Bild Information: Titelverteidiger in Front: Laurenz Schiergen von der Hummelbachaue (Foto: DGV/stebl)

Titelverteidiger weiter in Front

DM AK18 2019
 

Am zweiten Wettkampftag der Deutschen Meisterschaften der Altersklasse bis 18 Jahren fällt in Dreieich Regen. Vor der Finalrunde positioniert sich bei den Jungen auf der anspruchsvollen Anlage des GC Neuhof Titelverteidiger Laurenz Schiergen erneut an der Spitze. Bei den Mädchen geht Blanka Decker als Leaderin auf die letzten 18 Bahnen.

Dreieich/Neuhof – Laurenz Schiergen ist als Titelverteidiger angereist und hat sich nach der zweiten Runde in die beste Ausgangslage gespielt, auch in 2019 wieder den Pokal in Empfang nehmen zu dürfen.
Der Spieler aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann hat die erste und bislang einzige Scorekarte mit weniger als 70 Schlägen eingereicht. Die 69 (-3) reichte, um mit gesamt fünf unter Par alleine in Front zu stehen. Der Schlüssel zum Erfolg war auch am zweiten Wettkampftag eine grundsolide Leistung ohne nennenswerte Fehler, wobei starke vier Birdies auf der Scorekarte verewigt wurden.


„An den kritischen Stellen konnte ich meistens das Par halten, sodass ich wieder nur ein Bogey hinnehmen musste. Ich werde auch morgen mein Spiel einfach genau so durchziehen wie bis jetzt und Schlag für Schlag spielen, da morgen noch viel Golf zu spielen ist“, geht der Titelverteidiger von der Hummelbachaue hochkonzentriert auch in den Finaltag.

Nur zwei Athleten unter Par

Neben Laurenz Schiergen liegt nur noch ein weiterer Athlet vor dem Finaltag auf dem bestens gepflegten Platz des GC Neuhof unter Par. Frederik Schott hat in beiden Runden jeweils einen Schlag mehr gebraucht als sein Teamkamerad des Junior Team Germany und geht daher mit zwei Schlägen Rückstand in den letzten Akt dieser Titelkämpfe. Dabei war Schott schlecht in die Runde gestartet und lag nach drei Löchern schon bei +3. Anschließend zündete der Rheinländer aber den Turbo und brachte insgesamt sechs Birdies unter. Am Ende unterschrieb Schott eine 70 (-2), geht von Rang zwei in die Finalrunde und hat dabei einen komfortablen Vorsprung von fünf Schlägen auf die weiteren Verfolger.
„Heute hatte ich einen schweren Start, aber ich bin cool geblieben und habe mir Chancen erarbeitet. Auf der Backnine habe ich ohne große Fehler gespielt und die Bälle gut an die Fahnen geschlagen. Morgen gehe ich ganz entspannt in den Tag und versuche von Anfang an, dabei zu sein! Gegen einen guten Freund zu spielen, ist immer eine Herausforderung“, freut sich Frederik Schott riesig auf das Duell um den Titel.

Rückstand

Mit respektvollem Abstand hinter den beiden Leadern folgt Carl Heger mit einem Gesamtscore von zwei über Par. Der Münchener hatte der 74 eine bogeyfreie 72 folgen lassen. Der Bayer, der am ersten Wettkampftag seinen 18. Geburtstag gefeiert hat, musste dennoch zwei Birdies spielen, um Even Par von der Runde zu kommen, denn auf Bahn 8 war ein Doppelbogey auf die Scorekarte gerutscht.


Hegers Münchener Mannschaftskamerad Felix Krammer geht von Rang vier in den Finaltag. Der Jugend-Nationalspieler hat zwar zwei Birdies gespielt, musste aber daneben drei Bogeys und sogar einen „Double“ hinnehmen. Mit Runden von 72 und 75 (+3) Schlägen geht Krammer dadurch mit einem Zähler Rückstand auf die Medaillenränge in den Finaltag.

Cut bei +9

27 Spieler sind im Cut, der bei 153 (+9) Schlägen liegt. Ein Athlet steht genau auf der Cutlinie, den man viel weiter vorne erwartet hatte. Jonas Baumgartner war als Co-Leader in den zweiten Tag gegangen, fand sich bei den anspruchsvollen Witterungsbedingungen südöstlich Frankfurts aber überhaupt nicht zurecht. Der Jugend-Nationalspieler, bei dem normaler Weise nach der Runde nur die Frage ist, wie tief unter Par es gegangen ist, blieb ohne jedes Birdie, musste dazu sogar einige höhere Hausnummern notieren. So kam eine 83 (+11) zustande, mit der der Spieler des GC Hösel 26 Plätze im Klassement verlor, sich aber so gerade noch in den Cut rettete.

