Bild Information: Eine echte Premiere: Die Jungsenioren des Frankfurter GC holen sich den Meistertitel zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers. Foto: C&V Sport Promotion

Frankfurter GC ist Jungsenioren-Mannschaftsmeister

DMM AK 30 2018
 

Erstmalig in der Turniergeschichte der DMM AK 30 gelingt es den Mid-Amateuren des Frankfurter GC, den Meisterpokal mit nach Hause zu nehmen

Hochklassiger Golfsport wurde den Zuschauern der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Herren AK 30 geboten. Austragungsort des Turniers war der Meisterschaftsplatz des Golf- und Landclub Berlin-Wannsee, der in diesem Turnier das letzte Mal in der aktuell bestehenden Form zu erleben ist. Denn, so Geschäftsführer Yasin Turhal, ab dem 1. Oktober werden alle Grüns der Anlage neu gebaut und erhalten dabei auch eine gänzlich neue Form.

Als haushoher Favorit ist das Team des GC St. Leon-Rot in das Turnier gestartet. Die amtierenden Meister bieten gleich mehrere Mitglieder ihrer ersten Herrenmannschaft auf - unter ihnen auch Allen John, der bei den diesjährigen Porsche European Open einen sensationellen zweiten Platz erstritten hat. Die St. Leon-Roter Herren sind hungrig nach Erfolg, nachdem ihrem A-Team beim diesjährigen Final Four wieder einmal der Erfolg verwehrt blieb. Am Ende jedoch sollten es die hochmotivierten Jungsenioren des Frankfurter GC sein, die sich hier zur Goldmedaille spielten.

Mit guter Laune zur Goldmedaille

Bereits nach dem ersten Spieltag lagen die Hessen mit Even Par an der Spitze der 15 Mannschaften - schlaggleich mit dem GC Heddesheim-Neuzenhof. Der Frankfurter Kapitän Patrick O’Neill rekapituliert den Moment: „Wir waren sehr fokussiert und gut in Form. Mit den Ergebnissen aus den Vierern hatten wir eine starke Ausgangsbasis und wussten, da war alles drin!“ Dabei kommt den Herren vom Main auch die derzeit sehr gute Grundstimmung im Club zu Gute. Die erste Herrenmannschaft ist im Final Four Deutscher Vizemeister geworden und die Damen habe die Bundesliga-Saison im Mittelfeld ihrer Ligagruppe beendet.

Grund genug für die Frankfurter, um hier in Wannsee mit breiter Brust anzutreten. O’Neill führt aus: „Wir wollten herfahren, um zu gewinnen. Uns war bewusst, dass nicht nur St. Leon-Rot favorisiert war. Auch andere Mannschaften sind sehr gut geworden - darunter auch der GC Hösel. Wir haben eine sehr gute und freundschaftliche Stimmung im Lager der Mid-Amateure. Aber trotzdem wollen wir natürlich gerade die St. Leon-Roter schlagen. Das haben wir dann auch geschafft. Wir haben extrem gut gespielt, und zwar das ganze Wochenende.“

Das sollte sich auch in den Scores niederschlagen - obwohl das Wochenende mit Wind, Kälte und starkem Regen aufwartete und vor allem den heutigen Sonntag mit seinen Einzeln zu einem langen Tag werden ließ. Mit gerade einmal fünf Schlägen über Par (509 Schläge) gingen O’Neill und sein Team vom Platz und setzten damit ein deutliches Ausrufezeichen. Getragen wurde dieses Mannschaftsergebnis vor allem durch die fabelhafte 69er Runde (-3) von Stefan Wiedergrün, der zu den insgesamt vier Jungsenioren gehört, die den Frankfurter GC auch in der 1. DGL Bundesliga vertreten.

Gegen diese Mannschaftsleistung hatte selbst die AK 30 Auswahl des GC St. Leon-Rot das Nachsehen. Die Kurpfälzer wurden getragen von einem wieder einmal überragend spielenden Allen John, der seinen mit Christian Schunck gespielten Vierer mit 70 Schlägen (-2) beendete und sein Einzelergebnis mit einer bärenstarken 67 (-5) ins Clubhaus brachte. Insgesamt waren die Scores der Titelverteidiger allerdings zu hoch, um den Frankfurtern ernsthaft gefährlich werden zu können. So spielt sich der GC St. Leon-Rot mit 521 Schlägen (+17) auf den zweiten Platz.

Gastgeber ohne eigenes Team

Platz drei holt sich das Team des GC Hösel mit 529 Schlägen (+25). Die nach dem ersten Tag noch co-führenden Heddesheimer rutschen hingegen auf den undankbaren vierten Platz ab (535 Schläge; +31). Eine Mannschaft, die man vergeblich auf dem Tableau sucht, ist der G&LC Berlin-Wannsee. Die Mannschaft der diesjährigen Gastgeber hat den Vorausscheid nicht überstanden. Wannsee-Geschäftsführer Yasin Turhal versucht, den Wermutstropfen gelassen zu nehmen: „Natürlich finden wir es sehr schade, dass unsere AK 30 Mannschaft sich nicht für diesen Event qualifizieren konnte, aber auch so haben unsere Mitglieder starken Golfsport erlebt und mit dem Frankfurter GC einen würdigen Sieger gesehen.

Als Gastgeber freuen wir uns sehr darüber, dass wir die DMM der AK 30 austragen durften und praktisch die besten Spieler dieser Altersklasse hier in Wannsee spielen sehen konnten. Die Ausrichtung dieses Turniers ist für uns in erster Linie eine Förderung des Sports. Dabei haben gerade die AK 30 Spieler in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen - man sieht das auch bei den sehr sehr guten Ergebnissen und Spielern. An erster Stelle ist hier natürlich Allen John zu nennen.“

Dass die Ausrichtung immer auch mit Entbehrungen zu tun hat, ist Turhal nur allzu bewusst: „Ein besonderer Dank gilt unseren Mitgliedern, die teilweise als Vorcaddys und Helfer dabei waren. Und natürlich als Zuschauer. Es ist natürlich nicht leicht, den eigenen Platz ein ganzes Wochenende lang nicht spielen zu können, aber das wird von unseren Mitgliedern im Austausch für so tollen Sport gerne hingenommen. Und unser Club würde sich sehr darüber freuen, auch in der Zukunft Deutsche Meisterschaften in Wannsee austragen zu dürfen.“

Dass der G&LC Berlin-Wannsee als Gastgeber im absoluten Oberhaus spielt, möchte auch der Frankfurter Patrick O’Neill deutlich betonen: „Wir hatten hier einen Top-Platz und absolute Top-Gastgeber. Wannsee hat sich nicht nur sehr professionell, sondern auch sehr großzügig gezeigt. Wir sind uns dessen sehr bewusst und sind dafür sehr dankbar.“

Die Ergebnisse der DMM Herren AK 30

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