Bild Information: Fabelplatzrekord: Linus Lang (Foto: DGV/stebl)

Platzrekord

DM Damen & Herren 2020
 

Bei sengender Hitze werden auf dem Platz des GC München Valley fabelhafte Scores gespielt. Linus Lang verbessert sich gegenüber dem Vortag um 16 Schläge und markiert einen neuen Platzrekord. Sowohl bei den Damen, wie auch bei den Herren stehen zur Halbzeit jeweils zwei Athleten des Frankfurter GC an der Spitze.

Valley/Holzkirchen – Die Kombination der Runden A und B mit einer kleinen Anleihe der Schleife C war im GC München Valley eigentlich für den Ryder Cup konzipiert worden. In dieser Kombination waren diese Löcher bisher noch nie im Turnier gespielt worden und so war es ganz logisch, dass in der Auftaktrunde dieser 74. Deutschen Meisterschaften der offenen Altersklasse bei Herren und Damen eine erste Bestmarke gesetzt wurde.
Bei den Herren hatten fünf Athleten die 67 (-5) nach Hause gebracht. Aber schon einen Tag später wurde der Platzrekord auf beeindruckende 63 Schläge, also neun unter Par gedrückt. Dieser Fabelscore gelang Linus Lang. Der Youngster, der im GC Bad Wörishofen zu Hause ist, hat sich damit zwischen Runde eins und Runde zwei um unfassbare 16 Schläge verbessert, denn zum Auftakt hatte der Bayer noch 79 Schläge gebraucht. Daher taucht der 18-Jährige im Leaderboard auch erst auf Platz 18 auf.
Auf Bahn eins war die Runde mit einem Dreiputt-Bogey dabei noch alles andere als verheißungsvoll gestartet. Aber Lang konterte direkt mit einem gelochten Putt aus zehn Metern zum Eagle und hielt danach seine Karte auch blütenrein. „Nach so einem Dreiputt muss man weiter am Spielplan festhalten, den man sich zurecht gelegt hat. Das habe ich gemacht und nichts riskiert. Ab Bahn sieben lief es. Die Eisen sind nah an die Fahne gegangen und ich habe die Birdie-Putts gelocht“, kommentierte Linus Lang seinen Run, bei dem ihm auf neun Bahnen sieben Birdies glückten. Sowas hatte der Nachwuchsgolfer zuvor noch nicht geschafft. Bis zu diesem Tag war die persönliche Bestmarke in einem Wettspiel bei sieben unter Par gewesen. „Ich habe auch schon mehrere 66er Runden gespielt, aber eine 63 bislang noch nicht“, strahlte der Bad Wörishofener.


„Ich habe den ganzen Tag an meinem Spielplan festgehalten und es genossen, nach der Corona-Phase endlich wieder ein solches Turnier spielen zu können. Der Platz ist super. Ich bin ein großer Fan. Der Zustand ist top und bei so guten Bedingungen macht es viel Spaß, hier zu spielen. Aufgrund der Länge des Platzes braucht man nicht nur präzise Drives, sondern auch eher längere Schläge. Das ist anspruchsvoll. Die Grüns sind onduliert und eine echte Herausforderung. Ich bin einfach begeistert, hier bei diesen Bedingungen spielen zu können“, geriet der neue Platzrekordhalter ins Schwärmen, als er über die Besonderheiten dieser Lochkombination berichtete.

Frankfurter Doppelspitze

An der Spitze des Feldes stehen zum Bergfest zwei Spieler im Dress des Frankfurter GC. Malte von Blankenfeld ist bei seiner insgesamt sechsten Teilnahme an einer DM ganz entspannt und ohne jede Erwartung an seine Ergebnisse angetreten. So kam der Hesse locker mit einer 68 (-4) nach Hause, nachdem er schon am ersten Tag mit einer 67 (-5) zu den ersten Rekordmarken-Setzern gezählt hatte. Ein Bogey und fünf Birdies kamen an diesem Tag in die Bücher des Leaders nach der zweiten Runde.