Decker bei Mädchen vorne

Bei den Mädchen hat sich Blanka Decker den Platz an der Sonne gesichert. Die Athletin von der Hummelbachaue (Neuss) hatte am ersten Tag eine grundsolide 72 (Even Par) abgeliefert und war mit einem Birdie auf Bahn 10 in die zweite Runde gestartet. Am Ende ihrer Frontnine musste Decker zwar zwei Bogeys hinnehmen, drehte anschließend aber noch einmal richtig auf.
Mit weiteren drei Birdies, davon eines auf der letzten Bahn, drückte die 17-Jährige ihren Score auf 70 (-2) Schläge. Dies reichte, um die alleinige Führung zu übernehmen.
Die Leaderin war nach der zweiten Wettkampfrunde bestens aufgelegt: „Ich habe heute wichtige Putts gelocht und mein Längengefühl auf den Grüns war generell gut. Mein gutes Gefühl von heute werde ich mit in die Finalrunde nehmen. Als Leaderin in ein Turnier auf nationaler Ebene zu gehen, ist für mich neu und etwas aufregend. Aber ich freue mich sehr auf die morgige Runde!“

Fünf auf Platz zwei

Die Rheinländerin geht in den Kampf um Titel und Medaillen mit einem denkbar knappen Vorsprung von nur einem Zähler auf gleich fünf Athletinnen, die alle einen Gesamtscore von eins unter Par aufweisen.
Chiara Jetter vom GC St. Leon-Rot gab ihre Führung nach einer 73 ab und liegt gleichauf mit ihrer Clubkameradin Emilie Edinger, die ihrer 71 eine 72 folgen ließ.
Nina Lang vom GC München Valley spielte sehr solide und brachte es mit zwei Birdies bei nur einem Bogey auf 71 (-1) Schläge.
Anna Lina Otten brachte gleich fünf Birdies unter und glich damit sogar einen Doppelbogey mehr als aus. Auf Bahn 9 hatte die Jugend-Nationalspielerin einen Ball im Aus versenkt. Am Ende unterschrieb die Spielerin des Bundesliga-Aufsteigers Düsseldorfer GC eine 70 (-2) und freute sich über die gute Leistung: „Ich habe viele Fairways getroffen und gut geputtet. Ich freue mich, morgen vorne mitspielen zu können und bin gespannt, was noch geht.“

Tiefster Score überhaupt

Den bislang tiefsten Score dieser Deutschen Meisterschaften im GC Neuhof hat Jette Schulze unterschrieben. Die 16-Jährige, die vom Kölner GC zum GC St. Leon-Rot gewechselt war, musste zwar zwei Bogeys hinnehmen, schraubte aber mit satten sechs Birdies ihren Score auf 68 (-4) Schläge runter. Damit hat Schulze ihre 75 vom ersten Tag mehr als ausgeglichen und geht mit frischem Selbstvertrauen bei nur einem Schlag Rückstand auf Blanka Decker in die Finalrunde.
„Die Runde hat mir besonders durch die sechs Birdies mega viel Spaß gemacht. Ich war in einem guten Flow. Besonders gut waren heute meine Eisen und die Putts. Ich freue mich auf morgen und gehe entspannt in die Finalrunde“, strahlte Jette Schulze am Abend nach ihrer famosen Leistung.
Titelverteidigerin Marie Bechthold machte ihre Scorekarte recht bunt und durfte auf Bahn 12 einen Eagle notieren. Nach der 76 vom ersten Tag wurde es eine 73 (+1). Mit gesamt +5 steht die Jugend-Nationalspielerin des GC St. Leon-Rot auf dem geteilten neunten Platz.

Cut bei +17

Im Cut der besten 27 Spielerinnen sind alle Athletinnen, die nach den beiden gespielten Runden 17 Schläge über Par oder besser liegen.
Am Finaltag wird wieder ab 8.30 Uhr gespielt.
Die Leaderflights gehen um 9.47 Uhr (Mädchen) und 9.58 Uhr (Jungen) raus.

Neuhof aus Adlersicht So lief Tag 1

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