Bild Information: Tiefste Runde des Tages: Julius Lange vom GC Bonn-Godesberg (Foto: DGV/stebl)

Briem einsam vorne, Doppelspitze bei Herren

DM Damen & Herren 2021
 

Am dritten Tag der 75. Deutschen Meisterschaften setzt sich Helen Briem in der Damen-Konkurrenz deutlich ab und wir mit sechs Schlägen Vorsprung ins Finale starten. Bei Herren endet die dritte Runde dramatisch und so werden Tim Wiedemeyer und Martin Obtmeier schlaggleich den vierten und letzten Akt beginnen.

Valley/Holzkirchen – Am dritten Tag der 75. Deutschen Meisterschaften im GC München Valley war die Sonne zurück.
Bei herrlichem Spätsommerwetter gingen am Vormittag die Athleten in ihre dritte Runde, die nach den beiden ersten Runden in der unteren Hälfte des Klassements standen. Erst nach der dritten Runde ist ein Cut vorgesehen, so dass am Sonntag zur Finalrunde nur die besten 25 Damen und die besten 36 Herren auf dem hervorragend präparierten Platz im Münchener Süden antreten werden.


Das ruhige und sonnige Wetter am Morgen nutzten mehrere Athletinnen, um ganz früh ihren Score runter zu schrauben. Emilie Edinger vom GC St. Leon-Rot lag nach neun Bahnen schon fünf unter Par. Drei Schläge bei drei Bogeys in Folge büßte die Kurpfälzerin auf den Bahnen 12, 13 und 14 ein, holte sich davon auf Bahn 16 einen zurück und unterschrieb am Ende eine 69 (-3).
Emily Krause startete mit einem frühen Birdie auf Bahn 2, legte dann vier Birdies in Serie auf den Bahnen 6 bis 9 nach und schraubte ihren Score auf sechs unter Par, als ihr schon auf Loch 11 das sechste Birdie des Tages gelangt. Was für ein Lauf! Tiefer ging es dann für die Spielerin des GLC Berlin-Wannsee nicht. Ein Bogey auf Bahn 15 und gar ein „Triple“ auf dem sehr heiklen Abschlussloch ließen den famosen Score wieder auf Normalmaß schrumpfen. Es wurde eine 70 (-2).
Chiara Jetter, die von Tee 10 gestartet war, knallte innerhalb ihrer Frontnine zwei Birdies und einen Eagle auf den Platz. Danach war das Momentum nicht mehr auf der Seite der Spielerin, die für den Stuttgarter GC antritt. Zwei Bogeys kamen auf die Karte, aber immerhin fiel auf Loch 9 der Putt zum Birdie, so dass es am Ende eine sehr gute 69 (-3) wurde. Nachdem Jetter zuvor 80 und 78 Schläge gebraucht hatte, bangte die Athletin lange, ob die 69 für den Cut der besten 24 reichen würde. Mit dem Gesamtscore von +11 lag Jetter am Ende genau auf der Cutlinie und ist damit auch am Finaltag dabei.

Briem weiter souverän

An der Spitze steht weiter Helen Briem, nun sogar mit großem Vorsprung. Die Jugend-Nationalspielerin des Stuttgarter GC brachte mit fünf Birdies und nur zwei Bogeys ihre zweite 69 (-3) in Folge nach Hause. Mit nun gesamt sieben Schlägen unter Par hat die 16-Jährige sechs Schläge Vorsprung auf Titelverteidigerin Helen Kreuzer. Die Frankfurterin lag nach acht Bahnen sechs über Par, zeigte dann aber ein starkes Comeback und verbesserte sich mit vier Birdies, davon zwei auf den Bahnen 17 und 18 noch auf 74 (+2) Schläge. Mit gesamt einem Schlag unter Par ist Kreuzer die Zweitplatzierte und neben der Leaderin die einzige Athletin, die nach drei Wettkampfrunden unter Par liegt.
„Ich werde einfach morgen mein Spiel spielen und schauen, wozu es am Ende reicht. Der Platz gibt definitiv viele Birdies und tiefe Runden her, also wird es morgen auf jeden Fall spannend“, ist Helen Kreuzer trotz der Rückstandes kämpferisch und hat die Verteidigung ihres Titels noch nicht abgeschrieben.

