Bild Information: Martin Birkholz (Mitte) stemmt den Pokal für den Sieg der AK 50 in die Höhe. Auch den Pokal für den Gesamtsieg sollte er mitnehmen. (Foto: DGV/GC Heilbronn-Hohenlohe)

Der „Rookie“ holt die Meisterschaft!

DM Herren AK 50/65 2015
 

Bei perfekter Organisation und bestem Golfwetter fanden die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen 50 und 65 statt. Neu-Senior Martin Birkholz wird im GC Heilbronn-Hohenlohe Deutscher Meister in seiner AK 50 und sichert sich im Stechen gegen den Altmeister Veit Pagel auch den Gesamtsieg.

24.05.2015. Der GC Heilbronn-Hohenlohe war vom 22. bis 24. Mai Gastgeber der Deutschen Meisterschaft der Herren in den Altersklassen AK 50 und AK 65. Dieses neu geschaffene Meisterschaftsformat ersetzt die bisher ausgetragene „Deutsche Meisterschaft der Senioren“. Für die Herren bedeutet dies einerseits eine Abkehr von der altbekannten AK 55 und somit eine potenzielle Verjüngung des Spieleralters um bis zu fünf Jahre. Andererseits wird hier, wie auch bei den Damen, mit der AK 65 eine gänzlich neue Konkurrenzklasse geschaffen. Gespielt wird die Deutsche Meisterschaft im Einzel-Zählspiel über drei Runden. Für die Finalrunde sind in der Altersklasse ab 50 Jahren (AK 50) die Top 40 und Schlaggleiche qualifiziert. In der AK 65 starten die Top 15 und Schlaggleiche für die Runde am Sonntag.

Das Turnier fand in jeder Hinsicht unter optimalen Bedingungen statt. Sowohl das Wetter als auch der Platzzustand waren absolut untadelig. Die große Erfahrung mit Wettspielen dieser Art war dem gastgebenden Club in jeder Situation anzumerken. Mit größter Routine und höchster Qualität stand das Team um Manager Gerald Schleucher für die Vorbereitungen und das Turnier selbst bereit. So sagte Spielleiter Peter Schweyer: „Die Platzmarkierungen waren so extrem gut und eindeutig, dass es für uns Spielleiter praktisch keine strittigen Situationen gab. Die Organisation des Events ist hier so gut gewesen, dass sie in ihrer Qualität bereits mit einem Profi-Turnier der Pro Golf Tour verglichen werden kann.“

Auch die sportlichen Leistungen wurden auf sehr hohem Niveau geführt. So hatte die AK 50 über den Turnierverlauf hinweg gleich drei verschiedene „Tagessieger“. Der Eröffnungstag wurde von Thomas Schimetzek (Bochumer GC) und seinen 71 Schlägen (2 unter Par) bestimmt. Er wurde dicht gefolgt von den schlaggleichen Martin Birkholz und Christian Domin (72, -1). Martin Birkholz (Krefelder GC) startete in diesem Jahr erstmalig bei den Senioren und hat sich in der Vergangenheit bereits als Seriensieger der AK 35 einen verdienten Namen gemacht. Christian Domin (Hamburger GC) wurde in der vergangenen Saison Vize-Europameister der Senioren. Er war es auch, der am zweiten Turniertag nach einer weiteren 72-er Runde das Leaderboard anführen sollte. Birkholz notierte zu jenem Zeitpunkt mit 73 Schlägen einen Zähler mehr. Am Sonntag sollten die Karten dann allerdings noch einmal neu gemischt werden und am Ende eines sonnigen Finaltages war es tatsächlich der „Newcomer“ Birkholz, der die AK 50 mit einem Finaltages-Score von 74 Schlägen und insgesamt 219 Zählern (72, 73, 74; Even Par) anführte. Er wird gefolgt von den geteilten Zweiten Karlheinz Noldt (79, 71, 71; +2) und Ulrich Schulte (74, 76, 71; +2) mit 221 Schlägen. Christian Domin musste am Finaltag hingegen 83 Schläge (+10) notieren und rutschte mit insgesamt 227 Schlägen auf den achten Rang ab.

In der AK 65 gelang dem amtierenden deutschen Seniorenmeister Veit Pagel (Hamburger GC) ein beeindruckender Start-Ziel-Sieg in seiner Altersklasse. Er setzte sich mit einem Gesamtscore von 219 Schlägen (74, 73, 72, Even Par) gegen das gesamte weitere Spielerfeld durch. Einzig der mehrfache Deutsche Meister Hans-Günther Reiter (GK Braunschweig) hielt mit Rundenergebnissen von 77, 73 und 72 Schlägen und einer Gesamtschlagzahl von 222 (+3) den Anschluss an den souverän agierenden Pagel. Bereits zum drittplatzierten Wolfgang Teske vom Frankfurter GC (78, 81, 75), der das Turnier mit 234 Schlägen (+15) abschloss, bestand ein komfortabler Sicherheitsabstand. Dass der Titelgewinn dennoch nicht selbstverständlich ist, stellte der nunmehr 46-fache Titelträger Pagel noch einmal klar heraus: „So ein Start-Ziel-Sieg sieht auf dem Papier immer einfacher aus, als es auf dem Turnierplatz der Fall ist. Es ist immer möglich, dass ich statt einer 72 eine 75 notieren muss. Wir sind ja nicht bei der Formel 1 in Monaco, wo niemand überholen kann. Und Hans-Günther Reiter ist ein sehr guter Spieler!“

Einen Meister sollte Veit Pagel dann auch tatsächlich noch finden. Denn in der Gesamtwertung der AK 50/ 65 fand er sich schlaggleich mit dem AK 50-Sieger Martin Birkholz wieder. Im anstehenden Stechen absolvierte Pagel die Par-5-Bahn zwar fehlerfrei und notierte ein entsprechendes Par. Der Krefelder Birkholz allerdings spielte hier seinen Schlaglängen-Vorteil aus und spielte Birdie. Veit Pagel nahm das verlorene Duell sportlich: „Wenn jemand besser spielt, dann soll der auch gewinnen - egal wie alt oder jung er ist.“

Mit einem klar positiven Fazit schloss Manfred Kohlhammer vom Baden-Württembergischen Golfverband die Meisterschaft ab: „Wir hatten hier im GC Heilbronn-Hohenlohe mehr als 120 aktive Spieler am Abschlag. Das ist insbesondere für diese Altersklassen enorm! Und ich muss sagen, dass wir in diesem Turnier eine sehr hohe Leistungsdichte gesehen haben. Insbesondere in der AK 50 waren die Ergebnisse bis in die Schlussphase hinein denkbar spannend. Bis 3 oder 4 Bahnen vor Schluss hätte auch noch der zum dem Zeitpunkt Fünftplatzierte den Titel noch für sich entscheiden können. Das ist tolles Golf!“ Und so schloss auch der frisch gebackene Gesamtsieger Martin Birkholz mit der wohl einzigen Kritik des Tages ab, in der er die Windrichtung am heutigen Finaltag ansprach, und damit im Klartexte zu verstehen gab, dass dieses Turnier nicht besser hätte organisiert sein können.

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