Bild Information: Der G&LC Berlin-Wannsee holt zum dritten Mal den Titel der DMM AK 65. (Foto: Langer Sport Marketing)

Wannsee macht den Hattrick

DMM AK 65 2019
 

In der dritten Ausgabe der DMM AK 65 holt sich die Mannschaft des G&LC Berlin-Wannsee zum dritten Mal den Titel. Der MGC Bad Ems muss sich knapp geschlagen geben und landet auf Rang zwei. Der Krefelder GC holt Bronze.

Die dritte Auflage der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der AK 65 Herren fand im GC Stahlberg bei Hamm (Westfalen) statt. Unter den 15 für das Bundesfinale qualifizierten Mannschaften befinden sich auch in diesem Jahr wieder die Senioren des G&LC Berlin-Wannsee, die diese Meisterschaft bislang beide Male für sich entscheiden konnten.

Nachdem die Vierer des ersten Wettkampftages ausgespielt waren, standen jedoch erst einmal die Altherren des Mittelrheinischen GC Bad Ems an der Spitze des Leaderboards. Auch sie gehören zu den absoluten Favoriten dieses Turniers und können bislang auf eine Bronze- und eine Silbermedaille zurückblicken. Was ihnen allerdings noch fehlt, ist Gold! Mit zwei erstklassigen Vierer-Scores von jeweils 80 Schlägen (+8) konnten Pem Heek und Karl Friedrich von Stösser sowie Hermann Sorger und Klaus Scheyer ein klares Ausrufezeichen setzen und mit insgesamt +16 Schlägen eine gute Ausgangsbasis für den zweiten Turniertag schaffen.

Vierkampf um die Spitzenplätze

Die amtierenden Meister des G&LC Berlin-Wannsee fanden sich mit zwei Schlägen Differenz (+18) dicht hinter den Führenden aus dem Rheinland ein. Und auch die Teams des GK Braunschweig (+20), des GC Gäuboden (+23) und des Krefelder GC (+24) haben sich alle Chancen für einen Angriff auf die Spitze gewahrt. Dabei ist klar, dass die Entscheidungen nach den Vierern noch lange nicht gefallen sind, denn am zweiten Spieltag des Turniers gehen noch einmal ganze fünf Scores aus den Einzel-Runden in das Gesamtergebnis ein.

Und tatsächlich sollte es der zweite Wettkampftag in sich haben. Von Beginn an spielten die vier favorisierten Mannschaften mit höchster Spannung um die Podestplatzierungen - allen voran der zunächst auch in den Einzeln knapp in Führung liegende MGC Bad Ems und der amtierende Meister G&LC Berlin-Wannsee. Nur wenige Schläge trennten die beiden Top-Teams über den Tag hinweg. Und am Ende war es dann doch die Mannschaft aus der Hauptstadt, die auftrumpfen konnte. Mit gewerteten Einzel-Runden von 79 (+7), 80 (+8), 81 (+9), 84 (+12) und 87 (+15) Schlägen kamen die Wannsee-Senioren bei kumuliert +51 Zählern ins Clubhaus.

Entscheidung auf dem letzten Loch

Die Herausforderer aus Bad Ems mussten für ihre Einzel die Summe von 55 Schlägen über Par einstecken. Zwei Zähler zu viel also, um die Titelverteidiger ins Stechen zu zwingen. Dabei war es in dieser dritter Ausgabe des Turniers so knapp wie noch nie zuvor. Erst das direkte Duell zwischen Karl Friedrich von Stösser (MGC Bad Ems) und Michael Reich (G&LC Berlin-Wannsee) sollte die Entscheidung bringen. Beide Spieler unterschrieben das jeweils stärkste Einzel-Ergebnis ihres Teams und beide waren gemeinsam in der letzten Spielgruppe des Turniers unterwegs. Noch an Bahn 16 stand es zwischen den beiden Mannschaften all square.

Dann jedoch gelang dem spielstarken Berliner ein beeindruckendes Finish mit den beiden einzigen Birdies seiner Runde und das Turnier entschied sich zugunsten der Herren vom Wannsee. Mit insgesamt 69 Schlägen über Par macht der G&LC Berlin-Wannsee den Titel-Hattrick perfekt und verweist den MGC Bad Ems (+71) knapp auf den zweiten Rang. Platz drei geht an den Krefelder GC mit 78 Schlägen über Par, der sich im Kampf um Bronze gegen den GK Braunschweig (+81) durchsetzt.

Wie lange hält die Serie noch?

Roland Specker vom G&LC Berlin-Wannsee zieht nach der Siegerehrung ein Fazit: „Es war ein traumhaftes Wochenende mit einem hervorragend organisierten Turnier. Die Teams sind allesamt sehr harmonisch miteinander umgegangen. Ich muss mich bei meiner Mannschaft und bei unserem Anhang bedanken. Wir haben bis zum Schluss um den Sieg gezittert. Selbst am letzten Loch hatten wir erst einen Schlag Vorsprung. Dass es bei diesem Event so spannend zu Ende geht, ist natürlich auch ein bisschen Glück.“

Und etwas selbstkritisch fügt der frühere Club-Präsident hinzu: „Wir sind schon zwei Mal Meister geworden und heute war es bislang am knappsten. Wir müssen also schauen, dass wir ein paar junge Leute ins Team bekommen.“ So kommt hier im Lippetal die bislang engste DMM AK 65 zu einem würdigen Ende - und lässt trotz der Berliner Meisterschaftsserie viel Spannung offen, wer wohl im nächsten Jahr den Sieg erringen wird.

Die Ergebnisse der DMM Herren AK 65

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