Bild Information: Helen Briem verteidigt ihre Führung in München Valley (Foto: DGV/stebl)

Briem und Obtmeier weiter in Führung

DM Damen & Herren 2021
 

Helen Briem und Martin Obtmeier verteidigen in der zweiten Wettkampfrunde bei den 75. Deutschen Meisterschaften ihre Führungen vom ersten Tag. Bei den Damen liegen die Meisterinnen der Jahre 2019 und 2020 der Stuttgarterin dicht auf den Fersen, bei den Herren hat der Straubinger satte sechs Zähler Vorsprung auf die beiden ersten Verfolger.

Valley/Holzkirchen – Der Regen hatte aufgehört, aber da die Fairways nass waren, entschied die Spielleitung, dass mit „Besserlegen“ gespielt wird. Die Athleten nahmen dies dankbar an.
Die Damen gingen am Morgen auf ihre zweite Wettkampfrunde. Helen Briem, die am Vortag die einzige Athletin unter Par war, bekam auf dieser zweiten Runde Verstärkung. Immerhin vier Spielerinnen reichten einen Score unter 72 Schlägen ein, davon drei jeweils eine 69 (-3). Helen Briem war davon eine.


Bei der 16-Jährigen vom Stuttgarter GC lief es auch am zweiten Tag sehr gut. Ihren zwei Bogeys setzte sie fünf Birdies entgegen. Beeindruckend die Quote der Grüntreffer: Die Spielerin des Junior Team Germany spielte alle Grüns in Regulation an und kreierte sich dadurch etliche Birdiechancen. „Leider habe ich davon sehr wenige genutzt“, war die ehrgeizige Athletin mit ihrem Score noch nicht ganz einverstanden.
Im Kreise der Tagesbesten bei den Damen waren auch noch genau die beiden Spielerinnen, die in den Jahren 2019 und 2020 im GC München Valley die Titel geholt hatten. Beide hatte auch je fünf Birdies notiert.
Helen Kreuzer vom Frankfurter GC ist somit vor der dritten Runde mit einem Gesamtscore von drei unter Par die erste Verfolgerin der jungen Stuttgarterin, Marie Coors vom Münchener GC hat einen weiteren Zähler mehr auf dem Konto.
Die Titelverteidigerin aus Hessen konnte nur auf einer Bahn ihr Par nicht halten, kassierte da aber direkt einen Doppelbogey. „Heute waren meine Eisen wirklich gut und ich habe so wie gestern sehr gut geputtet. Ich hoffe, mich am Wochenende vom Tee noch ein bisschen zu verbessern und schaue, was nach vorne geht“, ist die Athletin, die im August bei den Qualifiers zur LPGA Tour souverän Stage II erreicht hat, aufgrund ihres soliden Spiels zuversichtlich.


Marie Coors, die 2019 den Titel in München Valley gewonnen hatte, war ebenfalls mit ihren Schlägen vom Tee noch nicht ganz zufrieden. „Heute habe ich echt gut geputtet und konnte mir so im Vergleich zu gestern einige Schläge sparen. Auch meine Schläge ins Grün waren echt gut. Lediglich von der Teebox könnte ich noch etwas besser wegkommen.“
Nur diese drei Spielerinnen sind beim Bergfest dieser 75. Deutschen Meisterschaften unter Par, dahinter folgen Isabelle Schlick vom GC St. Leon-Rot und Celina Krieb vom Club zur Vahr, die beiden jeweils eine 73 und eine 72 in die Wertung gebracht haben und damit insgesamt einen Schlag über Par liegen.
Die vierte Spielerin, die am zweiten Tag unter Par ins Clubhaus kam, war Julia Bäumken vom GC Altenhof. Das Nordlicht verbesserte sich gegenüber dem Regentag um satte sieben Schläge und rückt mit ihrem guten Score bis auf den geteilten sechsten Platz vor.

