Bild Information: Einzige Spielerin unter Par war am zweiten Tag Sophie Witt vom GC Hubbelrath (Foto: DGV/stebl)

Berlin marschiert

DGV-Mannschaftspokal
 

Der GLC Berlin-Wannsee bringt sich am zweiten Tag des DGV-Mannschaftspokals in Stellung und übernimmt die Führung. Der Vorsprung auf Titelverteidiger St. Leon-Rot beträgt vor der Finalrunde sieben Schläge.

Northeim/Hardenberg – Bei kühlem Herbstwetter hatten die Athletinnen der neun Damenteams, die beim DGV-Mannschaftspokal am Start sind, eine echte Probe zu bestehen.
Kühler Wind machte es nicht leicht, die Schläge richtig zu planen. Am besten kam mit diesen harten Bedingungen der GLC Berlin-Wannsee zurecht. In Summe lag das Team aus der Bundeshauptstadt nur drei über Par. Beste Berlinerin war Catharina Lohoff, die eine 72 (Even Par) unterschrieb.


Aber auch die anderen Scores in der Wertung waren sehr solide. Julia Neumann war mit einer 73 gut unterwegs, Luka Kienbaum ließ ihrer 70 vom ersten Tag eine 74 folgen. Sogar das Streichergebnis, eine 77 von Emily Krause, war noch im Rahmen.

Rückstand für Titelverteidiger

Dem amtierenden Deutsche Mannschaftsmeister fehlte an diesem Tag der tiefe Score. Solide mit 74 Schlägen war Emilie Edinger unterwegs und brachte das beste Ergebnis für den GC St. Leon-Rot ins Clubhaus. Gleichauf mit 76 Schlägen kamen Danielle Modder und Doppel-Europameisterin Paula Schulz-Hanßen von einer kühlen Runde. Mit nun gesamt zehn Schlägen über Par hat das Wolfpack aus SLR sieben Zähler Rückstand auf Berlin.


Weitere zwei Schläge mehr in der Wertung hat der Frankfurter GC, der sich damit die Chancen wahrte, auch in diesem Jahr wieder eine Medaillen mit an den Main zu nehmen.
Das Team aus Niederrad war mit nur fünf Schlägen über Par an diesem Tag zweitbeste Mannschaft. Marie Coors brachte vier Birdies unter, musste aber auch vier Bogeys notieren, so dass am Ende eine 72 stand.
Ava Bergner mit einer guten 74 und Tessa Kremser mit einer 75 brachten die übrigen Ergebnisse in die Wertung.

Münchener fallen zurück

Nachdem am Abend des ersten Tages die Spitze des Leaderboards bayerisch sprach, mussten die beiden Teams aus München damit Vorlieb nehmen, dass es im Klassement nach hinten ging.
Der GC München Valley hat auf die führenden Berlinerinnen zehn Schläge Rückstand. Wieder den besten Score für Valley brachte Chiara Horder in die Wertung. Nach 70 Schlägen zum Auftakt musste die Jugend-Nationalspielerin nun 75 Zähler notieren.
Verena Gimmy mit einer 76 und Selina Weiher mit einer 80 komplettierten den Tagesscore von +15.
Der Münchener GC fiel gar auf Rang sieben zurück. Mit 19 Schlägen über Paar musste der MGC an diesem Tag auch noch den Hamburger GC und den GC Hubbelrath passieren lassen. Falkenstein geht vom geteilten vierten Platz mit +13 ins Finale, Hubbelrath hat auf Rang sechs einen Zähler mehr in der Wertung.

Stimmen vom Tag

Sophie Witt vom GC Hubbelrath war die einzige Athletin, die am zweiten Wettkampftag unter Par blieb. Auf der Frontnine brachte die frisch gekürte Team-Europameisterin der Mädchen drei Birdies unter und hielt ihre Scorekarte sauber. Auf der Backnine rutschten auf den Bahnen 13 und 14 Bogeys ins Bild, so dass es am Ende eine 71 (-1) für die Rheinländerin wurde. „Die beiden Bogeys waren noch hart erkämpft. Auf den Löchern hätte es noch schlimmer ausgehen können. Ich bin ganz zufrieden mit der Runde, da er heute wirklich tough war. Die Fahnen waren wirklich schwer gesteckt, dazu sind die Grüns noch sehr schnell. Hinzu kam noch der Starke Wind und, dass es kalt war“, bilanzierte Sophie Witt den Tag.

