr.
In der Auftaktrunde war es Jannik Manßen mit einer Bandbreite von Bogey bis Eagle auf der Karte, der den besten Score des Tages ins Clubhaus brachte. Mit Birdies auf den Bahnen 1 und 6 startete das Nordlicht sehr gut, konnte aber die Bogeys auf 12 und 14 nicht verhindern. Mit Birdie auf der 16 und einem Eagle auf der 17 drückte der Falkensteiner seinen Score wieder auf „drei unter“, kassierte am Ende aber noch ein Bogey, so dass unter dem Strich eine 68 (-2) steht. Besser war an diesem Tag keiner der anderen Teilnehmer.
„Der Platz ist sehr anspruchsvoll, aber gut zu spielen. Es hat geholfen, dass wir mit „Besserlegen“ gespielt haben, weil die Fairways an einige Stellen noch etwas weich waren. Ich habe es heute geschafft, den Ball gut ins Spiel zu bringen und mir Birdiechancen zu erarbeiten, die ich dann auch nutzen konnte. Das Highlight des Tages war der Eagle auf Bahn 17. Mein Eisen 9 habe ich aus 135 Metern einen Meter hinter die Fahne gesetzt und dann ist der Ball zurück ins Loch gerollt. Morgen geht es wieder von vorne los. Die anderen Jungs haben auch sehr gutes Golf gespielt. Das wird noch ein langer Weg“, blieb Jannik Manßen hanseatisch zurückhaltend.

Dreimal 69

Immerhin dreimal kam eine 69 (-1) in die Wertung. Korbinian Walther machte seine Karte dabei besonders bunt. Satte sechs Birdies mischte der Spieler des GC Habsberg mit fünf Bogeys.
Nicolas Eberhard vom GC Main-Taunus spreizte seinen Score von Doppelbogey bis Eagle, lag nach zehn Bahnen bei drei über Par, dreht dann aber das Bild komplett und gestaltete mit zwei Birdies und einem Eagle seinen Score viel freundlicher.
Dritter Youngster mit 69 Schlägen war Tom Haberer. Der Jugend-Nationalspieler, der mit seiner Mannschaft vom GC Hannover jüngst den Aufstieg in die 1. Bundesliga feierte, brachte früh zwei Birdies unter und mischte später zwei weitere Birdies mit drei Bogeys.

Nach Ergebnissen

Am zweiten Wettkampftag wird schon nach erzielten Ergebnissen gestartet. Die besten Mädchen werden um kurz nach 11 Uhr starten, die besten Jungen gehen ab 13.00 Uhr in die zweite Runde. Am Abend gibt es dann den Cut.

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