Obtmeier setzt sich ab

Bei den Herren steht ebenfalls auch nach der zweiten Runde der gleiche Name ganz oben auf dem Leaderboard. Martin Obtmeier vom GC Straubing lieferte auch am zweiten Tag eine ganz starke Leistung ab. Der Youngster aus Bayern hielt bis auf ein Bogey seine Karte sauber und knallte fünf Birdies dazu. Macht in Summe 68 (-4) Schläge, gleichbedeutend mit dem zweitbesten Score des Tages.
„Auch heute waren die Annäherungen gut und auf der Backnine war der Putter wieder sehr gut. Potenzial sehe ich noch bei den Schlägen unter 100 Meter. Ich versuche, morgen wieder von Schlag zu Schlag zu denken und meinen Spielplan durchzuziehen“, bleibt der Leader zurückhaltend, auch wenn er nun sechs Schläge vor den beiden Jugend-Nationalspielern Tim Wiedemeyer und Tom Haberer liegt, die beiden nach der 68 vom Vortag eine 71 (-1) unterschrieben. Tim Wiedemeyer hatte ebenfalls nur ein Bogey auf der Karte, brachte dazu noch zwei Birdies unter. „In der ersten Runde war das Long Game sehr gut, aber ich habe nur relativ wenig gelocht. Heute war das Putten sehr gut, dafür war das lange Spiel eher durchwachsen, obwohl der Platz in einem super Zustand war“, analysierte der Münchener sein bisheriges Spiel.
Bei Tom Haberer kam mit zwei Bogeys und drei Birdies auf den gleichen Tagesscore. „Meine beiden ersten Runden waren grundsolide. Am ersten Tag habe ich etwas weniger Fehler gemacht und mehr Putts gelocht. Das ist auch das Ziel für die nächsten Runden. Der Platz spielt sich durch die Nässe extrem lang, macht aber durch den guten Pflegezustand extrem viel Spaß“, erklärte der Hannoveraner nach der zweiten Runde.

Siemens Tagesbester

Ein weiteres Talent aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann zeigte eine deutliche Aufwärtstendenz und lieferte nach seiner 74 vom Vortag nun eine starke 67 (-5) im Clubhaus ab. Besser als Carl Siemens vom Berliner GC Stolper Heide war kein Spieler und so ging es für den Berliner im Klassement rauf bis auf Rang fünf.
Auch Siemens hatte ein Bogey auf der Karte, drapierte dazu aber noch vier Birdies und einen Eagle. Auf Bahn 15 hatte der 17-Jährige eingechippt.
„Heute lief es insgesamt deutlich besser. Vor allem die Abschläge mit den Eisen waren nochmal ein Stück besser. Ich habe auf der Backnine fünf unter Par gespielt, weil ich drei lange Putts lochen konnte. Das hilft natürlich. Der Platz hat sich heute länger gespielt, das macht es eigentlich schwerer, aber weil die Grüns noch weicher waren, konnte man immer auf die Fahne gehen“, erklärte Carl Siemens, wo er so viele Schläge einsparen konnte.

15 Herren unter Par

Bei den Damen geht es mit nur drei Spielerinnen unter Par sehr elitär zu. Bei den Herren liegen immerhin 15 Athleten beim Bergfest unter Par. Dazu zählt nicht der zweite 68er das Tages. Patrice Schumacher vom GC Buchholz-Nordheide war mit einer 77 (+5) bunt ins Turnier gestartet, spielte dafür am zweiten Tag mit zwei Bogeys und sechs Birdies mehr als solide. Das Nordlicht geht dadurch mit gesamt einem Schlag über Par von Rang 19 in die dritte Runde.

Start nach Ergebnissen

Am dritten Tag wird das Feld noch einmal komplett spielen. Der Cut ist erst nach der dritten Runde. Am Sonntag gehen nur die besten 24 Damen und 36 Herren in die Finalrunde.
Am Samstag werden die Athleten der unteren Hälfte des Leaderboards am Morgen ab 8.00 Uhr starten. Der Kampf um die Spitzenplätze geht am frühen Mittag gegen 12.20 Uhr los.

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