Back sauber

Den beste Score des Tages lieferte Charlotte Back ab. Die Spielerin aus der Talentschmiede des GC St. Leon-Rot hielt ihre Scorekarte sauber und drapierte vier Birdies dazu. Macht 68 (-4) Schläge und nach zuvor Runden mit je 74 Schlägen geht die Athletin, die seit wenigen Tagen 17 Jahre alt ist, mit Even Par von Rang drei in die Finalrunde.
„Ich habe sehr gute Eisen geschlagen und hatte somit ein paar gute Birdiechancen. Ich gehe morgen ganz entspannt in die Finalrunde und gebe mein Bestes“, bleibt Charlotte Back dabei, ihr Spiel zu spielen.
Bei der Herren mit den frühen Startzeiten fehlten die berauschenden Scores.

Spitzenkampf

Im Kampf um die Führung wurde es am Nachmittag früh recht spannend, denn Martin Obtmeier, der mit sechs Schlägen Vorsprung auf Tim Wiedemeyer und Tom Haberer gestartet war, gab auf Bahn 4 einen Schlag ab, während der Münchener bis dahin schon zwei Birdies notiert hatte. Nach vier Bahnen war die Hälfte des Vorsprungs also schon weggeschmolzen. Zudem machte sich Yannick Schütz, der nach dieser DM ins Profilager wechseln wird, auf den Weg und knallte in sehenswerter Manier Birdies in Serie auf den Platz. Vier Birdies in Folge auf den Bahnen 2,3,4 und 5 markierten den Start. Nach der Frontnine lag der Stuttgarter schon bei sechs unter Par und hatte ebenfalls nur noch drei Zähler Rückstand auf den Führenden vom GC Straubing.

Obtmeier zeigte aber keine Nerven. Ganz im Gegenteil. Mit einem Eagle auf Bahn 7 erhöhte er seinen Vorsprung wieder, obwohl Tim Wiedemeyer seinerseits ein Birdie spielte. Ein epischer Kampf um die Spitze bahnte sich an. Allerdings kassierte der erste Verfolger auf Bahn 8 ein Bogey und als Martin Obtmeier seinerseits zum Auftakt der Backnine einen Birdie notierte, war der Vorsprung wieder auf die ursprünglichen sechs Schläge angewachsen. Zumal Yannick Schütz sein Momentum nicht ganz halten konnte und auf seiner Backnine früh seine beiden ersten Bogeys hinnehmen musste. Schütz kam am Ende mit einer 67 (-5) vom Platz und macht im Klassement damit einen Sprung bis auf Platz 4 vor.
„So oft sind mir noch nicht vier Birdies in Serie gelungen. Der Putter war heiß und dann kommt man in einen Flow. Die Backnine hat sich heute etwas schwerer gespielt. Ich bin sehr glücklich mit dem Score, auch wenn ich auf Bahn 1 einen Ball verloren habe, weil ich ihn hinter einer Düne nicht sehen konnte. Morgen gehe ich es nochmal so an wie heute. Die Platzierung ist mir gar nicht so wichtig. Ich möchte selber gut Golf spielen und mich weiter entwickeln. Alles sind nur Schritte auf dem Weg zu einem größeren Ziel, denn langfristig möchte ich als Profi gut performen. Schauen wir mal, was morgen hier am Ende rauskommt“, war der Schwabe mit seiner Leistung mehr als zufrieden.

Epische Battle

Die Battle um die Spitze nahm im letzten Drittel der Runde einen dramatischen Verlauf. Tim Wiedemeyer spielte cool seinen Streifen runter und verbesserte sich mit Birdies auf den Bahnen 12 und 14 auf vier unter Par für den Tag.
Martin Obtmeier dagegen hatte ab Bahn 13 einen heftigen Durchhänger und notierte in Folge Bogey-Doppelbogey-Bogey. Damit war die alleinige Führung futsch, denn nun lagen die beiden Bayern mit gesamt -9 gleichauf.
So blieb es auch bis zum letzten Putt und somit gehen die beiden Youngster aus Bavaria als Co-Leader in die Finalrunde.
Komplettiert wird der Leaderflight durch Philipp Katich. Der Spieler des GC St. Leon-Rot, der vor einer Woche bei seinem Debüt auf der Challenge Tour souverän den Cut gemacht hatte, hat sich mit einer 68 (-4) an die Spitze herangepirscht und hat nur noch zwei Zähler Rückstand zum Führungsduo.

