Bild Information: Sie mischen ganz vorne mit: Eva Mayr (GC Reischenhof/M.) führt vor Franziska Loye (Berliner GC Gatow/l.). Michèle Holzwarth (ebenfalls Gatow/r.) lauert auf Platz sechs.

Tiefe Scores trotz Regen und Wind

DM AK 30
 

Durchgang eins der Deutschen Meisterschaften AK 30 ist gespielt. Nach Gewitterunterbrechung zum Start können alle Teilnehmer ihre Runden im GC Heilbronn-Hohenlohe beenden. Bei den Damen führt Eva Mayr (72/-1) vom GC Reischenhof, bei den Herren hat Philipp Johne vom GC Glashofen-Neusaß die Nase vorn.

Heilbronn - Kaum waren die ersten Drives in der Luft, blitzte und donnerte es über der Anlage des GC Heilbronn-Hohenlohe. Die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren in der Altersklasse 30 mussten sich am frühen Freitagmorgen erst einmal in Sicherheit bringen. Nach einer Pause von einer Stunde und 20 Minuten war es dann aber endlich soweit: Die Spielleitung konnte die Titelkämpfe freigeben. Auch wenn es anfangs noch regnete – es näherten sich bald wieder freundlichere Farben am Himmel Württembergs. „Es wird langsam wieder heller. Ich glaube, wir können Runde eins problemlos durchführen“, vermeldete Gerald Schleucher, Geschäftsführer des gastgebenden Clubs und Starter beim Highlight der Saison.

Einen großartigen Auftakt trotz des anfangs noch anhaltenden Regens erwischte Nina Birken (GC Hösel). Die Vize-Europameisterin der Mid-Amateure (AK 30) schrieb nach den ersten vier Löchern gleich drei Birdies auf ihre Scorekarte und führte das Klassement damit lange Zeit an. Auf ihrer siebten Bahn – die Damen waren allesamt an Tee 10 gestartet – kassierte die Vorjahres-Zweite allerdings ein Triple-Bogey, von dem sie sich so schnell nicht mehr erholte. Die beste Runde des Tages spielte auf Heilbronns etwas breiteren Schleifen „Limes“ und „Friedrichsruhe“ Eva Mayr vom Golfclub Reischenhof. Sie glänzte durch sehr solides Golf, blieb geduldig und setzte sich mit zwei Birdies im Finish schließlich an die Spitze. Mit ihrer 72 (-1) war sie zum Auftakt die einzige Akteurin, die unter Par blieb.

Führende mit aggressiver Strategie

„Es ist das erste Mal, dass ich bei einem größeren Turnier in Führung liege. Der Platz liegt mir. Meine aggressive Strategie hat sich heute ausgezahlt, aber ich muss für Runde zwei geduldig bleiben und neu bewerten, wie die Chancen stehen“, so Eva Mayr. Ihr sei klar, dass die Verfolgerinnen jederzeit sehr gute Runden spielen können. Hinter Eva Mayr lauert nach Runde eins Franziska Loye (73) vom Berliner GC Gatow, Rang drei teilen sich aktuell Nina Birken, Nina Helpenstein (Märkischer GC Potsdam) und Simone Schießl (jeweils 75) aus dem GC Wörthsee.

Während sich 32 Damen im GC Heilbronn-Hohenlohe um die nationale Krone in der AK 30 streiten, sind bei den Herren mehr als doppelt so viele Teilnehmer am Start. Darunter auch Philip Kaymer. Der Bruder des zweifachen Major-Siegers kassierte zum Auftakt ein Triple-Bogey und musste bis zur 13. Bahn warten, ehe das erste Birdie fiel. Auch die Herren kämpften gegen teils sehr schwierige Bedingungen, denn nach dem Regen blies der Wind immer wieder heftige Böen über die Fairways.

Teilnehmer loben schnelle und spurtreue Grüns

Die Musik machten andere: Marcel Zillekens vom GC Hösel zum Beispiel. Ihm gelang das Kunststück, eine bogeyfreie 70 (-3) ins Clubhaus zu bringen. Damit war er zum Auftakt dieser Deutschen Meisterschaften der einzige Akteur, der ohne Schlagverlust blieb. Zillekens liegt nach insgesamt einem Birdie und einem Eagle auf Bahn 13 aktuell auf dem geteilten dritten Rang neben Tarek Baraka vom GC München-Riedhof. Zillekens: „Eine sehr faire Anlage, die Grüns sind auch nach dem Regen schnell und spurtreu gewesen.“ Der Kurs des GC Heilbronn-Hohenlohe sei absolut geeignet für diese Meisterschaft.

Noch besser als Zillekens ging es an Tag eins Philipp Johne vom GC Glashofen-Neusaß, Luca Prahl (Wentdorf-Reinbeker GC) und Bastian Schmitz vom Dortmunder GC. Während sich Johne mit drei Birdies auf den ersten sechs Bahnen und einer starken 68 (-5) an die Spitze des Feldes setzen konnte, geht Schmitz, dem auf den letzten beiden Bahnen noch zwei Birdies gelangen, neben Luca Prahl (beide 69/-4) als Zweiter in Runde zwei am Samstag. Prahl war stärkster Spieler in der Nachmittagsgruppe, weil ihm ein Eagle auf Bahn neun sowie drei Birdies auf den letzten sechs Löchern gelangen.

Der Führende, Philipp Johne, war natürlich sehr zufrieden mit seinem Auftakt. "Wir haben hier tolle Grüns, der Platz hat den Regen gut vertragen, bei aufkommendem Wind aber seine Zähne gezeigt. An meinen guten Start von heute möchte ich morgen natürlich anknüpfen und dann schauen, was möglich ist“, erklärte Philipp Johne.

Für den Samstag ist immerhin etwas besseres Wetter und weniger Niederschlag angesagt. Wind dürfte es in Durchgang zwei allerdings auch geben. Heißt: geduldig bleiben. Wer tief scoren möchte, sollte den Ball flach halten. Der Eintritt am Wochenende ist gratis, Zuschauer sind willkommen, wenn bei den nationalen Meisterschaften der AK 30 Spannung bis zum letzten Putt geboten wird.

Thomas Kirmaier

 

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