Bild Information: Mit Tagesbestscore nach vorne gespielt: Chiara Horder vom GC München Valley (Foto: DGV/stebl)

Vierfache Führung bei Damen

DM Damen & Herren 2019
 

Die 73. Deutschen Meisterschaften biegen auf ihre Zielgerade ein. Vor der Finalrunde ist es ungemein spannend. Bei den Damen teilen sich vier Spielerinnen die Führung, bei den Herren geht Routinier Daniel Schmieding als Leader in den vierten Akt.

Valley/Holzkirchen – Der Tag im GC München Valley empfing die Athleten zur dritten Wettkampfrunde mit strahlendem Sonnenschein. Der Spätsommer meldete sich mit Macht.
Am Nachmittag zogen von den Alpen Gewitter in Sicht- und Hörweite vorbei, aber hielten gerade noch genug Abstand, damit die Spielleitung nicht unterbrechen musste.

Zweimal Frankfurt, zweimal Valley

Bei den Damen ist vor der Finalrunde auch nicht ansatzweise eine Tendenz zu erkennen, wer am Ende die Meisterschale in Empfang nehmen wird. Vier Spielerinnen teilen sich schlaggleich die Führung: Isabelle Schlick und Helen Kreuzer vom Frankfurter GC sowie Sarina Schmidt und Chiara Horder vom gastgebenden GC München Valley.


Die Deutsche Lochspielmeisterin schob sich mit einer 68 (-4), dem besten Score des Tages nach vorne. Neben den vier Birdies blieb die Scorekarte von Chiara Horder blitzsauber. Auf der Schleife B/C war ihr dies noch nie gelungen.
„Ich habe mir viele Birdiechancen erarbeitet. Im Heimatclub als Führende zu starten, ist echt cool, weil man so viel Support bekommt. Das macht superviel Spaß“, freut sich die 16-Jährige auf die Finalrunde.

Neumann mit 68

Eine zweite Spielerin kam mit einer 68 (-4) vom Platz: Julia Neumann vom GLC Berlin-Wannsee brachte sechs Birdies unter, musste aber auch zwei Bogeys notieren. Mit diesem tiefen Score kletterte die Berlinerin bis auf den siebten Rang und ist damit im Klassement am Abend des dritten Tages die erste Spielerin, die weder vom Deutschen Vizemeister Frankfurter GC, noch vom Gastgeber GC München Valley kommt.

Trotz Triple-Bogey vorne

Helen Kreuzer, die am zweiten Tag ihren zweiten Valley-Platzrekord nach Hause gebracht hatte, war auch am dritten Tag wieder solide unterwegs und hatte einen Score unter Par im Blick. Ein Triple-Bogey auf Bahn 16 ließ das Ergebnis dann aber doch auf 73 (+1) ansteigen. Als Leaderin in die Finalrunde zu gehen, ist für Kreuzer kein neues Gefühl. Schon zweimal hatte sie in den USA dieses Vorzeichen und ging dann auch jeweils als Siegerin nach Hause. „Morgen werden die Karten neu gemischt. Alles ist möglich und ich muss mein bestes Golf spielen, um eine Chance auf den Sieg zu haben“, wird die gerade 21 Jahre alt gewordene Spielerin sehr konzentriert sein.

Schlick überglücklich

Isabelle Schlick, Helen Kreuzers Clubkameradin aus Frankfurt hatte sechs Birdies auf die Karte gebracht, musste aber auch fünf Bogey notieren. Die 71 (-1) reichte, um die Führung zu verteidigen. „Ich habe heute ziemlich aggressiv gespielt. Meine Schläge ins Grün waren sehr gut. Dreimal hatte ich Eagleputts aus drei Metern. Leider habe ich die nicht gelocht und ich fand, dass heute die Fahnen ziemlich schwer gesteckt waren. Die Grüns sind weiter in einem super Zustand, der Platz ist abgetrocknet und war daher heute noch besser. Als ich in das Turnier gestartet bin, war der Cut das Ziel. Ich gehe das morgen locker an, ich habe ja nichts zu verlieren. Ich werde angreifen, mein Bestes geben und werde es auf jeden Fall genießen“, strahlte Isabelle Schlick am Abend nach dem letzten Putt.

