Bild Information: Helen Kreuzer vom Frankfurter GC startet vielversprechend (Foto: DGV/stebl)

Sonniger Auftakt

DM Damen & Herren 2020
 

Bei allerbesten Sommerbedingungen starten die 74. Deutschen Meisterschaften, die zum zweiten mal in Folge im GC München Valley ausgetragen werden. Es gibt tiefe Runden, aber der Platz zeigt auch seine Zähne.

Valley/Holzkirchen – Eine Überraschung ist es nicht gerade, was sich am ersten Tag in der Damen-Konkurrenz der 74. Deutschen Meisterschaften der offenen Altersklasse auf der prächtig hergerichteten Anlage des GC München Valley abgespielt hat. Helen Kreuzer steht nach der Auftaktrunde an der Spitze des Feldes.
Die Athletin aus dem Kader von Damen-Bundestrainer Stephan Morales ist mit dem Course in allen Kombinationen auf Du, denn in der Liste der Platzrekorde ist die Bundesliga-Spielerin des Frankfurter GC immer präsent.


Für eine neue Bestmarke hat es in Runde eins dieser DM zwar nicht gereicht, aber das Spiel war famos. Reihenweise nagelte die 22-Jährige die Bälle aus fast allen Entfernungen an den Stock, verpasste aber, konsequent alle Chancen auf Birdies auch zu nutzen. Es hätte deutlich tiefer gehen können, aber auch so findet sich die Nationalspielerin mit sieben Birdies bei nur zwei Bogeys und einem Score von 67 (-5) an der Spitze des Feldes wieder.
„Ich finde den A-Platz von den drei Optionen hier definitiv am anspruchvollsten, aber der Zustand ist extrem gut und gute Schläge werden sofort belohnt. Ich bin gut in das Turnier reingekommen, geduldig geblieben und freue mich auf die nächsten Tage“, bilanziert Helen Kreuzer der guten Start in diese nationalen Titelkämpfe.

Nur einen Schlag mehr

Nur einen Schlag mehr hatte Catharina Lohoff gebraucht. Die 17-Jährige vom GLC Berlin-Wannsee lag nach nur sechs gespielten Bahnen schon vier unter Par und schickte sich an, den Platz nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen. Aber ganz so schnell schießen die Preußen auch im tiefsten Bayern nicht, denn mit drei Bogeys wurde der Ansturm an die Spitze erst einmal gebremst. Die jungen Berlinerin zeigte aber, dass mit ihr zu rechnen sein wird, denn nervenstark verbesserte sich Lohoff mit späten Birdies wieder auf -4 für den Tag und geht dadurch von Platz zwei in die zweite Runde.

Zwei unter

Mit „zwei unter“ teilen sich zwei Spielerinnen den dritten Rang. Emily Krause, Berliner Clubkameradin von Catharina Lohoff, war ebenfalls mit vier Birdies auf den ersten fünf Bahnen famos gestartet, musste aber zum Ende der Runde zwei Bogeys hinnehmen. Die 70 (-2) lässt aber alle Optionen offen, im Kampf um den Titel ein ordentliches Wörtchen mitreden zu können.

Titelverteidigerin in Lauerstellung

Auch Titelverteidigerin Marie Coors ist mit einer 70 (-2) sehr solide gestartet. Ein kleiner Run mit drei Birdies auf den Bahnen neun bis zwölf, der durch ein Bogey auf Bahn 13 beendet wurde, drapierte sich zwischen den übrigen Bahnen, die alle in Par absolviert wurden.

Titelverteidiger der Herren fehlt

Bei den Herren wird es definitiv einen neuen Deutschen Meister geben, denn Titelverteidiger Jannik de Bruyn hat auf seinen Start verzichtet, um nach dem guten Abschneiden bei der Starnberg-Open, einem Turnier der Pro Golf Tour, den Start auf Royal Birkdale bei The Amateur Championship, dem traditionsreichsten und prestigeträchtigsten Turnier der Welt, nicht zu gefährden.

Breite Spitze

Am Nachmittag war die Herren-Konkurrenz schon in der ersten Runde ungemein spannend. Es hätte zwar anders kommen können, aber nicht weniger als fünf Athleten teilen sich mit 67 (-5) Schlägen die Führung.


Bitter ist dieser an sich sehr gute Score vor allem für Max Herter, der nach 17 gespielten Bahnen sieben unter Par lag, auf dem letzten Loch am erst den Bunker rechts neben dem Grün und von dort aus das Wasser traf. Das Doppelbogey kostete die alleinige Führung, nachdem die Scorekarte zuvor blitzsauber geblieben war.
„Ich habe einfach sehr sauber gespielt, die Bälle gut ins Spiel gebracht und dann viele gute Eisen an die Fahne geschlagen. Selbst wenn ich mal einen kleinen Fehler gemacht habe, konnte ich diesen mit einem guten Schlag zum Par retten. Der Platz macht einfach Spaß. Das ist ein super angelegter Golfplatz mit vielen herausfordernden Löchern. Dazu kommt noch ein top Pflegezustand“, war der Hubbelrather insgesamt trotz des unglücklichen Abschlusses zufrieden.

Bogeyfrei

Schlaggleich hat sich Nick Bachem als Co-Leader eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Der Marienburger Nationalspieler, für den ein Platz, der schon leicht verzogene Drives teuer bestraft, eigentlich nicht der Traum ist, spielte eine makellose Runde. Auf der Scorekarte fanden sich am Ende neben fünf Birdies nur Pars. „Meine wenigen Fehlschläge waren heute genau da, wo sie auf diesem Platz hin müssen. Es ist immer schön, kein Bogey zu spielen. Irgendwann habe ich die Birdies nicht gemacht, bin aber dennoch nicht ungeduldig geworden und habe mir vorgenommen, kein Bogey zu spielen. Das hat mir geholfen, weil ich dadurch die ganze Zeit ziemlich entspannt war. Es ist ein sehr guter Golfplatz und die Fairways sind echt ein Traum“, bilanzierte der Sportsoldat seinen Auftakt sachlich.
Neben Max Herter und Nick Bachem stehen auch noch Malte von Blankenfeld und Lukas Buller (beide Frankfurter GC) sowie Max Ebeling vom GK Braunschweig mit 67 Schlägen als Co-Leader an der Spitze.

Alles dicht beisammen

Auch hinter den fünf Führenden knubbelt es sich. Insgesamt 16 Athleten sind mit weniger als 70 Schläge ins Clubhaus gekommen. Dies verspricht für die kommenden Tage Hochspannung.

Startzeiten

Nachdem die Damen zum Auftakt das Glück hatten, in den kühleren Morgenstunden zu spielen, sind am zweiten Wettkampftag zunächst die Herren auf dem Platz. Die Damen gehen am Freitag ab 13.00 Uhr in ihre zweite Runde. Die Herren starten ab 8.00 Uhr.
Zuschauer dürfen aufgrund der Corona-Bestimmungen bei dieser Deutschen Meisterschaft nicht auf die Anlage des GC München Valley kommen.

 

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