„Ich wollte nach einer eigentlich nicht existenten Saison mal wieder echtes Turnierfeeling haben und ein oder zwei gute Runden spielen. Ich habe deutlich besser gespielt als ich das erwartet hatte. Dabei hilft die lockere Herangehensweise. Ich bin ja in einer anderen Situation als die wirklich starken 16- bis 18-Jährigen, die hier mit ganz anderen Ambitionen in so ein Turnier gehen. Beide Runden waren grundsolide. Auch für morgen ist der Plan so. Wenn morgen noch eine gute Runde dazu kommt, werde ich mich wohl irgendwann mit dem Gedanken abfinden müssen, dass ich hier tatsächlich um ein Ergebnis spiele und nicht nur um schöne Runden. Ich versuche das, auf mich zukommen zu lassen“, blieb der 23-Jährige des Frankfurter GC auch mit dem Blick auf das Leaderboard am Abend des zweiten Tages ganz gelassen.

Jede Bahn getroffen

Lukas Buller geht mit nur einem Schlag Rückstand auf seinen Clubkameraden in den Moving Day. Der ehemalige Jugend-Nationalspieler hat eine 67 und eine 69 in den Büchern. Am ersten Tag lief es vom Tee perfekt. Buller traf jedes Fairway und spielte alle Par-5-Bahnen mit dem zweiten Schlag an. Ein Par 4 griff er sogar erfolgreich direkt an. Durch die vielen Chancen hätte es noch tiefer gehen können.
Am zweiten Tag lief es vom Tee nicht ganz so gut, aber dafür lief der Putter besser. „Alles in allem hat vieles gut funktioniert und ich habe mir viele Chancen erarbeitet. Die Par-Putts habe ich alle gelocht. Das war wichtig, um ohne Rückschläge weiter zu kommen. Dass wir hier diese Kombination mit der A-Runde spielen, finde ich gut. Das ist anspruchsvoll und mal etwas anderes als bei früheren Turnieren hier“, ist der 20-Jährige vom Setup des Turniers sehr angetan.

Vier Verfolger

Das Spitzenduo aus Frankfurt hat vier Verfolger, die alle mit gesamt sechs unter Par nur zwei Zähler Rückstand haben. Max Owen vom Förde-GC Glücksburg hat eine 68 und eine 70 unterschrieben. Christian Hellwig vom GC Hubbelrath verbesserte sich nach einer 70 auf 68 Schläge. Jan Philipp Nebe vom GCC Hamburg-Treudelberg war konstant mit zweimal 69 Schlägen unterwegs.
Am zweiten Tag war von diesem Quartett Jugend-Nationalspieler Frederik Eisenbeis am besten unterwegs. Der 18-Jährige ließ seiner 72 vom Auftakt eine ganz starke 66 (-6) folgen. Nach dem Bogey auf Bahn 1 ließ es der Marienburger krachen und knallte fünf Birdies und einen Eagle auf den Platz. „Ich habe auf der Frontnine noch viele gute Chancen ausgelassen, aber ansonsten viele gute Schläge gemacht. Die Schläge ins Grün waren sehr gut. Der Platz ist bei den Bedingungen sehr gut spielbar und in einem sehr guten Zustand“, war der Athlet aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann rundum zufrieden.

Die zweitbeste Runde des Tages lieferte Constantin Unger ab. Der Athlet aus St. Leon-Rot knallte nicht weniger als neun Birdies auf den Platz, drapierte nur zwei Bogeys dazu und durfte somit einer bärenstarke 65 (-7) unterschreiben. Nach der 76 vom ersten Tag verbessert sich Unger deutlich und geht von Rang 15 in den Moving Day.
„Heute habe ich alle Chancen genutzt und auch noch einen längeren Putt gelocht. So war es ein reines Birdie-Feuerwerk. Der Platz macht mir viel Spaß. Man muss von der Tee-Box kreativ spielen und hat mehrere Möglichkeiten“, ist auch Unger sehr vom Platz des GC München Valley angetan.

