Bild Information: Spannung bis zum letzten Grün: Martin Birkholz holt sich den Europameistertitel zurück. (Foto: DGV/ Tiess)

Birkholz holt sich den Titel zurück

Senioren 2021
 

Bei den Europameisterschaften der AK 50 sichert sich Martin Birkholz am letzten Grün den Europameistertitel der Herren. Bei den Damen fährt Alexandra Kölker die Silbermedaille ein.

Was für eine Golf-Show hat das traditionsreiche Golf de Morfontaine geboten! Anspruchsvolle Bahnen, schnelle Grüns, herausfordernde Fahnenpositionen und dazu ein böiger Wind. Und wieder einmal ließen es die besten Senioren Europas bis zum letzten Grün offen, wer von ihnen den heiß umkämpften Titel sein Eigen nennen darf.

Am Ende war es der Deutsche Martin Birkholz (GSV Düsseldorf), der auf dem Siegertreppchen ganz oben stand. Dabei zeigte die so entscheidende Abschlussrunde (75 Schläge; +5) mit Abstand das höchste seiner drei Rundenergebnisse.

Ganz anders der Start: mit 66 Schlägen (-4) begann er das Turnier. Dieses Ergebnis bedeutete eine Führung von drei Zählern - der Grundstein für den späteren Erfolg. Runde zwei absolvierte der Rheinländer mit einer weiteren Unter-Par-Runde (69;-1) und er baute seine Führung auf nunmehr fünf Schläge aus.

Zweiter Titel für Birkholz

In der Finalrunde jedoch ließ Birkholz Schläge liegen. Mit nur noch drei Löchern zu spielen, stand er bei sechs über Par. Gleichzeitig lag der Schwede Tord Nilsson für seine Runde bei eins unter Par und übernahm mit einem Zähler Vorsprung die Führung.

Birkholz, der Europameister des Jahres 2018, ist jedoch bekannt für seine starken Finishes. Und tatsächlich spielte er nun Birdie-Bogey-Birdie, um mit einem Schlag Vorsprung und einem Turnierergebnis von 210 Schlägen (Even Par) seinen zweiten Europameistertitel der Senioren zu sichern.

Nilsson notierte seinerseits Bogey-Par-Par und beendete das Turnier bei 211 Schlägen (+1) auf Rang drei, während der schlaggleiche Ire Karl Bornemann mit 69 Zählern (-1) die niedrigste Runde des Finaltages spielte und damit die Silbermedaille gewann. Als zweitbester deutscher Spieler landete Thomas Himmel (GC Feldafing) mit 213 Schlägen (+3) auf Rang fünf.

Thomas Krieger (GC Heddesheim-Neuzenhof) beendete das Turnier mit 217 Zählern (+7) auf dem geteilten zehnten Platz - und zeigte höchsten Respekt vor der Leistung des neuerlichen Europameisters: "Hut ab vor der Leistung von Birke. Es war nicht einfach, hier zu bestehen. Ich selbst bin sehr zufrieden. Ich hatte zwei Fehlschläge und die wurden gleich zu zwei Doppelbogeys. So etwas ist dann einfach nicht mehr gutzumachen."

Kölker sichert die Vize-Europameisterschaft

Bei den Seniorinnen war es die Französin Christine Petit-Martin, die sich mit 219 Schlägen (+9) den Titel der Europameisterin sicherte. Den zweiten Platz erspielte sich die Deutsche Alexandra Kölker (GC Bergisch Land) mit 223 Schlägen (+13).

Im Gegensatz zu den Senioren waren die Vorzeichen bei den Damen klarer zu lesen: an Bahn 13 lagen Kölker und Petit-Martin noch gleich auf, doch im weiteren Verlauf musste Kölker noch drei Schlagverluste notieren, während Petit-Martin ihr Spiel zusammenhalten konnte und die letzten Bahnen mit einem Zähler unter Par beendete.

So oder so, für Kölker bedeutet der zweite Platz in jedem Fall eine gewonnene Silbermedaille - und nicht etwa verlorenes Gold. Denn: „Ich bin nicht gut in die Saison gestartet. Ich hab meine sportlichen Möglichkeiten bis zu diesem Turnier nicht ausgeschöpft - es war alles verhalten und zäh. Ohnehin hatten wir durch Corona praktisch keine Wettspiel-Erfahrung in dieser Saison. Mein Spiel bei der EM hat mich selbst überrascht. Meine Zielstellung war es, den Cut zu schaffen. Und nun habe ich die erste große Medaille bei einer Einzelmeisterschaft gewonnen.“

Und die frisch gebackene Vize-Europameisterin fügt hinzu: „Der Platz war ein Traum. Er hat sehr schnelle Grüns und ist eine echte sportliche Herausforderung. Das Turnier an sich ist einzigartig. Man findet bei guten Schlägen Wohlwollen und Anerkennung von den Gegnern. Und jeder freut sich, dabei zu sein. Hier ist der ‚spirit of the game‘ zuhause.“

Auf Platz drei spielte sich die Schweizerin Sophie Ducrey, die als Zweitplatzierte in die Finalrunde gestartet war. Stephanie Kiefer vom GC Kronberg belegt mit 226 Schlägen (+16) den geteilten vierten Platz und ist damit zweitbeste Deutsche im Turnier.

Die Turnier-Ergebnisse

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