Bild Information: Constantin Unger (GC. St. Leon-Rot) war einer von drei Spielern, die zum Auftakt eine 68 (-4) notieren konnten. (Foto: DGV/ Tiess)

Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Herren

DGV-Mannschaftspokal 2020
 

Zum Auftakt des DGV-Mannschaftspokals 2020 liefern sich der GC St. Leon-Rot sowie der Hamburger GC ein heißes Duell um die Tabellenführung. Auf Platz drei stehen die Herren des GC Mannheim-Viernheim. Die Titelverteidiger vom Stuttgarter GC Solitude liegen in Lauerstellung auf Platz vier.

Nörten-Hardenberg - In starker Form zeigt sich der Turnierplatz des GC Hardenberg hier zum Ende der bundesdeutschen Turniersaison. Der DGV-Mannschaftspokal 2020, das Kondensat der Corona-bedingt ausgefallenen KRAMSKI Deutschen Golf Liga sponsered by Audi, wird hier vom 9. bis 11. Oktober ausgetragen. Drei Runden Einzel-Zählspiel warten auf die vollständig vertretenen zehn Erstligisten.

Am ersten der drei Wettkampftage wechselte die Führung beinahe im Minutentakt. Zunächst zeigte sich das Team des GC Mannheim-Viernheim ganz stark. Im weiteren Verlauf waren es dann vor allem der GC St. Leon-Rot sowie der wieder aufgestiegene Hamburger GC Falkenstein, die an der Spitze standen. Der Tag endete mit einer geteilten Führung dieser beiden Teams - das Ergebnis lautete fünf Schläge unter Par. 

Auf St. Leon-Roter Seite konnten sowohl Constantin Unger als auch Philipp Matlari respektable 68er Runden (-4) unterschreiben. Philipp Katich (73; +1) und Petr Hruby (74; +2) liegen zwar über Par. Doch gerade das Streichergebnis von Mauro Anderi (75; +3) zeigt, wie dicht die Spielstärke des „Wolfsrudels“ ist.

Mit kleinen Schritten zum großen Ziel

Bei den Herren von der Elbe brachte Sebastian Sliwka seinerseits eine bogeyfreie 68 (-4) ins Clubhaus. Ihm folgen Tiger Christensen mit einer deutlich bunteren Scorekarte und 69 Schlägen (-3) sowie der Routinier Michael Thannhäuser mit 70 Zählern (-2). Max Brückner bringt eine 76 (+4) in das Team-Ergebnis ein. Philipp Westermann kassiert auf Bahn 17 noch ein unglückliches Triple Bogey und muss sich mit einer 79 (+7) als Streicher zufrieden geben.

Dass die Kurpfälzer hier in Hardenberg weit oben mitmischen wollen, ist mehr als legitim. Die Mannschaft um Coach Marco Schmuck ist auf dem Papier der klare Favorit. Top-Scorer Philipp Matlari bestätigt die Ambitionen der Süddeutschen, weiß aber auch um die Stärke der Gegner: „Klar, wir wollen natürlich gewinnen. Aber es sind noch zwei Tage, da kann jede Menge passieren. Und es sind auch viele gute Mannschaften hier. Es wird wahrscheinlich bis zum letzten Loch am Sonntag spannend bleiben und deswegen wollen wir erstmal die kleinen Ziele erfüllen, um dann das große Ziel zu erreichen.“

Hamburg als Außenseiter

Etwas anders sieht es da bei den Norddeutschen aus. Die Hamburger haben die Saison 2019 in der zweiten Bundesliga verbracht. Nach ihrem gelungenen Wiederaufstieg gehen sie hier in Hardenberg als Außenseiter ins Rennen. So zumindest steht es um die bedacht zurückhaltende Eigenwahrnehmung. Denn eines ist klar: Die Herren von der Elbe blicken nicht nur auf eine große Golfsport-Tradition zurück. Sie sind auch mit einer veritablen Truppe angereist. 

Coach Matthias Boje gibt seine Einschätzung zum ersten Wettkampftag ab: „Wir freuen uns über eine tolle Teamleistung und über die aktuelle Tabellensituation. Der Turnierplatz bietet Chancen, aber gerade auch die Back Nine haben lange Löcher, wo die Spieler konzentriert sein müssen. Chancen muss man sich hier je nach Wetter mühsam erarbeiten. Insgesamt sind es hart Herausforderungen, die wir aber auf jeden Fall annehmen wollen. 

Es sind noch zwei Tage zu spielen und wir gucken von Tag zu Tag. Wir freuen uns, hier zu sein und ein solches Event in der ersten Liga mitmachen zu können. Wir fahren hier her, um unser Bestes zu geben. Und gerade hier, wo alle zehn Bundesligisten dabei sind, wollen wir auch sehen, wo wir stehen. Wir gehen morgen genauso raus wie heute und machen unser Ding als Team weiter.“

Schneider mit Blitzstart

Auf dem dritten Rang stehen die Herren des GC Mannheim-Viernheim. Jene Mannschaft also, die den Tag so stark begonnen hatte. Das Team um Ted Long zählt zu den stärksten im Feld. Nach dieser ersten Turnierrunde stehen sie bei einem Schlag unter Par. Bemerkenswert ist dabei der Start von Jan Schneider, der nach sieben Bahnen bereits zwei Eagle notiert hatte und insgesamt bei sieben unter Par lag. 

Allerdings musste er auf den dann folgenden drei Bahnen ganze fünf Schlagverluste einstecken. Am Ende sollte es für ihn eine 70 (-2) werden. Schneiders Score steht beinahe schon stellvertretend für das heutige Spiel der Mannheimer. Coach Ted Long zieht ein Zwischenfazit: „Ich fand, wir hatten einen Traumstart. Wir waren dann aber zu lässig. Auf der Mitte der Runde hätten wir schlauer spielen müssen - da haben wir es vergeigt. 

Ich bin aber zufrieden mit der Einstellung unserer Mannschaft. Die Gegner sind so, wie wir es gedacht haben. Es macht unheimlich viel Spaß hier. Ich finde den Platz sehr gut und ich freue mich auf die nächsten zwei Tage und meine Mannschaft.“

Solitude mit Hoffnung

Platz vier nimmt der Titelverteidiger ein: mit einem Gesamtergebnis von drei Schlägen über Par befindet sich der Stuttgarter GC Solitude in Lauerstellung. Ganze vier Stammspieler fehlen Coach Peter Wolfenstetter zum aktuellen Zeitpunkt. Alle sind sie bereits zurück in den USA. Umso zufriedener zeigt sich der Meistertrainer nach diesem ersten Turniertag: „Ich möchte vor allem unseren Vincent Wilhelm hervorheben. Für ihn als Nachwuchsspieler war es hier der erste Einsatz und da gleich drei unter zu spielen, ist klasse. 

Aber ich bin mit dem Start auch insgesamt zufrieden. Wir haben solide gespielt - vor allem auf den Back Nine haben die Jungs ziemlich gut dagegen gehalten und sich wacker geschlagen. Wir haben die zehn besten Mannschaften aus ganz Deutschland hier. Da gibt es auch klare Favoriten, aber wir werden mal schauen, was es noch rauszuholen gibt. Es wird ja in den nächsten Tagen noch ganz viel Golf gespielt. Deswegen glaube ich, da ist noch ein bisschen was drin.“

Der zweite Wettkampftag beginnt für die Herren um 10:10 Uhr von Abschlag 1 des Niedersachsen Course.

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