Catharina Lohoff, die für Wannsee mit einer 72 den tiefsten Score erspielte, war mit ihren Drives und den Schlägen ins Grüns sehr zufrieden: „Die waren zwar nicht immer direkt an der Fahne, aber lagen immer gut spielbar. Meine Putts liefen nicht so gut. Es hätte definitiv mehr fallen können. Ärgerlich war, dass ich auf dem zehnten Grün einen Putt aus einem Meter vorbeigeschoben habe. Der Platz ist sehr schön und gut spielbar. Man hat viele Chancen, mit dem Drive relativ nah ans Grün zu kommen und dann nur einen Pitch zu haben. Ich mag den Platz sehr.“

Miriam Hiller, Sportchefin des GLC Berlin-Wannsee, zog ein durch und durch positives Tagesfazit: „Ich bin wahnsinnig stolz darauf, was die Mädels bisher geleistet haben. Gerade bei den heutigen Bedingungen waren es durch die Bank richtig gute Scores. Das ist stark, eine so gute Truppe zusammen zu haben. Wir haben sieben Schläge Vorsprung, aber hier kann eine Menge passieren. Wir erwarten Gegenwehr, weil auch anderen Mannschaften den Pokal haben wollen. Wir gehen aber positiv in den Tag und haben ein ganz klares Ziel. Der Tag wird lang, es wird nicht einfach, aber ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft.“

Marie Coors, die schlaggleich mit der besten Berlinerin für ihren Frankfurter GC den tiefsten Score in die Wertung gebracht hatte, war mit ihrer 72 sehr einverstanden: „Der Wind und die Fahnenpositionen haben es heute deutlich schwieriger gemacht als gestern. Mein Spiel war durchweg konstant. Ich habe heute wesentlich besser geputtet, so dass ich mir ein paar Schläge sparen konnte.“

Keith Coveney, Coach des FGC, geht voller Zuversicht in den Finaltag: „Am ersten Tag haben die Mädels sehr solide gespielt. Mein Wunsch war, dass wir aggressiver spielen, aber hier muss man einen guten Plan haben, um sich in gute Positionen zu bringen. Wenn man eine gute Strategie hat und die auch umsetzt, hat man definitiv eine gute Chance, hier eine tiefe Hausnummer zu posten. Nach der ersten Runde lagen wir neun Schläge hinter den Führenden und das ist auch heute noch so, aber wir haben viele Plätze gutgemacht. Ich habe heute auf dem Platz gesehen, dass meine Spielerinnen richtig gut gekämpft und ihre Birdiebooks gut angewendet haben. Heute war ein tougher Tag. Es war sehr windig und die Scores waren nicht tief. Wir haben gut gekämpft und uns jetzt eine Chance gegeben. Wir liegen zwar neun Schläge hinter Berlin, aber ich bin der Meinung, dass das nicht unmöglich ist, aufzuholen. Wir werden morgen wieder genau so rausgehen, bei unserem Plan bleiben und aggressiv, aber mit Bedacht spielen. Das ist bisher eine super Leistung von den Mädels. Der Support der vier Betreuer Ann-Katrin Thimm, Annabelle Kummerant, Fiorella Ghaboli und Kati Jo Keilich ist stark. Marie Coors und Ava Bergner spielen ihre Erfahrung aus. Das lange Spiel von Marie ist überragend. Der Driver ist absolut phantastisch. Wenn sie noch ein paar Putts mehr einlochen würde, wären wir noch dichter oben dran. Tessa Kremser ist ein gutes Mädel, sehr tough und sehr ehrgeizig. Sie kann morgen auch unter Par schießen, dazu ist sie definitiv in der Lage. Jette Ohlert ist auch sehr ehrgeizig und es ist gut, dass sie hier ist. Morgen werden wir raus gehen und versuchen, den Titel zu gewinnen, denn bisher hat das Team es sehr gut gemacht. Wir werden von Anfang an den Fuß auf dem Gas haben und versuchen, tief zu schießen.“

Titelverteidiger auf der Flucht nach vorne

Sebastian Buhl erlebt seine erste Deutsche Mannschaftsmeisterschaft als verantwortlicher Coach. Sein Team vom GC St. Leon-Rot geht mit sieben Schlägen Rückstand auf Berlin in die Finalrunde. „Es ist eine große Ehre für mich, gleich mit dem amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister hier anzutreten. Wir sind hier, um den Titel zu verteidigen. Wir liegen zwar aktuell sieben Schläge hinten, aber bei den Bedingungen hier sind sieben Schläge schnell aufgeholt. Die Flucht nach vorne ist auch das Motto, das wir für morgen ausgegeben haben. Wir geben Vollgas und die Mädels sind top motiviert. An den beiden ersten Tagen hatten wir mit dem Wind ein paar Probleme und haben deshalb nicht so viele Putts weggelocht wie in den letzten Wochen. Morgen werden wir alles dafür tun, Berlin einzuholen. Ich kenne den Platz aus meinen eigenen Zeiten auf der Pro Golf Tour wie meine eigene Hosentasche. Es ist immer wieder ein Test mit den kleinen, ondulierten Grüns. Und bei den Bedingungen diese Woche ist der Platz noch einmal extra-tough, vor allem bei den Schlägen ins Grün. Es ist für alle eine Herausforderung und wir freuen uns auf den Kampf morgen“, ist der neue Coach von SLR sehr kämpferisch.

Startzeiten

Die Damen gehen morgen ab 8.30 Uhr in ihre Finalrunde. Auf Tee 9 werden dabei die Mannschaften starten, die auf den Plätzen fünf bis neun stehen, Auf Tee 1 wird ab 9.00 Uhr gestartet. Hier gehen die vier erstplatzierten Mannschaften in ihre letzte Runde dieses DGV-Mannschaftspokals.

Zuschauer sind auch am Finaltag aufgrund der Corona-Regelungen nicht zugelassen.

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