Bild Information: Geht als Führende in den Finaltag: Hanne Rieke Gerding vom Stuttgarter GC Solitude. (Foto: Karl Hoffmann/GC Pfalz)

Der Traum vom Edelmetall

DM AK 30 Damen & Herren
 

Hanne Rieke Gerding (Stuttgarter GC Solitude) geht bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse 30 im GC Pfalz als Führende in den Finaltag und hofft auf ihre erste DM-Medaille. Bei den Herren bleibt Titelverteidiger Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC) vorn.

Neustadt an der Weinstraße - Einmal Deutsche Meisterin werden - das ist das große Ziel vieler Golferinnen zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen. Bei Hanne Rieke Gerding hat das bislang noch nie geklappt. „Ich spiele schon so lange Golf, war bei Jugendmeisterschaften vor der Finalrunde auch schon in Führung, aber ich habe es noch nie in die Medaillenränge geschafft“, erzählt die Akteurin aus dem Stuttgarter GC Solitude. Nun, bei der DM der Damen und Herren Altersklasse 30 im GC Pfalz, liegt sie nach zwei Runden (74, 77/+7) erneut ganz vorn. Diesmal soll der Traum wahr werden. Aber die Konkurrenz schläft nicht.

„Ich werde morgen einfach versuchen, mich auf mein Spiel zu konzentrieren und gar nicht schauen, was die anderen machen“, verrät Hanne Rieke Gerding ihre Taktik, mit der es endlich klappen soll mit Edelmetall bei nationalen Titelkämpfen. Nach 36 Löchern sitzen der Stuttgarterin vor allem die bayerischen Damen im Nacken: Als Zweite geht Titelverteidigerin Nicola Rössler (77, 76/+9) in den entscheidenden Sonntag - dicht gefolgt von Vicki Troeltsch (77, 78/+11, beide vom Münchener GC) und der Olchingerin Rachel de Heuvel (80, 77/+13).

Der sehr anspruchsvolle Kurs des GC Pfalz in Neustadt an der Weinstraße verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ab, präsentierte sich aber auch an diesem sonnig-warmen Samstag in voller Pracht. Gerding: „Die Grüns sind wirklich schwer anzuspielen und schwer zu lesen. Da muss man hochkonzentriert sein und um Birdies kämpfen. Heute kamen noch ziemlich knifflige Fahnenpositionen dazu.“ Man muss geduldig bleiben auf dem Parkland-Course, der vor knapp zwei Jahren aufwändig umgebaut und umgestaltet worden war. Ohne Courage geht aber auch nichts. „Ich darf morgen am Finaltag nicht zu sehr auf der Bremse stehen, sondern muss auf jeden Fall mutig sein“, erzählt die Führende nach zwei Durchgängen. Die Mischung macht's - so ist Golf.


Tabea Klang vom Berliner GC Gatow gelang ein Hole-in-One. (Foto: C&V Sport Promotion)

Apropos Mut und Erfolg: Am Vortag hatte es in der Damenkonkurrenz ein Hole-in-One gegeben: Tabea Klang vom Berliner GC Gatow hatte ihren Ball in Runde eins vom Tee weg aus 125 Metern mit dem Eisen 8 eingelocht. „Ich wusste erst gar nicht, wo er gelandet war, weil man auf dieser Bahn Schilf überqueren muss. Als wir rund ums Grün gesucht und nichts gefunden hatten, meinte meine Mitspielerin, sie schaue jetzt mal im Loch. Und tatsächlich, da war der Ball“, schildert die Berlinerin ihren Coup, über den sie sich wahnsinnig gefreut hat. „Klar, es war mein erstes Ass überhaupt.“ Der Ball wurde am nächsten Tee gleich getauscht und bekomme zu Hause einen Ehrenplatz.

Bei den Herren bleibt Stefan Wiedergrün derweil der Mann, den es zu schlagen gilt. Der Titelverteidiger aus dem Frankfurter GC hatte schon in Runde eins mit einer 68 deutlich gemacht, dass er seine Krone gerne behalten möchte. Als Letzter in den Samstag gestartet, musste Wiedergrün allerdings zunächst zwei Bogeys schlucken, mit denen er seinen Verfolgern ein Türchen öffnete.

Westermann mit 68

Der Dominator aus dem Vorjahr bügelte seine Schlagverluste aber prompt mit zwei Birdies wieder aus und schob sich zurück an die Spitze. Wiedergrün kam nach einem Bogey-Finish schließlich mit einer 74 (+2) ins Clubhaus und führt nach 36 Löchern und gesamt -2 nun nur noch einen Schlag vor Julian Schinnenburg vom Stuttgarter GC Solitude, Deutscher Mannschaftsmeister der Herren 2019. Die tiefste Runde des Tages schoss Philipp Westermann vom Hamburger GC, der wie Wiedergrün tagszuvor eine bogeyfreie 68 unterschrieb. Westermann ist als T3 und gesamt eins über Par ebenso auf Medaillenkurs.

14 Damen und 49 Herren haben es ins Finale am Sonntag geschafft. Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt, denn in beiden Wettbewerben ist das Feld an der Spitze enger zusammengerückt. Am Nachmittag wird die Entscheidung darüber fallen, wer die Pokale und Medaillen mit nach Hause nehmen darf. Los geht's um 8 Uhr, die Führungsgruppen werden um 9.30 Uhr (Damen) bzw. um 9.50 Uhr (Herren) abschlagen (alle Startzeiten).

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