Bild Information: Führender nach Tag eins: Thomas Schmidt vom GC Bergisch Land (Foto: DGV/Kirmaier)

Witt und Schmidt in der Pole Position

DM Mädchen/Jungen AK 18
 

Tag eins der DM AK 18 beginnt wegen Nebels mit zweieinhalbstündiger Verspätung. Aber das Warten hat sich gelohnt.

Besser spät als nie. Manchmal muss man eben ein bisschen Geduld haben. Das ist im Leben so, im Job oder auch im Sport. Im Golf sowieso. Zum Auftakt der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse 18 im Bad Waldsee Golf-Resort war das jedenfalls so. Dichter Nebel hatte sich an Tag eins über den New Course des Fürstlichen GC Oberschwaben gelegt. Der graue Schleier war hartnäckig. "Wir können die Teilnehmer bei diesen Bedingungen unmöglich rausschicken", sagte DGV-Wettspielleiter Sven Hahnl. "Wir warten!"

Und das war gut so. Die Sonne drückte den Dunst förmlich nach oben – es konnte losgehen. Nach zweieinhalbstündiger Verspätung gaben die Mädchen der AK 18 um 11 Uhr den Startschuss für die nationalen Titelkämpfe im Landkreis Ravensburg. Allen voran Sophie Witt vom GC Hubbelrath zeigte gleich, wohin die Reise gehen soll. "Ich bin hierher gekommen, um zu gewinnen. Mit meiner Auftaktrunde bin ich zufrieden, mal abgesehen vom Doppelbogey an der 14", so Witt, die seit 2019 dem Golf Team Germany angehört.

Ihr erster Chip auf Bahn eins war zwar noch ein wenig holprig, aber dann nahm die Nationalspielerin Fahrt auf. Zwei Birdies ließ sie ein Eagle auf der Neun folgen. Mit einem weiteren Schlaggewinn auf der 13 übernahm sie dann die alleinige Führung, die sie nach einem Doppelbogey auf der 14 wieder abgeben musste. "Der Platz ist vor allem auf den hinteren neun Bahnen tricky. Man muss vom Tee präzise sein, und das Rough rund ums Grün ist auch nicht ohne", so Witt.

Sie blieb cool, steckte den Rückschlag gut weg und schrieb ein weiteres Birdie auf der 17. Diesmal gab sie Platz eins nicht mehr ab. Zum Auftakt brachte die Favoritin eine 68 ins Ziel und liegt mit gesamt vier unter Par zwei Schläge vor ihren Verfolgerinnen. Die heißen Emelie Edinger (GC St. Leon-Rot) und Alina Bingel (G&LC Berlin-Wannsee). Beide unterschrieben eine 70, stehen damit bei -2 und wollen der Führenden am Samstag auf die Pelle rücken.

Etwas entspannter verlief Runde eins für die Jungen der AK 18. Sie wurden selbstverständlich zeitnah darüber informiert, dass sich die Startzeiten um zweieinhalb Stunden nach hinten verschieben. Und als Deutschlands bester, männlicher Nachwuchs ans Tee ging, hatte sich längst die Sonne durchgesetzt. Alles war bereitet für tiefe Scores. Vor allem auf den ersten Bahnen können die Longhitter im Feld etwas riskieren - und die ersten Birdies einsammeln. Das erste Eagle fuhr Luc Breuer (Aachener GC) auf Bahn fünf ein.

12, 13, 14 - das Amen Corner Oberschwabens

Nach dem Wechsel auf die Back Nine zeigt der New Course im Fürstlichen GC Oberschwaben aber seine Zähne. Und das bekamen einige der jungen Männer auch zu spüren. Man kann fast sagen, dass die Löcher 12, 13 und 14 so etwas wie das Amen Corner Oberschwabens sind. Entlang des Wassers sind sehr genaue Drives und ein präzises kurzes Spiel gefragt. "Da hinten kann einiges passieren. Da muss man vorsichtig und geduldig spielen", sagte Thomas Schmidt vom GC Bergisch Land.

Er hat zwar mit seiner 67 die tiefste Runde des Tages geschossen, aber eben in diesem Amen Corner - wie übrigens auch Sophie Witt - Federn gelassen. Vom Doppelbogey auf der 14 will er sich aber gar nicht lange beeindrucken lassen. "Ich werde analysieren, was da passiert ist und versuchen, es morgen besser zu machen", so Schmidt. Abgesehen vom Ausrutscher auf der 14 blieb er mit sieben Birdies und zehnmal Par fehlerfrei. Schmidt: "Ich habe mir vorgenommen, es aufs Podium zu schaffen. Jetzt bin ich ganz vorne, mal schauen, was da noch möglich ist."

Schmidt geht von der Pole Position aus in die zweite Runde am Samstag. Er führt mit -5 und zwei Schlägen vor Niklas Voß (GC Hubbelrath), der eine 69 (-3) auf die Karte schrieb. Wegen Dunkelheit konnten allerdings nicht alle männlichen Teilnehmer zu Ende spielen, was am Samstagmorgen nachgeholt wird, ehe es mit Durchgang zwei weitergeht.

Auf den freut sich auch Sascha Binoth. Der Geschäftsführer des Waldsee Golf-Resorts, das bereits Gastgeber der Pro Golf Tour und 2007 sogar der Challenge Tour war, ist begeistert von der guten Stimmung unter den Teilnehmern und der hohen Leistungsdichte. "Wir sind froh und stolz, Deutschlands besten Nachwuchs bei uns auf der Anlage zu haben. Vor allem deswegen, weil bei uns, am Trainings- und Leistungsstützpunkt Baden-Württembergs, die Jugendarbeit groß geschrieben wird."

Runde zwei soll am Samstag um 8.30 Uhr mit den Jungen beginnen, wobei parallel alljene ihre letzten Bahnen von Tag eins zu Ende spielen müssen, was wegen der Verzögerung durch den Nebel am Freitagabend nicht mehr möglich war. Nach 36 Löchern wird sich dann weisen, wer am Sonntag um Pokale und Medaillen spielen darf. Die 27 besten Mädchen und die 27 besten Jungen (plus Schlaggleiche) ermitteln dann die Deutschen Meister der AK 18 des Jahres 2020. Man darf gespannt sein, wer dann mit der Sonne um die Wette strahlt. Für den Sonntag sind 30 Grad und wolkenloser Himmel angesagt.

Livescoring Mädchen AK 18

Livescoring Jungen AK 18

Der Gastbeber: das Waldsee Golf-Resort

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