Bild Information: Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) entscheidet die DM AK 65 nach einem rein hamburgischen Stechen für sich und ist neuer Deutscher Meister. (Foto: C&V Sport Promotion)

Noldt siegt nach Stechen

DM AK 65 Herren 2021
 

Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) entscheidet die DM AK 65 nach einem rein hamburgischen Stechen für sich und ist neuer Deutscher Meister.

Die DM AK 65 im GC Schloss Westerholt sind vorbei. Erstmals seit 2018 heißt der Deutsche Meister nicht Christoph Städler: Karlheinz Noldt vom GC Hamburg Wendlohe konnte das Turnier für sich entscheiden. Doch sein Start-Ziel-Sieg hat Abzüge in der B-Note, denn Christian Domin (Hamburger GC) hatte eine gehörige Portion mitzureden.

Die Auftaktrunde hatte Noldt mit 75 Zählern (+3) gemeistert und stand zwei Schläge vor Christian Domin (Hamburger GC). Am zweiten Turniertag war es nun der spielstarke Domin, der mit 75 Schlägen aufschloss, während Noldt 77 Zähler benötigte. Nach dieser Runde teilten die beiden die Spitze des Tableaus mit 152 Schlägen (+8).

Die Finalrunde spielten sie gemeinsam im Leaderflight, mit Veit Pagel (Hamburger GC) an ihrer Seite. Noldt, der eine offensive Spielart pflegt, lag in der Schlussphase der Runde bei drei Schlägen über Par. Und Christian Domin konnte sich nach seinem Birdie an Bahn 15 und einem dortigen Zwischenergebnis von einem Schlag über Par ernsthafte Gedanken darüber machen, wie er den Pokal nach Falkenstein transportiert. Doch es sollte anders kommen.

Vom Tap-In zum Meisterschaftsverlust

Denn an Bahn 17 sorgte eine Unbesonnenheit des Topspielers Domin dafür, dass ein ganz einfacher kurzer Putt am Ende zu einem Doppelbogey führte. Und die zwei Schläge Vorsprung waren plötzlich weg. Den Rest der regulären Runde blieben die beiden Hamburger schlaggleich - sie beendeten das Turnier mit 227 Zählern (+11). Und das Stechen war beinahe überraschend schnell entschieden.

Der Grund dafür: an der auserkorenen Bahn zehn, einem 128 Meter langen Par drei, brachte Noldt seinen Ball mit einem wahrhaft meisterlichen Schlag bis auf einen Meter an die Fahne und ließ sich lediglich einen kurzen Birdie-Putt übrig. Domin lag weiter entfernt und puttete zuerst. Er musste aggressiv spielen und sein Ball rollte deutlich über das Loch hinweg. Noldt hingegen verwandelte seinen Birdie-Putt sicher.

Der frisch gebackene Meister freut sich: „Ich bin glücklich, das kann man nicht anders sagen. Christian Domin hat an der 17 die Tür aufgemacht und wenn man das so präsentiert bekommt  - da fühlt man sich dann schon besonders. Und das im Stechen war ja der Schlag der Woche. Der große Pokal kommt jedenfalls zu uns in den Club und da steht er dann ein Jahr.“

Dankbare Gäste

Christian Domin hingegen ärgert sich sehr - über sich selbst: „Dass ich meinen Putt an der 17 mal eben schnell fertig machen wollte und ihn dann vorbeischiebe - das war ein dummer Flüchtigkeitsfehler. Einfach Dummheit, ich habe nicht überlegt.“ Ungeachtet der eigenen Verfehlung ist Domin voller Anerkennung für den Turniersieger: „Der Abschlag im Stechen war richtig stark, das muss man nahtlos anerkennen. Eisen acht direkt an die Fahne - das wars dann.“

Dass der Turniersieg ausgerechnet an den Stadtrivalen geht, ist für den Falkensteiner kein Problem: „Karlheinz und mich verbindet eine jahrelange Freundschaft. Heute hat einfach der Bessere gewonnen.“ Domins Clubkollege Veit Pagel fügt hinzu: „Auch wenn wir Rivalen sind, es ist ja eine nette Rivalität. Auf jeden Fall sind wir jetzt am Ende einer sechswöchigen Tour voll mit Golf. Das steckt einem dann schon in den Knochen.“

Dazu kommen die Spielbedingungen, denn die waren an diesem Finaltag erwartungsgemäß schwierig. Der starke Regen ist an dem Platz nicht spurlos vorübergegangen. Und doch haben vor allem die Grüns den Niederschlag überraschend gut weggesteckt. Alle drei vorgenannten Hamburger sind voll des Lobes für den austragenden Club. Pagel fasst zusammen: „Der Platz war prima - wirklich gut in Schuss. Das gilt gerade auch für die Grüns. Und alle haben sich sehr viel Mühe gegeben.“ Den dritten Platz hat übrigens Keith Vince vom Club zur Vahr errungen. Er beendete das Turnier mit 232 Schlägen (+16).

Zu den Ergebnissen

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