Kühler Kopf

Sarina Schmidt hat dagegen schon einige Erfahrung damit, als Leaderin in eine Finalrunde zu gehen.
„Ich habe meinen Score gut zusammengehalten und habe einen kühlen Kopf bewahrt“, freute sich die Münchenerin über ihre beiden späten Birdies, mit denen sie den Score auf 70 (-2) Schläge drücken konnte.
Ihren Heimatplatz lobte die Nationalspielerin: „Der Platz war in einem richtig guten Zustand und die Grüns waren sehr schnell. Die Pinpositions waren anspruchsvoll. Im Heimatclub als Führende in die Finalrunde zu starten, ist eine besondere Sache. Ich nehme mir vor, jeden einzelnen Schlag zu genießen und auch nur von Schlag zu Schlag zu denken.“

Cut bei +3

Insgesamt haben es 16 Spielerinnen geschafft, nach drei Runden unter Par zu stehen. Der Cut der besten 24 liegt bei +3.
Bei den Herren haben es exakt 36 Teilnehmer in die Finalrunde geschafft. Der Cut liegt bei Even Par, unter Par sind nach drei Runden immerhin 28 Athleten.

Schmieding vorne

Bei den Herren sah es im Livescoring lange ebenfalls nach einer geteilten Führung mehrerer Athleten aus. Am Abend darf sich Daniel Schmieding freuen, alleine in Front zu sein. Der Olchinger hat sogar zwei Schläge Vorsprung auf den Hubbelrather Florian Schmiedel. Von Platz drei aus wird Nationalspieler Jannik de Bruyn versuchen, noch ganz nach vorne zu kommen. Der Spieler des GC Hösel hat drei Schläge Rückstand auf den Leader. Auf der finalen Bahn des zweiten Tages fingt sich der Aktivensprecher ein Doppelbogey, als er eine sehr kritische Lage im Bunker hatte und von dort seinen Ball im Wasser versenkte.

66 tief

Die Führung hatte sich Daniel Schmieding mit einer 66 (-6) verdient. Nach zuvor zweimal 67 Schlägen steigerte sich der Bayer nochmals. Sieben Birdies, darunter zwei auf den Bahnen 16 und 17 sorgten für den tiefen Score und als Belohnung Rang eins im Klassement nach drei Runden.


Bei der IAM in Österreich sowie einigen etwas kleineren Turnieren war der 33-Jährige schon als Leader in den Finaltag gegangen und hatte sich die Butter nicht mehr von Brot nehmen lassen.
„Mein Spiel war rundum sehr gut. Der Putter ist schon seit dem ersten Tag ziemlich heiß. Ich freue mich auf den Wettkampf morgen“, will der Olchinger weiter jeden Schlag mit Plan und Strategie ausführen.

Krammer mit 66

Jugend-Nationalspieler Felix Krammer hat ebenfalls eine 66 unterschrieben. Der Youngster vom Münchener GC notierte sieben Birdies und hat dabei eine fast fehlerfreie Leistung abgeliefert. „Ich habe viele Bahnen und viele Grüns getroffen und dann noch den einen oder anderen Putt gemacht. Morgen versuche ich ganz entspannt zu spielen und vielleicht gelingt mir dann nochmal eine so gute Runde. Der Platz ist in einem wirklich guten Zustand und die Grüns waren heute nochmal etwas besser, obwohl sie schon vorher sehr, sehr gut waren. Ich bin voller Vorfreude auf den morgigen Tag“, geht Krammer vom  geteilten vierten Platz mit vier Zählern Rückstand auf den Führenden in die Finalrunde.
Platz vier teilt sich Krammer mit Marc Hammer, der sich nach 68 und 69 Schlägen auf 67 (-5) verbesserte.

Leaderfligths

Am Sonntag wird auf dem Platz des GC München Valley ab 8.00 Uhr um die Platzierungen gespielt. Der Leaderflight der Herren startet um 9.30 Uhr, zehn Minuten später gehen die besten Damen in ihre Finalrunde.

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