Doppelspitze auch bei den Damen

Auch bei den Damen zieren zwei Spielerinnen des Frankfurter GC die Spitze des Leaderboards.
Helen Kreuzer, die gestern schon mit einer 67 (-5) ein Top-Ergebnis abgeliefert hatte, legte exakt diesen Score noch einmal nach. Dieses mal blieb die Scorekarte der Spielerin des National Team Germany blitzsauber und es reichten fünf Birdies, um wieder die Tagesbestmarke zu setzen.
„Heute war es eine fehlerfreie Runde. Auf den Grüns habe ich viele Chancen verwerten können und auch noch gute Up-and-downs zum Par gemacht. Ich habe fast alle Bahnen getroffen. Es hat geholfen, dass die Drives alle in einer guten Position waren. Ich freue mich, morgen mit Marie Coors als Frankfurter Duo vorneweg zu spielen. Es bleibt spannend und ich freue mich auf die Herausforderung“, blickt die Nationalspielerin schon voraus.

Noch zwei 67er Runden

Auch die Verfolgerinnen von Helen Kreuzer brachten am zweiten Tag jeweils eine 67 nach Hause. Marie Coors hat nach ihrer 70 vom Start auf dem zweiten Platz drei Zähler Rückstand auf die Leaderin.
Christin Eisenbeiß vom Hamburger GC hat einen weiteren Schlag mehr in den Büchern. Nach der 71 vom ersten Tag hatte das Nordlicht einen perfekten Start in die Runde, als drei Birdies in Serie gelangen. Die Runde blieb bogeyfrei und zwei weitere Birdies brachten die ehemalige Jugend-Nationalspielerin zu diesem tiefen Ergebnis.

Auf dem vierten Platz folgt Helen Briem. Die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude war zwischenzeitlich auf Kurs Platzrekord, konnte die -6 aber nicht halten, weil am Ende noch ein Doppelbogey und ein Bogey auf die Karte rutschten. So wurde es für die Stuttgarterin am Ende eine gute 69 (-3). Der Rückstand auf Christin Eisenbeiß beträgt nach zwei Runden aber schon vier Schläge.

Startzeiten

Am dritten Tag wird nach Ergebnissen gestartet. Die schlechter platzierten Athleten dürfen ab 8.00 Uhr starten und werden voraussichtlich weitgehend bei guten Bedingungen die Runde spielen können. Die besser Platzierten starten ab 13.00 Uhr. Ab dem Mittag werden südlich von München Regenfälle und auch Gewitter erwartet. Immerhin werden die Temperaturen angenehmer sein, denn die brütende Hitze findet nach Wettervorhersagen ein Ende.

Zuschauer dürfen aufgrund der Corona-Bestimmungen bei dieser Deutschen Meisterschaft nicht auf die Anlage des GC München Valley kommen.

 

Livescoring Herren Livescoring Damen So lief es an Tag 1

Anhänge

Anzeige
Anzeige
Rückt auf: Nick Bachem vom Marienburger GC (Foto: PATRICK JANTET) Rückt auf: Nick Bachem vom Marienburger GC (Foto: PATRICK JANTET)

EM Herren

Deutsche bei EM vorne

Am Abend des zweiten Wettkampftages der Europameisterschaften der Herren spri...

weiterlesen
Gebannt verfolgt das deutsche Team am 18. Grün den Eagle-Putt von Chiara Horder (Foto: DGV/stebl) Gebannt verfolgt das deutsche Team am 18. Grün den Eagle-Putt von Chiara Horder (Foto: DGV/stebl)

Team-EM Mädchen

Erster Schritt gelungen

In der Zählspielqualifikation der Team-EM überzeugen die Mädchen des Junior T...

weiterlesen
Grandiose Backnine: Matthias Schmid (Foto: PATRICK JANTET) Grandiose Backnine: Matthias Schmid (Foto: PATRICK JANTET)

EM Herren

Guter Start für Schwarz-Rot-Gold

Die Einzel-Europameisterschaften der Herren ist auf dem Weg. Am ersten Tag de...

weiterlesen
Vorfreude pur: das deutsche Team (Foto: DGV/stebl) Vorfreude pur: das deutsche Team (Foto: DGV/stebl)

Team-EM Mädchen

Viele fröhliche Gesichter  

Corona verlangt jedem Geduld ab, auch den Athleten im Golfsport. Daher ist es...

weiterlesen
DM Damen & Herren
Partner des DGV
Partner des DGV