Starker Youngster aus Bonn

Julius Lange, der zweitjüngste Teilnehmer des Feldes, drehte am dritten Tag richtig auf. Der Youngster des GC Bonn-Godesberg lag nach seiner Frontnine vier unter Par und hatte dabei auf den Löchern 15 bis 17 eine Serie von drei Birdies in Folge eingestreut. Nach einem Par auf Loch 18 kamen direkt zu Beginn seiner Backnine zwei weitere Birdies auf die Karte. Auf den Bahnen 4 und 5 fiel der Score mit zwei Bogeys auf -4 zurück, aber der 15-Jährige ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen und konterte im Stile eines Großen sofort mit seinem siebten Birdie des Tages. Letztlich wurde es sogar eine 66 (-6), mit der der Rheinländer bis auf Rang zwölf im Klassement klettert.
Dass Lange tief schießen kann, hatte er schon bewiesen. Seine tiefste Runde war sieben unter Par, allerdings bei einem eher kleineren Turnier erspielt.
„Heute war mein langes Spiel sehr konstant. Ich habe alle Drives auf die Bahn gesetzt und die Eisen gingen aus allen Lagen gut an die Fahne. Der Putter lief perfekt und so habe ich viele, auch längere Putts gelocht. Der Platz ist sehr schön und in einem perfekten Zustand. Dazu ist er auch sehr anspruchsvoll. Vor allem bei nassem Boden zieht er sich in die Länge“, war Julius Lange mit seinem Spiel einverstanden und lobte den Platz des GC München Valley in höchsten Tönen.

Start in die Finalrunde

Ab 8.00 Uhr wird von Tee 1 und Tee 10 die Finalrunde gestartet. Der Leaderflight der Herren wird um 9.30 Uhr ebenso auf Tee 1 rausgehen, wie zehn Minuten später der Leaderflight der Damen.

Livescoring Damen Livescoring Herren

Anhänge

Anzeige
Anzeige
Timo Vahlenkamp holt einen sehr wertvollen Sieg (Foto: golfsupport.nl/Stefan Heigl) Timo Vahlenkamp holt einen sehr wertvollen Sieg (Foto: golfsupport.nl/Stefan Heigl)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Vahlenkamp mit großem Schussspurt

Timo Vahlenkamp hat mit einem Sieg auf der Pro Golf Tour den Aufstieg auf die...

weiterlesen
T1 in der Zählspielqualifikation: Carl Siemens (Foto: DGV/stebl) T1 in der Zählspielqualifikation: Carl Siemens (Foto: DGV/stebl)

Golf Team Germany

Starkes Zählspielergebnis

Bei den Internationalen Französischen Meisterschaft für Jungen wird die große...

weiterlesen
Helen Briem gewinnt in Hilversum die Junior Vagliano Trophy (Foto: R&A) Helen Briem gewinnt in Hilversum die Junior Vagliano Trophy (Foto: R&A)

Golf Team Germany

Briem siegt auch mit dem Kontinent

Das Jahr der Helen Briem setzt sich international mit einem weiteren, großen ...

weiterlesen
Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) entscheidet die DM AK 65 nach einem rein hamburgischen Stechen für sich und ist neuer Deutscher Meister. (Foto: C&V Sport Promotion) Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) entscheidet die DM AK 65 nach einem rein hamburgischen Stechen für sich und ist neuer Deutscher Meister. (Foto: C&V Sport Promotion)

DM AK 65 Herren 2021

Noldt siegt nach Stechen

Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) entscheidet die DM AK 65 nach einem rei...

weiterlesen
DM Damen & Herren
Partner des DGV
Partner des DGV